Projekt Interreligiöse Begegnungsstätte
der Berufsschulklasse BZ 2001
Mai bis Juli 2003 im Religionsunterricht bei Herrn Christoph Weidinger-Vandirk
Nach dem Krieg in Bosnien gab es für Sarajevo den Plan, eine interreligiöse Begegnungsstätte der dort vertretenen Religionsgemeinschaften (katholisches und serbisch-orthodoxes Christentum und Islam) zu errichten. Einer der Gründe für den vergangenen, schrecklichen Krieg war die von Vorurteilen geprägte Wahrnehmung des Anderen. Von einer Begegnungsstätte, die allen drei Religionsgemeinschaften gleichermaßen zugänglich und gestaltet wird, könnten wichtige Impulse für den gerade begonnenen Friedensprozeß ausgehen. Ob aus diesem Projekt etwas geworden ist, ließ sich bislang nicht herausfinden.
Für uns stellt sich die Frage: Wie würde/müßte so ein Begegnungszentrum bei uns aussehen? In einer Umgebung, in der zumindest von Vielen das Christentum aus einer eher säkularen Brille betrachtet wird und der Islam und andere hier vertretene Religionsgemeinschaften eher als geduldete Randerscheinung oder, seit dem 11. September 2001, sogar als Bedrohung wahrgenommen werden?
Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen, die sich dieser Frage stellten, werden im Folgenden vorgestellt.
Gruppe 1: J. Hahn, N. Lohrbach, D. Salzmann, C. Schmidt
Thema: Begegnungsstätte für mehrere Religionen
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Fotos: Weidinger-Vandirk) |
Gruppe 2: M. Kahl, H. Lindner, S. Ochs
Thema: Begegnungstätte für Christen, Juden und Muslime
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Wir möchten nun das Projekt "Modellbau einer interreligiösen Begegnungsstätte" vorstellen.
Um zu großen Komplikationen aus dem Wege zu gehen, haben wir uns auf 3 Religionen eingeschränkt.
Das Christentum, das Judentum & der Islam
Unsere Gruppe ist der Meinung, dass diese in einer Harmonie miteinander leben könnten.
Folgende Dinge waren für uns bei der Planung von Wichtigkeit:
Einer der Hauptaspekte war, dass jede Religion gleichwertig gesehen wird. Das Gebäude haben wir in 3 gleiche Teile geteilt, wo jede Religion seine Eigenheiten verwirklichen kann. Die Kuppel in der Gebäudemitte, bildet das Zentrum der Gemeinschaft aller Religionen. Der äußere Bestandteil des Gebäudes, der die verschiedenen einzelnen Räume symbolisiert, liegt auf einer Ebene. Die Überlegung hierzu war, dass keine der Religionen höher gestellt wird. JEDER IST GLEICH.
Die Kuppel steht hingegen für Gemeinschaft, somit ist sie das Prachtvollste des Gebäudes, das durch die Höhe symbolisiert wird.
Die Symbole die auf den Dächern der Räume hervorrangen, stehen für jede individuelle Identität der Religionen:
- der Stern, steht für das Judentum
- die Kuppel, als Symbol des Islams
- das Kreuz, als Symbol des Christentums
Das Gebäude ist umgeben von einer großen Außenanlage, die einen natürlichen Frieden darstellt.
Das Ziel des Projektes besteht für uns darin, dass die Menschen die Chance besitzen sich und die unterschiedlichen Religion näher kennenzulernen, und somit Vorurteile aus dem Wege geräumt werden können.
Gruppe 3: M. Hammer, S. Mohring, T. Reinert, C. Zander
Thema: Multikulturelle Kneipe mit Restaurant
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Betreff: Multikulturelle Begegnungsstätte
Sehr geehrte Damen und Herren,
Wir möchten Ihnen heute unsere multikulturelle Begegnungsstätte vorstellen. Dabei handele es ich um ein rundes Bauwerk. Wir gehen zuerst auf die Grundform ein. Die Bauart sollte von anderen religiösen Gebäuden abweichen und ist daher individuell gestaltet. Sie besteht aus einem röhrenförmigen Gemeinschaftsraum mit überdachter Terrasse, direkt am Meer gelegen. Das Gebäude befindet sich am Südhang des östlichen Mittelmeeres in der Nähe von Alexandria. Im Innenraum befindet sich ein Restaurant und eine Kneipe. Der Zweck des Gebäudes besteht darin, dass viele Religionen keinen gemeinsamen religiösen Raum nutzen können und sich daher in einem nichtreligiösen Raum treffen sollten, damit Konflikte vermieden werden. Die Nutzung des Gebäudes ist keiner Religion vorbehalten, es kann von jedem benutzt werden, wann er möchte. Wir hoffen, dass es vielfältig benutzt wird, von vielen Religionen.
© 2003 by M. Hammer & C. Zander