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MINT-freundliche Schule

Die Berufsbildende Schule Montabaur darf sich seit dem 10. November 2016 für die nächsten drei Jahre »MINT-freundliche Schule« nennen. 32 Schulen aus Rheinland-Pfalz wurden am 10. November als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet. Davon erhalten 16 Schulen das erste Mal die Auszeichnung und weitere 16 Schulen werden nach dreijähriger erfolgreicher MINT-Profilbildung erneut mit dem Signet »MINT-freundliche Schule« geehrt. Die Schulen wurden für ihre MINT-Schwerpunktsetzung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) heute in Mainz ausgezeichnet.

Die Ehrung der Schulen in Rheinland-Pfalz steht unter der Schirmherrschaft der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig sowie der Kultusministerkonferenz (KMK).

Die »MINT-freundlichen Schulen« werden für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Unternehmen sowie die Öffentlichkeit durch die Ehrung sichtbar und von der Wirtschaft sowie Fach- und Wissensverbänden nicht nur anerkannt, sondern auch besonders unterstützt. Bundesweite Partner (http://www.mintzukunftschaffen.de/partner-der-auszeichnung.html) der Initiative »MINT Zukunft schaffen« zeichnen in Abstimmung mit den Landesarbeitgebervereinigungen und den Bildungswerken der Wirtschaft diejenigen Schulen aus, die bewußt MINT-Schwerpunkte setzen. Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess.
Mehr Informationen gibt es unter
www.mintzukunftschaffen.de

Presseinformation – Manfred-Roth-Stiftung unterstützt die bbsmt

MONTABAUR. Die Fürther Manfred-Roth-Stiftung unterstützt mit einer Spende in Höhe von 1.000 Euro die Arbeit des Förderkreises der Berufsbildenden Schule Montabaur (bbsmt). Der Grund: Sie möchte sowohl das pädagogische Konzept als auch dessen praktische Umsetzung im Unterricht fördern. Der 2010 verstorbene Manfred Roth, der in den 1960er-Jahren das Geschäft seines Vaters zu einer Discounter-Kette umbaute, brachte sein privates Vermögen in eine Stiftung für karitative, pädagogische und wissenschaftliche Zwecke ein. Auf dem Foto überreichen Norma-Verkaufsleiterin Susanne Liebe, Ausbildungsbeauftragte Andrea Joosten und Niederlassungsleiter Rolf Dieter Kirchner den Scheck an Stephan Vogt, Bereichsleiter Wirtschaft und Verwaltung der bbsmt und an Studienrat Sven Söndgen.

Einen Sommer lang – bis die Vögel weiterfliegen …

Die Vernissage der gemeinsamen Ausstellung der Berufsbildenden Schule Montabaur und der Katharina-Kasper-Schule in Wirges fand am 12.06. im Café Vogelhaus statt. Die Schüler/innen und Lehrkräfte haben sich durch Hans Langner, den auch „Birdman“ genannten Künstler, inspirieren lassen. So entstanden zwei Verbindungen zwischen der Ausstellung und dem Ausstellungsort: Inklusion und Vögel. Die Kunst wurde in einer inklusiven Arbeitsgemeinschaft von beeinträchtigten und nicht-beeinträchtigten Schüler/innen gemeinsam geschaffen und wird in einem Café ausgestellt, in dem beeinträchtigte und nicht-beeinträchtigte Menschen zusammenarbeiten. Somit sind bei beiden, der Arbeitsgemeinschaft der Schulen und dem Café gelebte Inklusion zu finden, auch der Name des Cafés, Vogelhaus, passt zu den Bildern und Objekten, die Vögel zum Thema haben.

Frau Meurer, als Leitung des Cafés, und Frau Wieland, die Bürgermeisterin von Montabaur, sprachen Grußworte. Daniela Heidelbeer von der KKS und Sonja Lang von der BBS berichteten von der gemeinsamen Zeit, ebenso wie Schüler/innen beider Schulformen. Musikalisch bereichert wurde die Vernissage durch Anina Keller, Gesang, und Joshua Wagner, Gitarre. Die Schüler/innen der AG trafen sich ein Jahr lang einmal in der Woche, um gemeinsam zu reden, zu lachen und künstlerisch tätig zu sein. Dabei dienten die Werke Hans Langners in Stil und Farbgebung als Vorbild. An erster Stelle stand jedoch das gemeinsame Tun und so sind alle Werke Gemeinschaftswerke. Alle, Schüler/innen und Lehrkräfte, sind sehr stolz auf die Ergebnisse und haben von dieser Zusammenarbeit profitiert und wertvolle Erfahrungen gemacht. Dabei sind die vielen Bilder und Objekte entstanden, die Sie im Café anschauen und auch ersteigern können, der Erlös dient einem guten Zweck.  Bewundern Sie die Bilder und Objekte einen Sommer lang, eben bis die Vögel weiterfliegen. Wir wünschen geflügelte Eindrücke beim Einkehren und Schauen!

Verfasst von Sonja Lang, BBS Montabaur

 

 

Diese Gesellen sind aus gutem Holz geschnitzt

Tischlerinnung gibt Absolventen Briefe und gute Wünsche mit auf den Weg in die berufliche Zukunft

Zu ihrer Freisprechungsfeier hatte die Tischlerinnung Westerwaldkreis neben den Gesellen als Hauptakteuren des Tages auch zahlreiche Ehrengäste ins Keramikmuseum nach Höhr-Grenzhausen eingeladen. In seiner Rede dankte Peter Aller, Lehrlingswart der Tischlerinnung, den Fest- und Ehrengästen für ihr Erscheinen und gratulierte zugleich den neuen Kollegen für die bestandene Gesellenprüfung. Was oft so leicht und mühelos aussehe, sei das Ergebnis jahrelanger Vorbereitung, so Aller weiter. „Für unser Tischler-Handwerk und das Handwerk allgemein ist es heute von großer Bedeutung, gut ausgebildete junge Gesellinnen und Gesellen einstellen zu können“, betonte er.

Thilo Becker, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen, sowie der Vorsitzende Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald, Rudolf Röser, schlossen sich den Glückwünschen an. Es folgte die Verleihung der Gesellenbriefe. Die prüfungsbesten Absolventen Katharina Neeb aus Gebhardshain (Ausbildungsbetrieb: Tischlerei Wünsche GmbH, Nistertal), Jan Herschel aus Attenhausen (Tischlerei Schütz GmbH, Herschbach) und Lukas Christ aus Selters (Huf Haus GmbH & Co. KG, Hartenfels) erhielten Präsente für ihre hervorragenden Leistungen.

Die Gesellenprüfung im Ausbildungsberuf Tischler haben bestanden: Lukas Christ aus Selters (Ausbildungsbetrieb Huf Haus GmbH & Co. KG, Hartenfels), Nils Conradi aus Vielbach (Huf Haus GmbH & Co. KG, Hartenfels), Philipp Enders aus Wissen (Tischlerei Wünsche GmbH aus Nistertal), Vadim Gerdt aus Dierdorf (Huf Haus GmbH & Co. KG, Hartenfels), Justin Hanney aus Ruppenrod-Isselbach (Tischlermeister Markus Renzel, Nentershausen), Simon Heibel aus Nentershausen (Flügel Objekteinrichtungen, Girod), Jan Herschel aus Attenhausen (Tischlerei Schütz GmbH, Herschbach), René Jung aus Niedersayn (Tischlermeister Gerhard Schwickert, Ötzingen), Lenard Julius Ludwig aus Michelbach (Huf Haus GmbH & Co. KG, Hartenfels), Robin Menke aus Urbach (Tischlerei Neuhaus GmbH, Selters), Jakob Mey aus Selters (Tischlerei Schütz GmbH, Herschbach), Katharina Neeb aus Gebhardshain (Tischlerei Wünsche GmbH, Nistertal), Felix Pfeiffer aus Heimborn (Tischlermeister Markus Windhagen, Hachenburg), Nick Reitmaier aus Freirachdorf (Tischlermeister Axel Mende, Selters), Leon Spohr aus Großmaischeid (Tischlerei Neuhaus GmbH, Selters) und Mirko Stahl aus Berod (Tischlermeister Markus Löhr, Höchstenbach).

Westerwälder Zeitung vom Donnerstag, 10. August 2017

Sie haben die Fachhochschulreife

Die BBS Montabaur freut sich über 27 Absolventen

Nach einem Jahr Besuch der Berufsoberschule I an der Berufsbildenden Schule (BBS) Montabaur haben vor Kurzem 27 Schüler die Prüfungen für die Fachhochschulreife bestanden. Und das sind die erfolgreichen Absolventen der Fachrichtung Technik im Überblick. Es handelt sich um Muhammed Agman (Wallmerod), Sandro Anschütz (Nentershausen), Nick Beringer (Leuterod), Benedikt Dupp (Oberelbert), Sandro Güth (Rennerod), Benedikt Herbst (Sessenhausen), Dominic Koch (Weltersburg), Christopher Kratz (Niederahr), Leonard Karl Meurer (Großholbach), Jana Sollbach (Ransbach-Baumbach) und Nico Wussow (Wirges).

Aus der Fachrichtung Wirtschaft haben folgende Frauen und Männer jetzt die Fachhochschulreife in der Tasche: Jenny Arnold (Brubbach), Mario Botta (Boden), Nico Hartmann (Helferskirchen), Andrea Hofmann (Montabaur), Bettina Justus (Oberroßbach), Nina Kleppel (Wallmerod), Rebecca Korb (Sessenbach), Steven Leinweber (Welschneudorf) Vanessa Mazlum (Ransbach-Baumbach), Willy Neumann (Großholbach), Karin Nuss (Rennerod), Manuel Pisani (Berod) Jonas Rudersdorf (Girkenroth), Kiara Sophie Spannenkrebs (Berod), Kristina Waldschmidt (Höhr-Grenzhausen) und Dominik Wolf (Heiligenroth).

Westerwälder Zeitung vom Dienstag, 4. Juli 2017, Seite 17

Gesellen bei den Bäckern

Freisprechung ist in Niederahr erfolgt

Der Obermeister der Bäckerinnung Rhein-Westerwald, Hubert Quirmbach aus Hundsangen, hat jetzt mit 13 jungen Bäckern den Abschied vom Lehrlings-Dasein und den Übertritt ins Gesellenleben im Rahmen einer Freisprechungsfeier in Niederahr. Dabei betonte der Obermeister, dass handwerkliches Können, Ausdauer und Leistungswille Garanten einer gesicherten Zukunft sind und nur eine qualifizierte Fachkraft auf dem Arbeitsmarkt bestehen kann.

Die Prüfung zum Bäcker bestanden (in Klammern der Ausbildungsbetrieb): Ipek Alici, Westerburg (Rudolf Jung & Co, Westerburg), Kevin Hehl, Bendorf (Bäckerei Geisen, Neuwied), Sebastian Kremer, Montabaur (Christoph Marx, Montabaur), Niko Michels, Westerburg-Giershausen (Rudolf Jung & Co, Westerburg), Pascal Quadt, Waldbreitbach (Joachim Schmidt, Waldbreitbach), Sabine Rixner, Seelbach (Heinz Willi Grund GmbH, Höchstenbach), Josephine Schuster, St. Katharinen (Thomas Hamacher, Erpel), Laura Seyffert, Nauort (Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft, Montabaur), Marc-Rolf Stötzel, Kirchen (Mario Stötzel, Kirchen), Marcel Weilnau, Niederhofen (Marc Crede, Großmaischeid), David-Joshua Wiegand, Niederroßbach (Rudolf Jung & Co, Westerburg), Max Zierdt, Melsbach (Torsten Burkhardt, Willroth), Claudia Zymny, Höhr-Grenzhausen (Christian Sand, Höhr-Grenzhausen). Es gab ein Sonderlob für die Prüfungsbeste Josephine Schuster aus St. Katharinen und allgemeine Freude über die Aushändigung des Gesellenbriefes beim anschließenden gemütlichen Beisammensitzen. hh

Westerwälder Zeitung vom Freitag, 7. Juli 2017, Seite 19

Büromanager wurden verabschiedet

15 Schüler der Höheren Berufsfachschule Organisation und Officemanagement der Berufsbildenden Schule (BBS) Montabaur haben ihre Zeugnisse erhalten. Die Übergabe fand bei einer Feier statt.

Folgende Absolventen haben den beruflichen Abschluss „Assistent/in für Organisation und Officemanagement“ in Verbindung mit dem schulischen Teil der Fachhochschulreife erworben: Ailien Adolf (Siershahn), Anita Albrecht (Heiligenroth), Miguel Arenz (Daubach), Marcel Bukowski (Sessenhausen), Daniel Christmann (Hillscheid), Lea Eulberg (Nauort), Robert Garibian (Nordhofen), Vanessa Lupo (Ötzingen), Saskia Schlau (Isselbach), Leon Schmidt (Montabaur), Vera Sviridova (Montabaur), Janis Volkmann (Montabaur). Emre Kilic (Wallmerod) hat den schulischen Teil der Fachhochschulreife erworben. Elif Alici (Dreikirchen) und Mufail Salja (Ebernhahn) haben den Bildungsgang mit dem beruflichen Abschluss „Assistent/in für Organisation und Officemanagement“ abgeschlossen. Die zweijährige Höhere Berufsfachschule Organisation und Officemanagement etabliert sich zunehmend als Möglichkeit für Schüler mit qualifiziertem Sekundarabschluss I. Auch für das Schuljahr 2017/2018 verzeichnet die BBS hohe Anmeldezahlen.

Westerwälder Zeitung vom Freitag, 7. Juli 2017, Seite 13

Abschluss am Beruflichen Gymnasium

79 junge Menschen in Montabaur am Start in neuen Lebensabschnitt

Mit dem Erreichen der allgemeinen Hochschulreife beginnt für die 79 Abiturienten der beiden Zweige des Beruflichen Gymnasiums an der Berufsbildenden Schule Montabaur ein neuer Lebensabschnitt. Der Verleihung der Abitur-Zeugnisse ging ein ökumenischer Gottesdienst in der Kirche St. Peter in Ketten in Montabaur voran. Die anschließende Zeugnisübergabe in der Stadthalle Haus Mons Tabor bildete den Höhepunkt der Feierlichkeiten. In diesem Rahmen wurden auch ganz besondere Leistungen geehrt. Mit einer Urkunde des Landrats wurde Wiebke Becker für die beste Abiturprüfung des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft ausgezeichnet (Notendurchschnitt 1,9). Für das Berufliche Gymnasium Gesundheit/Soziales erhielt Franziska Stendebach die Auszeichnung für die beste Abiturprüfung (Notendurchschnitt 1,3) und durfte die Urkunde des Landrats in Empfang nehmen.

Folgende Schüler haben das Abitur an der Berufsbildenden Schule in Montabaur erfolgreich bestanden: Mehwish Abbas (Montabaur), Theresa Altmann (Niederelbert), Kevser Aydin (Selters), Jerome Bach (Ransbach-Baumbach), Lea Bamberger (Holler), Laura Becker (Heilberscheid), Wiebke Becker (Oberelbert), Tobias Blankenagel (Ellenhausen), Maximilian Breibach (Stahlhofen), Anica Breiden (Leuterod), Lisa-Marie Brennecke (Hilgert), Laura Francesca Brühl (Montabaur), Darleen Brüll (Hundsangen), Michael Bruns (Schenkelberg), Valentina Buccoliero (Wirges), Ronja Burmeister (Hömberg), Leona Dittrich (Arzbach), Jorina Drygalla (Weidenhahn), Lena Gnodtke (Selters), Ella-Mira Gollan (Montabaur), Kristina Gorgas (Oberelbert), Nils Grieger (Oberhaid), Natascha Grün (Deesen), Sascha Haas (Wirges), Laura-Jane Hehl (Ransbach-Baumbach), Rebecca Helbach (Montabaur), Rebecca Hoelke (Oberahr), Nicole Hoffmann (Obererbach), Nadja Hommrich (Boden), Janis Hufmann (Dernbach), Aylin Kaya (Welschneudorf), Erwin Keller (Wittgert), Marian Kilian (Montabaur), Daniel Kitke (Hillscheid), Noemi Klein (Koblenz), Jenny Kleppel (Wallmerod), Katharina Koch (Maxsein), Annastasia Krimbel (Siershahn), Joshua Krumm (Selters), Moritz Letschert (Wirges), Celina Lippmann (Kadenbach), Katharina Lopp (Montabaur), Sophia Lörsch (Großholbach), Alexander Lust (Montabaur), Selina Lützel (Heiligenroth),Susanne Malcherczyk (Selters), Tara Mona Malik (Großholbach), Anton Mensch (Niedererbach), Simon Mersteiner (Meudt), Elena Minnig (Sessenhausen), Martina Mohr (Hahn), Emily Nolden (Hilgert), Theresa Petri (Isselbach), Kimberley Remy (Herschbach/Selters), Julia Renkas (Großholbach), Lea-Michelle Ruster (Montabaur), Sarah Sophie Sauer (Eitelborn), Nina Schaaf (Höhr-Grenzhausen), Helena-Maria Schäfer (Niederahr), Lea Scherbarth (Marienrachdorf), Annika Schmidt (Ötzingen), Marie Sehner (Niederahr), Jasmin Speier (Hillscheid), Franziska Stendebach (Montabaur), Nico Strödter (Rückeroth), Philipp Strüder (Hartenfels), Seyfullah Tan (Siershahn), Ann-Kathrin Thiele (Köln), Sofia Tossiou (Sessenbach), Tunahan Tütüncü (Herschbach), Martin Weber (Ransbach-Baumbach), Florian Weimer (Berod), Annalena Wick (Herschbach), Katharina Wittmann (Wirges), Celine Wörsdörfer (Ruppach-Goldhausen), Eyyüp Yalama (Wirges), Kristina Zeh (Neuhäusel), Sabrina Zekic (Montabaur) und Alexandra Zimmermann (Bannberscheid).

Westerwälder Zeitung vom Montag, 3. Juli 2017, Seite 18

Wie Erblindung das Leben verändert

Betroffene schildern Schüler der BBS Montabaur ihren Alltag mit einer Sehbehinderung

Ein Gesichtsfeld, das sich immer weiter einschränkt – bis hin zur Blindheit. Das erleben Birgit Killian und Petra Hannappel aufgrund der Erbkrankheit Retinitis Pigmentosa. Bei dieser Krankheit schrumpft das Sehvermögen immer weiter, die Erblindung kommt in Schüben. Seit einem Schub im vergangenen Jahr kann Birgit Killian nicht mehr lesen, hell und dunkel kann sie allerdings noch unterscheiden. Petra Hannappel kann noch lesen, ihr Gesichtsfeld ist von 180 Grad, wie es normal Sehende haben, auf ungefähr fünf Grad geschrumpft. Deshalb hat sie Ende 2015 auch aufhören müssen zu arbeiten. „Ich war Altenpflegerin“, erzählt sie. „Es ist sehr schade, dass ich den Beruf nicht mehr ausüben kann, aber auch verständlich.“ Man kann die Wehmut in ihrer Stimme erkennen, als sie den Schülern der BBS in Montabaur ihre Geschichte erzählt. Trotz der schweren Erlebnisse und der Herausforderung, auf einmal immer weniger zu sehen, erklären die beiden Frauen mit viel Geduld und Offenheit ihre Situationen, um für das Thema Blindheit und den Umgang mit Betroffenen im Alltag zu sensibilisieren.

Die beiden Frauen sind im Vorstand des Blinden- und Sehbehindertenvereins Westerwald-Rhein-Lahn tätig und besuchen in dieser Woche die Schüler in Montabaur. Mit dabei sind Killians zwei Blindenhunde Conny und Sarah, die ihr im Alltag zur Seite stehen. Die beiden Golden Retriever liegen brav zu den Füßen der zwei Frauen, die den Schülern erklären, wie sie ihren Alltag bewältigen, vor welchen Hürden sie täglich stehen und welche Hilfsmittel es für sie gibt.

Die Tiere haben es den Schülern besonders angetan. Birgit Killian erklärt, dass eine Blindenhundeausbildung etwa 20 000 Euro kostet, welche Kommandos die Hunde verstehen und wie sie sie ausgesucht hat. Doch die Hunde sind nicht die einzigen Hilfen, die die Schüler begutachten können. Die Taschen der beiden Frauen füllen auch Spielkarten in Blindenschrift sowie ein Würfel zum Tasten. Auch eine Brille, die das verbliebene Sehvermögen Hannappels simuliert, haben sie mitgebracht. Sie erzählen Anekdoten aus ihrer Zeit, als sie sich an das schrumpfende Sehvermögen gewöhnen mussten, und erklären, wie man im Alltag helfen kann. Besonders wichtig sei es, dass Außenstehende immer zuerst fragen, ob sie helfen können, und sie nicht einfach die sehbehinderte Person über die Straße ziehen, obwohl sie die Straße vielleicht überhaupt nicht überqueren wolle. „Wir möchten ja auch ein selbstbestimmtes Leben führen“, sagt Killian. „Aber wenn jemand Hilfe anbietet, freuen sich die meisten schon.“

Im Voraus hatten die Schüler bereits im Unterricht Regeln im Umgang mit Sehbehinderten erarbeitet und das Blindsein einmal selbst simuliert. Auch einige Fragen hatten sie den beiden Frauen geschickt, die von der Geschichte des Erblindens bis hin zur Alltagsbewältigung reichten. Die Schüler und Lehrerinnen durften sich über viel Offenheit, Herzlichkeit und Ehrlichkeit seitens der Gäste beim Beantworten der Fragen freuen.

Für die Zukunft wünscht sich Birgit Killian, dass die Stadt Montabaur und der Straßenverkehr barrierefrei werden. Zwar gibt es seit Kurzem ein Leitsystem und blindengerechte, sogenannte taktile Ampeln, doch gibt es immer noch Kreuzungen und Kreisel, die sogar für Sehende sehr schwer zu überqueren seien, und für Blinde eine besondere Herausforderung darstellen. Mehr Zebrastreifen und andere Hilfen wären besonders hier wünschenswert und notwendig, um die Sicherheit, auch von sehbehinderten Personen, im Straßenverkehr zu gewährleisten. Als Dankeschön für die Offenheit und Geduld gab es von den Schülern außerdem ein kleines Geschenk, und auch die Hunde wurden mit einer großen Portion Leckerchen aus dem Klassenraum entlassen.

Westerwälder Zeitung vom Freitag, 30. Juni 2017, Seite 19

Schüler haben tolle Geschäftsideen

Existenzgründer-Planspiel zeichnet wieder junge Unternehmer aus

Ein Unternehmenskonzept vorstellen, inklusive Internetseite und Konkurrenzkalkulation – vor dieser Aufgabe standen nun bereits im vierten Jahr die Zwölftklässler des Wirtschaftszweigs der BBS Montabaur, die das Projekt in Gruppen von drei bis sechs Schülern angingen. Am Dienstag wurden die drei besten virtuellen Geschäftsideen von der Sparkasse Westerwald-Sieg ausgezeichnet. Seit Herbst vergangenen Jahres hatten die neun Gruppen an ihren Ideen gefeilt.

Den ersten Platz, der mit 150 Euro dotiert ist, belegte das Team „Fohrdenker“, bestehend aus Martin Friedrich, Michael Schmidt, Lukas Gombert und Leon Lesser. Sie stellten ein Konzept für betreutes Wohnen in ländlichen Regionen vor. Damit griffen sie ein sehr aktuelles Thema auf: Ältere Menschen, die in ihren Häusern in den Heimatdörfern wohnen bleiben möchten, anstatt in ein Altersheim in die Stadt zu ziehen. Ihr Konzept sieht hier eine Art Alterswohngemeinschaft mit Betreuung vor. 150 Euro für den zweiten Platz erhielten Luisa Hild, Hannah Blettenberg und Franziska Wigge als Team „MZA – Das Wohnzentrum der Zukunft“. Ihre Geschäftsidee sieht eine Wohngemeinschaft mit Menschen mit und ohne Behinderung vor. Es soll eine Symbiose aus den beiden Parteien geschaffen werden. Der Alltag wie Kochen oder Führen des Haushalts soll von allen gemeinsam erledigt werden. So sollen die Inklusion verbessert und für alle Vorteile erzielt werden. Für die Mädchen stand hierbei vor allem der soziale Aspekt im Vordergrund.

Dem Problem, dass Elektroautos oft zu kurze Strecken zurücklegen können und lange Ladezeiten an Tankstellen haben, widmete sich die Gruppe „Feweo“. Philipp Andre, Pascal Finze, Ronja Hinrichs, Philine Holzenthal und Jan Steuder schlugen ein Konzept vor, bei dem Fahrer von Elektroautos an Tankstellen ihre leeren Akkus gegen volle eintauschen können: Eine Art Pfandsystem, durch das die Fahrer nach dem Akkuwechsel direkt weiterfahren können. Für diese fortschrittliche Idee erhielten sie 100 Euro.

Auch die betreuenden Lehrer, Eberhard Kirchner und Daniel Rath, unterstützen das Projekt gerne. „Das ist eine tolle Übung, so praktisch, wie es an einer Schule eben möglich ist“, betont Kirchner. Auch in den Lehrplan passt das Planspiel, da in der zwölften Klasse Marketing durchgenommen wird. Bei dem Wettbewerb können die Schüler mit dem Erstellen des eigenen Marketingplans tätig werden. Seit 1999 gibt es den Schülerwettbewerb, der eine Kategorie des Deutschen Gründerpreises ist. Die Sparkassen, Stern, zdf und Porsche rufen zu Kreativität und Unternehmergeist auf. Seit Beginn haben bereits 78 000 Schüler an dem Wettbewerb teilgenommen.

Birka Kallenbach

Westerwälder Zeitung vom Donnerstag, 8. Juni 2017, Seite 14

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