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Die Religionsgruppe der Klasse BZFI 10 mit Manfred Jarmer (hint. Reihe 7. v.links) (Foto: Weidinger-Vandirk) |
Die BZ/FI10 beschäftigte sich intensiv mit der Frage, welche ethisch-moralischen Verwicklungen die Anwendung der Todesstrafe weltweit und theoretisch in unserem Land mit sich bringt bzw. bringen würde. Dabei wurde es immer wieder drängend, einen Blick hinter die Kulissen des Strafsystems zu werfen, um sich ein überlegteres Urteil anzueignen. Da ein Besuch im Gefängnis nicht möglich war, entschloss sich die Klasse, den Gefängnisseelsorger der JVA Diez, Manfred Jarmer, einzuladen. Über mitgebrachte Fotos aus der Perspektive hinter den Gefängnismauern eröffnete er den Blick auf vielfältige Nöte, Verzweiflungen und eingeschränktes Leben hinter Gittern. Wie die Insassen mit den Konsequenzen aus ihren Taten und die damit einhergehende Schuld umgehen, schien in seinen Erzählungen über die Begegnungen mit diesen Menschen immer wieder eindrucksvoll durch. Eines blieb in seinem Bericht unmissverständlich: Nach seiner Ansicht steht es keinem Menschen zu, einen anderen Menschen auf Grund seiner Taten umzubringen. Als Christ schon gar nicht.