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Sie haben die Fachhochschulreife

Die BBS Montabaur freut sich über 27 Absolventen

Nach einem Jahr Besuch der Berufsoberschule I an der Berufsbildenden Schule (BBS) Montabaur haben vor Kurzem 27 Schüler die Prüfungen für die Fachhochschulreife bestanden. Und das sind die erfolgreichen Absolventen der Fachrichtung Technik im Überblick. Es handelt sich um Muhammed Agman (Wallmerod), Sandro Anschütz (Nentershausen), Nick Beringer (Leuterod), Benedikt Dupp (Oberelbert), Sandro Güth (Rennerod), Benedikt Herbst (Sessenhausen), Dominic Koch (Weltersburg), Christopher Kratz (Niederahr), Leonard Karl Meurer (Großholbach), Jana Sollbach (Ransbach-Baumbach) und Nico Wussow (Wirges).

Aus der Fachrichtung Wirtschaft haben folgende Frauen und Männer jetzt die Fachhochschulreife in der Tasche: Jenny Arnold (Brubbach), Mario Botta (Boden), Nico Hartmann (Helferskirchen), Andrea Hofmann (Montabaur), Bettina Justus (Oberroßbach), Nina Kleppel (Wallmerod), Rebecca Korb (Sessenbach), Steven Leinweber (Welschneudorf) Vanessa Mazlum (Ransbach-Baumbach), Willy Neumann (Großholbach), Karin Nuss (Rennerod), Manuel Pisani (Berod) Jonas Rudersdorf (Girkenroth), Kiara Sophie Spannenkrebs (Berod), Kristina Waldschmidt (Höhr-Grenzhausen) und Dominik Wolf (Heiligenroth).

Westerwälder Zeitung vom Dienstag, 4. Juli 2017, Seite 17

Gesellen bei den Bäckern

Freisprechung ist in Niederahr erfolgt

Der Obermeister der Bäckerinnung Rhein-Westerwald, Hubert Quirmbach aus Hundsangen, hat jetzt mit 13 jungen Bäckern den Abschied vom Lehrlings-Dasein und den Übertritt ins Gesellenleben im Rahmen einer Freisprechungsfeier in Niederahr. Dabei betonte der Obermeister, dass handwerkliches Können, Ausdauer und Leistungswille Garanten einer gesicherten Zukunft sind und nur eine qualifizierte Fachkraft auf dem Arbeitsmarkt bestehen kann.

Die Prüfung zum Bäcker bestanden (in Klammern der Ausbildungsbetrieb): Ipek Alici, Westerburg (Rudolf Jung & Co, Westerburg), Kevin Hehl, Bendorf (Bäckerei Geisen, Neuwied), Sebastian Kremer, Montabaur (Christoph Marx, Montabaur), Niko Michels, Westerburg-Giershausen (Rudolf Jung & Co, Westerburg), Pascal Quadt, Waldbreitbach (Joachim Schmidt, Waldbreitbach), Sabine Rixner, Seelbach (Heinz Willi Grund GmbH, Höchstenbach), Josephine Schuster, St. Katharinen (Thomas Hamacher, Erpel), Laura Seyffert, Nauort (Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft, Montabaur), Marc-Rolf Stötzel, Kirchen (Mario Stötzel, Kirchen), Marcel Weilnau, Niederhofen (Marc Crede, Großmaischeid), David-Joshua Wiegand, Niederroßbach (Rudolf Jung & Co, Westerburg), Max Zierdt, Melsbach (Torsten Burkhardt, Willroth), Claudia Zymny, Höhr-Grenzhausen (Christian Sand, Höhr-Grenzhausen). Es gab ein Sonderlob für die Prüfungsbeste Josephine Schuster aus St. Katharinen und allgemeine Freude über die Aushändigung des Gesellenbriefes beim anschließenden gemütlichen Beisammensitzen. hh

Westerwälder Zeitung vom Freitag, 7. Juli 2017, Seite 19

Büromanager wurden verabschiedet

15 Schüler der Höheren Berufsfachschule Organisation und Officemanagement der Berufsbildenden Schule (BBS) Montabaur haben ihre Zeugnisse erhalten. Die Übergabe fand bei einer Feier statt.

Folgende Absolventen haben den beruflichen Abschluss „Assistent/in für Organisation und Officemanagement“ in Verbindung mit dem schulischen Teil der Fachhochschulreife erworben: Ailien Adolf (Siershahn), Anita Albrecht (Heiligenroth), Miguel Arenz (Daubach), Marcel Bukowski (Sessenhausen), Daniel Christmann (Hillscheid), Lea Eulberg (Nauort), Robert Garibian (Nordhofen), Vanessa Lupo (Ötzingen), Saskia Schlau (Isselbach), Leon Schmidt (Montabaur), Vera Sviridova (Montabaur), Janis Volkmann (Montabaur). Emre Kilic (Wallmerod) hat den schulischen Teil der Fachhochschulreife erworben. Elif Alici (Dreikirchen) und Mufail Salja (Ebernhahn) haben den Bildungsgang mit dem beruflichen Abschluss „Assistent/in für Organisation und Officemanagement“ abgeschlossen. Die zweijährige Höhere Berufsfachschule Organisation und Officemanagement etabliert sich zunehmend als Möglichkeit für Schüler mit qualifiziertem Sekundarabschluss I. Auch für das Schuljahr 2017/2018 verzeichnet die BBS hohe Anmeldezahlen.

Westerwälder Zeitung vom Freitag, 7. Juli 2017, Seite 13

Abschluss am Beruflichen Gymnasium

79 junge Menschen in Montabaur am Start in neuen Lebensabschnitt

Mit dem Erreichen der allgemeinen Hochschulreife beginnt für die 79 Abiturienten der beiden Zweige des Beruflichen Gymnasiums an der Berufsbildenden Schule Montabaur ein neuer Lebensabschnitt. Der Verleihung der Abitur-Zeugnisse ging ein ökumenischer Gottesdienst in der Kirche St. Peter in Ketten in Montabaur voran. Die anschließende Zeugnisübergabe in der Stadthalle Haus Mons Tabor bildete den Höhepunkt der Feierlichkeiten. In diesem Rahmen wurden auch ganz besondere Leistungen geehrt. Mit einer Urkunde des Landrats wurde Wiebke Becker für die beste Abiturprüfung des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft ausgezeichnet (Notendurchschnitt 1,9). Für das Berufliche Gymnasium Gesundheit/Soziales erhielt Franziska Stendebach die Auszeichnung für die beste Abiturprüfung (Notendurchschnitt 1,3) und durfte die Urkunde des Landrats in Empfang nehmen.

Folgende Schüler haben das Abitur an der Berufsbildenden Schule in Montabaur erfolgreich bestanden: Mehwish Abbas (Montabaur), Theresa Altmann (Niederelbert), Kevser Aydin (Selters), Jerome Bach (Ransbach-Baumbach), Lea Bamberger (Holler), Laura Becker (Heilberscheid), Wiebke Becker (Oberelbert), Tobias Blankenagel (Ellenhausen), Maximilian Breibach (Stahlhofen), Anica Breiden (Leuterod), Lisa-Marie Brennecke (Hilgert), Laura Francesca Brühl (Montabaur), Darleen Brüll (Hundsangen), Michael Bruns (Schenkelberg), Valentina Buccoliero (Wirges), Ronja Burmeister (Hömberg), Leona Dittrich (Arzbach), Jorina Drygalla (Weidenhahn), Lena Gnodtke (Selters), Ella-Mira Gollan (Montabaur), Kristina Gorgas (Oberelbert), Nils Grieger (Oberhaid), Natascha Grün (Deesen), Sascha Haas (Wirges), Laura-Jane Hehl (Ransbach-Baumbach), Rebecca Helbach (Montabaur), Rebecca Hoelke (Oberahr), Nicole Hoffmann (Obererbach), Nadja Hommrich (Boden), Janis Hufmann (Dernbach), Aylin Kaya (Welschneudorf), Erwin Keller (Wittgert), Marian Kilian (Montabaur), Daniel Kitke (Hillscheid), Noemi Klein (Koblenz), Jenny Kleppel (Wallmerod), Katharina Koch (Maxsein), Annastasia Krimbel (Siershahn), Joshua Krumm (Selters), Moritz Letschert (Wirges), Celina Lippmann (Kadenbach), Katharina Lopp (Montabaur), Sophia Lörsch (Großholbach), Alexander Lust (Montabaur), Selina Lützel (Heiligenroth),Susanne Malcherczyk (Selters), Tara Mona Malik (Großholbach), Anton Mensch (Niedererbach), Simon Mersteiner (Meudt), Elena Minnig (Sessenhausen), Martina Mohr (Hahn), Emily Nolden (Hilgert), Theresa Petri (Isselbach), Kimberley Remy (Herschbach/Selters), Julia Renkas (Großholbach), Lea-Michelle Ruster (Montabaur), Sarah Sophie Sauer (Eitelborn), Nina Schaaf (Höhr-Grenzhausen), Helena-Maria Schäfer (Niederahr), Lea Scherbarth (Marienrachdorf), Annika Schmidt (Ötzingen), Marie Sehner (Niederahr), Jasmin Speier (Hillscheid), Franziska Stendebach (Montabaur), Nico Strödter (Rückeroth), Philipp Strüder (Hartenfels), Seyfullah Tan (Siershahn), Ann-Kathrin Thiele (Köln), Sofia Tossiou (Sessenbach), Tunahan Tütüncü (Herschbach), Martin Weber (Ransbach-Baumbach), Florian Weimer (Berod), Annalena Wick (Herschbach), Katharina Wittmann (Wirges), Celine Wörsdörfer (Ruppach-Goldhausen), Eyyüp Yalama (Wirges), Kristina Zeh (Neuhäusel), Sabrina Zekic (Montabaur) und Alexandra Zimmermann (Bannberscheid).

Westerwälder Zeitung vom Montag, 3. Juli 2017, Seite 18

Wie Erblindung das Leben verändert

Betroffene schildern Schüler der BBS Montabaur ihren Alltag mit einer Sehbehinderung

Ein Gesichtsfeld, das sich immer weiter einschränkt – bis hin zur Blindheit. Das erleben Birgit Killian und Petra Hannappel aufgrund der Erbkrankheit Retinitis Pigmentosa. Bei dieser Krankheit schrumpft das Sehvermögen immer weiter, die Erblindung kommt in Schüben. Seit einem Schub im vergangenen Jahr kann Birgit Killian nicht mehr lesen, hell und dunkel kann sie allerdings noch unterscheiden. Petra Hannappel kann noch lesen, ihr Gesichtsfeld ist von 180 Grad, wie es normal Sehende haben, auf ungefähr fünf Grad geschrumpft. Deshalb hat sie Ende 2015 auch aufhören müssen zu arbeiten. „Ich war Altenpflegerin“, erzählt sie. „Es ist sehr schade, dass ich den Beruf nicht mehr ausüben kann, aber auch verständlich.“ Man kann die Wehmut in ihrer Stimme erkennen, als sie den Schülern der BBS in Montabaur ihre Geschichte erzählt. Trotz der schweren Erlebnisse und der Herausforderung, auf einmal immer weniger zu sehen, erklären die beiden Frauen mit viel Geduld und Offenheit ihre Situationen, um für das Thema Blindheit und den Umgang mit Betroffenen im Alltag zu sensibilisieren.

Die beiden Frauen sind im Vorstand des Blinden- und Sehbehindertenvereins Westerwald-Rhein-Lahn tätig und besuchen in dieser Woche die Schüler in Montabaur. Mit dabei sind Killians zwei Blindenhunde Conny und Sarah, die ihr im Alltag zur Seite stehen. Die beiden Golden Retriever liegen brav zu den Füßen der zwei Frauen, die den Schülern erklären, wie sie ihren Alltag bewältigen, vor welchen Hürden sie täglich stehen und welche Hilfsmittel es für sie gibt.

Die Tiere haben es den Schülern besonders angetan. Birgit Killian erklärt, dass eine Blindenhundeausbildung etwa 20 000 Euro kostet, welche Kommandos die Hunde verstehen und wie sie sie ausgesucht hat. Doch die Hunde sind nicht die einzigen Hilfen, die die Schüler begutachten können. Die Taschen der beiden Frauen füllen auch Spielkarten in Blindenschrift sowie ein Würfel zum Tasten. Auch eine Brille, die das verbliebene Sehvermögen Hannappels simuliert, haben sie mitgebracht. Sie erzählen Anekdoten aus ihrer Zeit, als sie sich an das schrumpfende Sehvermögen gewöhnen mussten, und erklären, wie man im Alltag helfen kann. Besonders wichtig sei es, dass Außenstehende immer zuerst fragen, ob sie helfen können, und sie nicht einfach die sehbehinderte Person über die Straße ziehen, obwohl sie die Straße vielleicht überhaupt nicht überqueren wolle. „Wir möchten ja auch ein selbstbestimmtes Leben führen“, sagt Killian. „Aber wenn jemand Hilfe anbietet, freuen sich die meisten schon.“

Im Voraus hatten die Schüler bereits im Unterricht Regeln im Umgang mit Sehbehinderten erarbeitet und das Blindsein einmal selbst simuliert. Auch einige Fragen hatten sie den beiden Frauen geschickt, die von der Geschichte des Erblindens bis hin zur Alltagsbewältigung reichten. Die Schüler und Lehrerinnen durften sich über viel Offenheit, Herzlichkeit und Ehrlichkeit seitens der Gäste beim Beantworten der Fragen freuen.

Für die Zukunft wünscht sich Birgit Killian, dass die Stadt Montabaur und der Straßenverkehr barrierefrei werden. Zwar gibt es seit Kurzem ein Leitsystem und blindengerechte, sogenannte taktile Ampeln, doch gibt es immer noch Kreuzungen und Kreisel, die sogar für Sehende sehr schwer zu überqueren seien, und für Blinde eine besondere Herausforderung darstellen. Mehr Zebrastreifen und andere Hilfen wären besonders hier wünschenswert und notwendig, um die Sicherheit, auch von sehbehinderten Personen, im Straßenverkehr zu gewährleisten. Als Dankeschön für die Offenheit und Geduld gab es von den Schülern außerdem ein kleines Geschenk, und auch die Hunde wurden mit einer großen Portion Leckerchen aus dem Klassenraum entlassen.

Westerwälder Zeitung vom Freitag, 30. Juni 2017, Seite 19

Schüler haben tolle Geschäftsideen

Existenzgründer-Planspiel zeichnet wieder junge Unternehmer aus

Ein Unternehmenskonzept vorstellen, inklusive Internetseite und Konkurrenzkalkulation – vor dieser Aufgabe standen nun bereits im vierten Jahr die Zwölftklässler des Wirtschaftszweigs der BBS Montabaur, die das Projekt in Gruppen von drei bis sechs Schülern angingen. Am Dienstag wurden die drei besten virtuellen Geschäftsideen von der Sparkasse Westerwald-Sieg ausgezeichnet. Seit Herbst vergangenen Jahres hatten die neun Gruppen an ihren Ideen gefeilt.

Den ersten Platz, der mit 150 Euro dotiert ist, belegte das Team „Fohrdenker“, bestehend aus Martin Friedrich, Michael Schmidt, Lukas Gombert und Leon Lesser. Sie stellten ein Konzept für betreutes Wohnen in ländlichen Regionen vor. Damit griffen sie ein sehr aktuelles Thema auf: Ältere Menschen, die in ihren Häusern in den Heimatdörfern wohnen bleiben möchten, anstatt in ein Altersheim in die Stadt zu ziehen. Ihr Konzept sieht hier eine Art Alterswohngemeinschaft mit Betreuung vor. 150 Euro für den zweiten Platz erhielten Luisa Hild, Hannah Blettenberg und Franziska Wigge als Team „MZA – Das Wohnzentrum der Zukunft“. Ihre Geschäftsidee sieht eine Wohngemeinschaft mit Menschen mit und ohne Behinderung vor. Es soll eine Symbiose aus den beiden Parteien geschaffen werden. Der Alltag wie Kochen oder Führen des Haushalts soll von allen gemeinsam erledigt werden. So sollen die Inklusion verbessert und für alle Vorteile erzielt werden. Für die Mädchen stand hierbei vor allem der soziale Aspekt im Vordergrund.

Dem Problem, dass Elektroautos oft zu kurze Strecken zurücklegen können und lange Ladezeiten an Tankstellen haben, widmete sich die Gruppe „Feweo“. Philipp Andre, Pascal Finze, Ronja Hinrichs, Philine Holzenthal und Jan Steuder schlugen ein Konzept vor, bei dem Fahrer von Elektroautos an Tankstellen ihre leeren Akkus gegen volle eintauschen können: Eine Art Pfandsystem, durch das die Fahrer nach dem Akkuwechsel direkt weiterfahren können. Für diese fortschrittliche Idee erhielten sie 100 Euro.

Auch die betreuenden Lehrer, Eberhard Kirchner und Daniel Rath, unterstützen das Projekt gerne. „Das ist eine tolle Übung, so praktisch, wie es an einer Schule eben möglich ist“, betont Kirchner. Auch in den Lehrplan passt das Planspiel, da in der zwölften Klasse Marketing durchgenommen wird. Bei dem Wettbewerb können die Schüler mit dem Erstellen des eigenen Marketingplans tätig werden. Seit 1999 gibt es den Schülerwettbewerb, der eine Kategorie des Deutschen Gründerpreises ist. Die Sparkassen, Stern, zdf und Porsche rufen zu Kreativität und Unternehmergeist auf. Seit Beginn haben bereits 78 000 Schüler an dem Wettbewerb teilgenommen.

Birka Kallenbach

Westerwälder Zeitung vom Donnerstag, 8. Juni 2017, Seite 14

Ausstellung „Naturraum Wald – vertraut, vielfältig, verletzlich“ zu Gast bei der SGD Nord

Dr. Ulrich Kleemann, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, eröffnete heute zusammen mit Vertretern der Anne-Frank-Realschule plus (AFRS+) Montabaur, der Berufsbildenden Schule (BBS) Montabaur, der Katharina-Kasper-Schule (KKS) Wirges und der Waldschule Montabaur/Horressen die Ausstellung „Naturraum Wald – vertraut, vielfältig, verletzlich“ in der SGD Nord in Koblenz.  Bei der Ausstellung handelt es sich um ein schulartübergreifendes Kunstprojekt, bei dem die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 4 bis 12 ihre kreativen Ideen zum Thema „Naturraum Wald“ präsentieren. Ein besonderes Highlight der Ausstellung ist ein dreidimensionaler Wunschbaum aus Holz, der seine Betrachter zum Verweilen, Nachdenken und Mitmachen einladen soll.

 

Ich freue mich, dass die Schulen schon zum zweiten Mal mit Ihrem Kunstprojekt bei uns zu Gast sind und in diesem Jahr mit ihrer Ausstellung auf den faszinierenden Naturraum Wald aufmerksam machen möchten“, so Kleemann während der Ausstellungseröffnung. „Auch die SGD Nord setzt sich im Rahmen der Natura 2000 Bewirtschaftungsplanung als Obere Naturschutzbehörde für den Wald und seine Bewohner ein. Im Bereich der SGD Nord werden derzeit für 85 Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebiete und 26 Vogelschutzgebiete Bewirtschaftungspläne aufgestellt. Diese Fachpläne dienen dem Schutz und Erhalt der Tier-und Pflanzenarten sowie der Lebensräume innerhalb der Gebiete, die in Rheinland-Pfalz zu über 70 Prozent aus Waldflächen bestehen.“

 

Auch die Schulleiter der AFRS+ Montabaur und der KKS Wirges, Ernst Carstensen und Volker Vieregg, lobten ihre Schülerinnen und Schüler, die über die ganze Projektphase hochmotiviert waren. Viele schöne Einzelkunstwerke und kreative Gemeinschaftsarbeiten seien dabei entstanden. Auch die gute Zusammenarbeit und das kreative Miteinander der Schulen seien vorbildlich. Die Ausstellungseröffnung wurde durch die Bläserklasse 7b der AFRS+ Montabaur unter Leitung von Thomas Eberth musikalisch umrahmt.

 

Zwei Monate haben sich die Schüler mit dem Thema „Naturraum Wald“ intensiv beschäftigt. Wald als Wirtschaftsfaktor, grüne Lunge, Wasserspeicher, Wettermacher, Erholungsort und Lebensraum waren die unterschiedlichen Themenschwerpunkte, die sich die verschiedenen Jahrgänge gesetzt hatten. Inspiration zu ihren vielfältigen und kreativen Werken fanden die Schüler vor allem durch Waldbesuche und den Kunstunterricht, bei denen sie viele wertvolle Information über Tiere, Pflanzen, Lebensräume und die Bewirtschaftung des Waldes sammeln konnten. In der Praxisphase wurden schließlich die gesammelten Eindrücke und Naturmaterialien in den eigenen Bildern verarbeitet. Insbesondere in dem inklusiven Kunstunterricht zwischen der BBS und der KKS konnten die Schüler durch das kreative Arbeiten viele neue Lernerfahrungen machen und soziale Kompetenz entwickeln. Aber auch die anderen Schüler konnten sich durch die Auseinandersetzung mit der Thematik Wald ein neues Lernfeld erschließen. Betreut wurde das Projekt von den Lehrkräften Marlies Große-Heilmann, Maria Bohnet (AFRS+), Paquita Merz, Alexandra Jochens, Heidi Korn, Rainer Soine (BBS), Heike Wilke und Schulleiter Volker Vieregg (KKS).

 

Die Ausstellung ist bis zum 23. Juni, in der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Stresemannstraße 3 - 5, montags bis donnerstags von 8 - 18 Uhr und freitags von 8 - 15 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.

 

Weitere Informationen unter http://www.sgdnord.rlp.de

Westerwald Bank spendet 20 000 Euro für Berufsbildende Schulen

Die Westerwald Bank hat unter dem Stichwort „Digitales Klassenzimmer“ heimische Schulen bei der Finanzierung moderner Unterrichtsmedien unterstützt. Jeweils 5000 Euro erhalten die Berufsbildenden Schulen Westerburg, Montabaur, Betzdorf-Kirchen und Wissen. Die Schulen verwenden das Geld beispielsweise zur Anschaffung von iPads oder die Neueinrichtung eines PC-Raumes. „Eine Zukunft von Bildungssystemen außerhalb der Welt der neuen Technologien ist nicht verantwortbar“, sagte Bank-Vorstand Dr. Ralf Kölbach bei der Übergabe in Hachenburg. Foto: Westerwald Bank

Westerwälder Zeitung vom Freitag, 2. Juni 2017, Seite 23

Schwerpunkt: digitalisierte Schule – Bildungsministerin Stefanie Hubig besucht Schulen in Dierdorf und Montabaur

 

Unter der Überschrift „Digitalisierte Schulen“ besuchte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig die Nelson-Mandela-Realschule plus in Dierdorf und die Berufsbildende Schule Montabaur. Die Bildungsministerin tauschte sich mit Lehrkräften sowie mit Vertreterinnen und Vertretern von Schülern und Eltern über den Einsatz digitaler Endgeräte – wie etwa Tablets oder Smartboards – im Unterricht und bei der Schulorganisation aus.
„Die Digitalisierung ist, vom Privatleben bis in die Arbeitswelt, in vielen Bereichen längst angekommen und sie schreitet mit riesigen Schritten voran. Deshalb ist digitales Lernen und Lehren seit vielen Jahren ein bildungspolitischer Schwerpunkt in Rheinland-Pfalz. Unsere Schulen vermitteln Kompetenzen, die es den Schülerinnen und Schülern erlauben, diese Entwicklung nachzuvollziehen, mitzugehen und auch zu hinterfragen. Dabei geht es um technisches Knowhow genauso wie um ethische Fragen. Das ist spannend aber natürlich auch eine Herausforderung für alle an Schule Beteiligten. Bei meinem Schulbesuch in Dierdorf und Montabaur habe ich wieder erlebt, mit wie viel Engagement, Expertise und Spaß an der Sache sich unsere Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern in vielfältiger Weise einbringen“, so Bildungsministerin Stefanie Hubig.
Bereits seit 2010 ist die Nelson-Mandela-Realschule plus Medienkompetenzschule des Landesprogramms „Medienkompetenz macht Schule“. In Dierdorf zeigt sich eindrucksvoll, wie digitale Bildung in allen Bereichen von Schulen gelingen kann: Unter anderem wurde das Konzept der sogenannten „I-Pad-Klassen“ umgesetzt, mobiles Lernen mit iPads ist auch ein Schwerpunkt eines von der EU geförderten Projekts (Erasmus+) unter dem Titel „Neue Medien – Neue Methoden“. Zum neuen Schuljahr will die Schule in Dierdorf das „digitale Klassenbuch“ einführen und stellte der Ministerin das gemeinsam mit Flüchtlingskindern realisierte eTwinning-Projekt „In Europa angekommen – und nun?" vor. Die Online-Plattform eTwinning bietet Schulen in Europa die Möglichkeit zu kommunizieren, zu kooperieren, gemeinsam Projekte zu entwickeln und sich auszutauschen. Die Nelson-Mandela-Realschule plus zeichnet sich durch eine zusätzliche Unterrichtsstunde Informatische Bildung in der 7. Klasse aus, bereits ab der 6. Klasse erlernen die Schülerinnen und Schüler Grundlagen der IT sowie den Umgang mit dem Internet und Office-Programmen.
Die BBS Montabaur präsentierte unter anderem den Einsatz der „MathApp GeoGebra“ im Rahmen des Mathematikunterrichts und die Smartboard-Anwendung bei der CNC-Steuerung (computer numerical control) im Fach Metalltechnik. Die Schule ist seit 2011 offiziell Prüfungszentrum für den Europäischen Computerführerschein (ECDL) und hat in insgesamt 77 Unterrichts- und Konferenzräumen Mini-PCs und interaktive Whiteboards installiert. Aber auch jenseits des Fachunterrichts hat die Digitalisierung in Montabaur Einzug gehalten: Die Information zum aktuellen Vertretungsplan findet sich auf vier digitalen „schwarzen Brettern“, die jeweils unterschiedliche Darstellungen für die Lehrkräfte, die Schülerinnen und Schüler und den Vertretungsplaner haben. Mit der Einführung eines Intranets „Intrexx“ im Jahr 2010 ist nun auch die schulinterne Kommunikation und Arbeitsstruktur digitalisiert. Über diese Plattform wird, neben der Kommunikation des Kollegiums, das gesamte Abwesenheitsmanagement, Raumbuchungen, die Terminverwaltung und vieles mehr abgewickelt.
„Medienkompetenz darf nicht an die soziale Herkunft geknüpft sein. Deshalb gewähr-eisten wir eine gute technische Ausstattung an den Schulen für alle Schülerinnen und Schüler. Mit einer Fördersumme von mehr als 22 Millionen Euro wurden in Rheinland-Pfalz in den vergangenen zehn Jahren 580 weiterführende Schulen mit 13.000 Notebooks und Tablets sowie 1.500 Interaktiven Whiteboards ausgestattet. In einem nächsten Schritt stärken wir die Grundschulen. Ab dem neuen Schuljahr werden jährlich 125 Grundschulen als Projektschulen in das Landesprogramm ‚Medienkompetenz macht Schule‘ aufgenommen. Die Ausstattungsförderung pro Schule beträgt 7.500 Euro“, so die Bildungsministerin weiter.
Das bundesweit beachtete Landesprogramm „Medienkompetenz macht Schule“ hat Rheinland-Pfalz 2007 gestartet. Im Mittelpunkt steht eine umfassende Medienkompetenzförderung von allen an schulischer Bildung Beteiligten. Dazu gehört der Kompetenzerwerb für Referendarinnen und Referendare, für Lehrkräfte, für Schülerinnen und Schüler und auch Angebote für Eltern. Seit 2007 nahmen über 60.000 Lehrkräfte an zahlreichen Fortbildungsangeboten zum Einsatz digitaler Medien im Unterricht teil, über 2.600 Jugendmedienschutzberaterinnen und -berater haben sich qualifiziert und über 2.100 Schülerinnen und Schüler sind als Medienscouts ausgebildet.

Pressedienst, MINISTERIUM FÜR BILDUNG
Mainz, 15.5.2017

Auch Mädchen lieben Schweißgeräte

Mit mehr als 10 000 Angeboten erreicht der Girls' Day einen neuen Rekord

Möglichst vielen Mädchen Lust auf die Arbeit in vermeintlichen Männerdomänen machen – das war auch in diesem Jahr wieder das Ziel des bundesweit veranstalteten Girls' Day. Neben zahlreichen Einzelbetrieben des Westerwaldkreises nahm auch die Berufsbildende Schule Montabaur an dem Aktionstag teil. Sie hatte mehr als 120 Schülerinnen aus der gesamten Region eingeladen, sich in den Werkstatträumen der Einrichtung mit Ausbildern und Branchenvertretern kurzzuschließen und bei Interesse selbst Hand anzulegen. Zum Beispiel in der Kfz-Lehrwerkstatt von Frank Bauer, wo die Schülerinnen sich am Wechsel von Autoreifen versuchen durften. „Auch wenn sie jetzt nicht gleich Mechatroniker werden wollen, zeigen wir ihnen hiermit auch einmal ein Stück weit Alltagsrealität“, so der Lehrer.

Besonders stolz war Dorothea Samson, Koordinatorin der diesjährigen Ausgabe, auf die Teilnahme des Unternehmens Weldplus. Dieses hatte einen hochmodernen Simulator im Gepäck, mit dem die Besucherinnen sich ganz ohne Verletzungsgefahr beim Schweißen ihrer ersten Nähte ausprobieren konnten. „Eine gute neue Erfahrung“, meinte auch Maike Drescheng, nach dem sie den schweren Helm wieder von ihrem Kopf abgenommen hatte. Was sie beruflich definitiv nicht werden will, das weiß sie bereits: „Bloß nicht Friseur“, sagte die 14-Jährige. Julia Wünning ist da schon einen Schritt weiter: „Schweißen ist echt cool, und wenn man es ein paar Mal gemacht hat, bekommt man auch ein viel besseres Verständnis für das, was man da eigentlich verkauft“, ist die 20-Jährige überzeugt. Sie arbeitet für den Mündersbacher Gerätehersteller EWM als Industriekauffrau, übernimmt die Kundenberatung und erfasst Aufträge. Während der Mini-Messe demonstrierte sie zusammen mit Azubi Timo Beyer das Löten von Elektrokontakten.

Ein Nischendasein führen junge Frauen auch in den Schreinereien des Kreises. Ein Fakt, den man angesichts des Andrangs in Rolf-Rainer Soines Holzwerkstatt kaum glauben konnte. An den Werkbänken wird gebohrt und gehämmert, auf dass jeder am Ende ein eigenes Solitärholzspiel mitnehmen konnte. Der Beruf sei körperlich längst nicht mehr so fordernd wie noch vor ein paar Jahren, erklärte der Ausbilder. Viele moderne Maschinen unterstützen den Schreiner heute bei seiner Arbeit. „Meine Erfahrung ist zudem, dass die Mädels oft kreativer sind und kaum eine von ihnen die Ausbildung abbricht“, sagte Soine.

Andrea Sauer, Lehrerin an der Realschule Wirges war mit 37 Schülerinnen der Klassenstufen 7 bis 9 nach Montabaur gekommen. „Alle hoch motiviert“, wie sie beteuerte. Um möglichst alle von ihnen am Ende in eine Ausbildung zu bekommen, sei der Aktionstag ein wichtiges Zusatzangebot.

Westerwälder Zeitung vom Freitag, 28. April 2017

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