Aktuelle Blog-Beiträge

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Spendenübergabe des BVJ

Erlöse aus dem Weihnachtsmarktverkauf werden an gemeinnützige Organisationen übergeben.

Die Schüler_innen des Berufsvorbereitungsjahres der BBS Montabaur fertigen in jedem Jahr in den unterschiedlichen Praxisfächern Holz/Kfz, Elektro/Metall und Hauswirtschaft/Pflege verschiedene Erzeugnisse an, die auf dem Montabaurer Weihnachtsmarkt verkauft werden. Aus dem Sozialhäuschen wurden eine Woche lang verschiedene Dekoartikel rund um das Thema „Weihnachten“ verkauft. Für die Schüler_innen ist dies eine Möglichkeit den „Weg“ von Produkten, von der Planung bis zum Verkauf, zu erleben und zu erfahren wie ihre selbst gefertigten Waren „ankommen“.

Dieses Jahr haben sich zum ersten Mal auch die BVJ-S-Klassen (Sprachklassen für neu zugewanderte Jugendliche) an der Herstellung von Waren und dem Verkauf beteiligt. Der Erlös des Weihnachtsmarktverkaufs 2017 betrug insgesamt 1700 Euro und wurde an verschiedene soziale Institutionen gestiftet. Die Spendenübergabe fand zusammen mit einer Auswahl von Schüler_innen statt, die die Gelegenheit nutzten, um sich darüber zu informieren, welche Arbeit die Institutionen und Vereine leisten und wofür „ihre“ Spenden verwendet werden.

Gespendet wurde an das Frauenhaus Hachenburg, an die Elterninitiative krebskranker Kinder in Koblenz und an den Verein „Die Schachtel“.

Frauenhaus Hachenburg

Das Frauenhaus in Hachenburg (4 Zimmer und ein Notzimmer) stellt Frauen und ihren Kindern eine Unterkunft zu Verfügung, die von ihren Partnern Gewalt erfahren haben. Es werden Frauen jeden Alters aufgenommen. Das Frauenhaus bietet den Bewohnern aufgrund seiner Anonymität Schutz vor ihren gewalttätigen Partnern. Die betroffenen Frauen erleben einen sicheren Platz, finden ein Obdach und werden von den Mitarbeiterinnen bei allen notwendigen Ämtergängen unterstützt. Die Verweildauer im Frauenhaus beträgt zwischen einem Tag und maximal 15 Monaten. Eine Aufnahme ist zu jeder Zeit möglich, wenn ein Platz frei ist. Das Frauenhaus unterhält auch eine Beratungsstelle in Hachenburg-Altstadt, in der ggf. Vorgespräche geführt werden können und eine Nachsorgegruppe für Kinder, damit diese nach dem Aufenthalt im Frauenhaus eine Möglichkeit haben, untereinander über ihre Erfahrungen zu sprechen. Das Geld soll vor allem für die Nachsorgegruppe verwendet werden.

Besuch des Landeskrankenhauses Andernach

Zwangsjacke, Gummizelle, Fixierung am Bett... Begriffe wie diese assoziieren noch heute die meisten Menschen, wenn sie an eine Psychiatrie denken. Vorurteile gegenüber psychiatrischen Einrichtungen sind also keine Seltenheit, doch sind einige von ihnen gar berechtigt und lassen sich bestätigen oder sollten wir dafür sorgen, diese aufzulösen? Ein Erfahrungsbericht

Von Jasmin Meudt und Kenneth Schäfer.

Wenn man sich noch nie mit dem doch recht komplexen Thema „Psychiatrie“ auseinandergesetzt hat, ist es lediglich eine logische Konsequenz, ein falsches Bild von heutigen Einrichtungen zu haben. Horrorfilme, Geschichten aus alter Zeit und nicht zuletzt die daraus folgende Mundpropaganda haben zu einer gesellschaftlichen Konditionierung geführt. Auch wir, der Psychologie-Leistungskurs, wussten vor unserem Besuch im Landeskrankenhaus Andernach nicht gänzlich, worauf wir uns einlassen. Bedenken bezüglich der eigenen Sicherheit konnten jedoch schnell genommen werden, als wir mit der nötigen Objektivität die Erfahrungsberichte unserer Lehrerin entgegennahmen.

Donnerstag, 8:00 am Landeskrankenhaus in Andernach. Nach einem ersten Blick über das wegen seiner Größe imponierende Gelände führt uns Herr Michels in einen extra für uns reservierten Seminarraum und referiert über das Krankenhaus. Spätestens nach der anschließenden Fragerunde konnten letzte Zweifel beseitigt werden: Zwangsjacke, Gummizelle und Zwangsmedikamentation haben in modernen Psychiatrien nichts mehr verloren. Die Fixierung wird lediglich in extremen Ausnahmefällen eingesetzt - zum Wohl des fixierten sowie zum Wohl der anderen.

Raus aus dem Seminarraum, herüber zur Suchtstation. Die Sicherheitsvorkehrungen außen sowie innen... faszinierend, was hier alles überlegt wurde. In der Gruppe äußern sich wieder vereinzelt Bedenken. Wenn wir die Station nun betreten, könnten sich die Patienten vorkommen wie im Zoo. Sie könnten über unseren Besuch verärgert sein. Wie sollte man in solchen Fällen reagieren? Wie mit ihnen umgehen? Die Antwort ist recht einfach: So ziemlich wie mit jedem anderen Menschen auch. Schnell wurde klar, dass die Bedenken ein weiteres Mal umsonst waren. Sogar wurde uns von einer Patientin ihr Zimmer zur Besichtigung zur Verfügung gestellt. Das noch beklemmende Gefühl vom Betreten der Station löste sich auf, wir redeten lockerer, trauten uns auch, Fragen an die besagte Patientin zu stellen.

Weiter ging es zur Station der geistig Behinderten. Was sofort auffällt: Diese Menschen haben ein großartiges Verständnis von Emotionen. Manch ein anderer könnte sich von deren Empathiefähigkeit eine Scheibe abschneiden. Wir „platzten“ in die Vorbereitungen für die anstehende Weihnachtsfeier und trotzdem ließen sich wirklich alle Zeit für uns. Speziell Simone, auch sie nahm uns mit in ihr Zimmer. Wünschte uns noch eine schöne Zeit. Das dauerhafte Lächeln und Lachen steckte an. Kaum habe ich in den letzten Wochen einen freundlicheren Menschen getroffen.

Auch in der Gerontopsychiatrie spielten Emotionen eine Rolle. Diese Station erscheint in bunten, hellen Farben, alles saniert und erneuert. Der Aufenthalt für alte Menschen wird hier so angenehm wie möglich gestaltet. Zu „schwierig“ für das Altersheim, verbringen sie nun ihre Zeit genau dort. Obwohl es den Menschen dort, ihrer Situation entsprechend, gut geht, konnte ich persönlich ein gewisses Mitleidsgefühl nicht unterdrücken. Vermutlich waren es die wahrgenommenen Kontraste: Vorher noch mit sehr jungen Menschen auf der Suchtstation geredet, nun mit sehr alten Menschen, deren Lebenszeit immer begrenzter wird. Und begrenzt ist vermutlich auch das richtige Stichwort: Begrenzt in ihrer Freiheit fühlen sich die meisten Patienten in einer Psychiatrie. Dieses Gefühl bleibt nicht aus, selbst wenn von Methoden von vor 100 Jahren komplett abgesehen wird.

Die Sichtweise auf die Einrichtung „Psychiatrie“ hat sich zumindest in unserer Gruppe geändert. Auch die Frage, welches Maß an Sensibilität und Zurückhaltung bei der Kommunikation mit Menschen mit psychischer Störung nötig ist, hat sich durch den Besuch in Andernach klären können.

Gummizelle und Co.? Von gestern. Versuch, den Menschen soviel Freiheit wie möglich zu geben? Den Menschen den Aufenthalt so angenehm wie möglich gestalten? Das ist moderne Psychiatrie.

Ausflug ins Schloss Freudenberg, Haus der Sinne, in Wiesbaden

Am 28. November 2017 sind wir, die Klassen BGY Ges 17a und 17b, sowie drei Lehrpersonen, im Rahmen des Psychologie Unterrichts, nach Wiesbaden, in das Haus der Sinne gefahren. Dort empfing man uns, nach einer ca. einstündigen Busfahrt, sehr freundlich. Aufgrund der relativ großen Schülerzahl, teilten wir uns in drei Gruppen mit je etwa 20 Schülern und einer Lehrperson auf. Anschließend begann die Führung durch die verschiedenen Räume des Gebäudes. Wie der Name schon sagt, ging es in den Führungen darum, dass man bei den jeweiligen Stationen seine jeweiligen Sinne nutzt und erforscht. So konnte man in manchen Räumen Gegenstände erfühlen und sollte diese dann erraten, in anderen konnte man die Schwingungen von Tönen als Sandmuster sehen und in wieder einem anderen Raum, diese als Vibrationen spüren. Letzteres geschah im Klangraum.

Anders war es in der Dunkelbar. Während man in allen anderen Stationen seine Sinne bewusster wahrnahm, so musste man in der Dunkelbar auf einen Sinn komplett verzichten. Dadurch, dass einem der Sehsinn fehlte, hatte man die Gelegenheit sich auf all seine anderen Sinne (Hör-, Schmeck-, Riech- und Tastsinn) zu fokussieren.

Jeder von uns hatte die Möglichkeit sich, nach der Führung, mit den freundlichen Mitarbeitern auf dem Gelände aufzuhalten oder selbständig weitere Stationen zu besuchen und somit auch wirklich alle seine Sinne zu nutzen/ testen. So konnte man, im zweiten Stock des Hauses, unteranderem auch mal die Erfahrung gewinnen wie der Tod riecht.

Besonders gut zu wissen ist auch, dass es im Haus der Sinne nicht 365 Tage im Jahr dasselbe Angebot gibt, sondern diese sich den Jahreszeiten entsprechend ändern.

Unsere persönlichen Favoriten sind die Eiskammer, in der Temperaturen unter -20°C erreicht werden können und somit auch wunderschöne Eiskristalle zu beobachten sind, sowie die Dunkelbar, in der man auf sein Sehvermögen verzichten musste. Die Getränke und Snacks, welche man in der Dunkelbar kosten kann, sind ebenfalls Jahreszeiten basierend. Da wirklich nicht das geringste in der Dunkelbar zu sehen ist, geschieht das Bezahlen und Kosten der Getränke und Snacks in absoluter Dunkelheit. Angst über den Tisch gezogen zu werden braucht man aber nicht. Der Barkeeper selbst ist von Geburt an blind und wurde, laut eigener Aussage, bereits schon öfters „übers Ohr gehauen“ und würde daher niemals selber andere „übers Ohr hauen“ indem er zu wenig Geld zurückgibt.

Alles in allem war der Aufenthalt im Schloss Freudenberg eine spannende, positiv bereichernde Erfahrung und wirklich für jeden zu empfehlen.

Ein Bericht von: Emanuela Rollo, Leon Mühleisen und Zeynep Bicakci, BGY Ges. 17a

Wahlrecht mit 16 Jahren? - Rollenspiel im Landtag Rheinland-Pfalz

Für einen Vormittag im Plenarsaal des Landtags in die Rolle von Abgeordneten schlüpfen, Mehrheiten organisieren, um Kompromisse ringen – dies war 84 Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 12 des Beruflichen Gymnasiums im Rahmen eines Rollenspiel zum Thema „Wahlrecht mit 16“ möglich.

Zur inhaltlichen Vorbereitung gab es zunächst ein umfangreiches Dossier mit Texten und Dokumenten. Danach bildeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehrere Fraktionen, wählten einen Ministerpräsidenten und Fraktionsvorsitzende sowie ein Sitzungspräsidium und stiegen in die Arbeit ein. Ziel war es, auf spielerische Art und Weise die Bedeutung und den Ablauf einer Plenardebatte kennen zu lernen sowie ein Verständnis für die Funktionsweise der parlamentarischen Demokratie und die Arbeit der Abgeordneten im Entscheidungs- und Willensbildungsprozess zu wecken. Am Ende der kontroversen Debatte im Plenarsaal stand die Schlussabstimmung und eine Reflexion über die gewonnenen Eindrücke.

Wo ist der Besen?

Passend zum Neujahrsputz können die neu konzipierten Servicewagen zum Einsatz kommen. Im fachpraktischen Unterricht der Metalltechnik wurden aus einfachen Mülltonnen zweckmäßige Servicewagen. mehr ..

Berufsoberschüler zu Besuch in der Hachenburger-Brauerei

Schüler entwickeln im Unterricht ein Marketingkonzept für die regionale Westerwald-Brauerei

Von Philipp Görg, Edwin Brack, Marco Nebgen

 

26 junge Erwachsene der Berufsoberschule, Bereich Wirtschaft, der Berufsbildenden Schule Montabaur, stellten in vier Gruppen die Säulen des Marketings vor. Die Konzepte wurden innerhalb eines Monats speziell auf die Brauerei ausgerichtet. Dazu führten die Gruppen mit selbst angefertigten Fragebögen in regionalen Märkten Umfragen durch, deren Ergebnisse sich bei der Erstellung der Konzepte als essentiell erwiesen.

Die Begeisterung stand dem Brauereichef Jens Geimer förmlich ins Gesicht geschrieben, was sich am Ende der Präsentationen in seinem Feedback gegenüber den Schülern widerspiegelte.

Dies ist mit großer Wahrscheinlichkeit dem Umstand zu verdanken, dass alle Schüler im Vorfeld bereits erfolgreich eine Berufsausbildung abschlossen. Sie wussten also genau, worauf sie bei der Bearbeitung des Projekts ein besonderes Augenmerk legen mussten, um dem Unternehmen praktikable Ideen unterbreiten zu können.

Innerhalb der Bearbeitungszeit entwickelten die jungen Erwachsenen verschiedene Ideen, wie ein Weihnachtsmischgetränk, welches während der Vorstellung zur Verkostung verteilt wurde. Zur Basis des Bieres wurden Zutaten wie Zimt, Marzipan und Orangensirup ergänzt, die genau den Geschmack des Brauereichefs trafen. 

Des Weiteren wurde ein „Bierautomat“ als mögliche Aufnahme in die Vertriebspalette präsentiert, der z.B. bei Festivals oder Sportveranstaltungen die Besucher mit bestem Bier versorgen soll.
Die Gruppe „Promotion“ schlug eine Social-Media-Aktion vor, bei der sich Hachenburger Fans an ihren Lieblingsplätzen mit einem, bei Erwerb eines Hachenburger-Pils Kastens erhältlichen, Jutebeutel fotografieren und dieses Bild mit verschiedenen Hashtags auf Facebook posten sollen. Dieses Konzept wurde entwickelt, um jüngere Zielgruppen zu erreichen.

Bei der Besprechung der Ergebnisse gab Herr Geimer den Schülern noch einen abschließenden Profitipp mit auf den Weg: „Nennt das neue Mischgetränk lieber Winter- statt Weihnachtsedition. Sonst kauft es ab dem 27. Dezember niemand mehr.“

Erste Überlegungen, wie man die vorgeschlagenen Präsentationspunkte in die Praxis umsetzen könnte, kamen ins Rollen.

 

Alles in allem war das Marketingprojekt in Kooperation mit der Westerwald-Brauerei für beide Seiten ein voller Erfolg und eine sehr gute Erfahrung für die Zukunft der Schüler in Bezug auf ihren weiteren beruflichen Werdegang.

 

Ein besonderer Dank gilt unserem Klassenlehrer Benjamin Hering, der dieses Projekt ermöglicht hat.

Die „Don´t drink and drive Academy” zu Besuch an der BBS Montabaur

Die Anzahl der alkoholbedingten Verkehrsunfälle weiter zu reduzieren – das ist das Ziel der Kampagne „DON’T DRINK AND DRIVE“. Die Kampagne richtet sich insbesondere an junge Fahrer und Fahranfänger, denn für Fahranfänger und Fahrer unter 21 Jahren gilt in Deutschland ein Alkoholverbot. Doch jeder fünfte alkoholisierte Unfallbeteiligte (19 %) ist zwischen 18 und 24 Jahren alt.

Auch an der BBS Montabaur wurde über die Gefahren von Alkohol am Steuer aufgeklärt.
Das Highlight der Veranstaltung war ein umgebautes Auto, was als Promille-Fahrsimulator diente. Unsere Schüler hatten die Möglichkeit in realistisch gestalteten Situationen des Straßenverkehrs ihre Reaktion unter Alkoholeinfluss zu testen.

Zudem konnten sich die Schüler bei verschiedenen Reaktionstests sowie im persönlichen Gespräch mit den Promotern über Alkohol am Steuer informieren.

Die Vögel sind weitergeflogen …

Die Vögel der Schüler/innen der BBS Montabaur und der Katharina-Kasper-Schule in Wirges sind nun weitergeflogen. Nachdem die Ausstellung zwei Monate im Café Vogelhaus zu besichtigen war, machen sich die Vögel auf ihren Weg, denn einige Bilder aus der Arbeitsgemeinschaft haben neue Besitzer/innen gefunden. Am Freitag, den 22.09.17 konnten die Werke im Café Vogelhaus entgegengenommen werden. Drei Käuferinnen waren vor Ort, die anderen werden anderweitig übergeben. Eine Käuferin war sich schon sicher, dass die Vogelampel im ihrem Flur einen guten Platz findet, andere wollten sich von den Werken zuhause für einen genauen Platz inspirieren lassen. Nicht nur die Käufer/innen waren begeistert, sondern auch die Schüler/innen, denn von dem Erlös der Ausstellung fand ein gemeinsames Pizzaessen statt. Wir trafen uns am 26.09. in Wirges, waren froh uns zu sehen und ließen es uns schmecken. Danke auf diesem Wege an alle Unterstützer/innen.

Geachtet statt verachtet – ein Besuch in der Suchtklinik Vielbach

Obwohl auch Alkohol eine Droge ist, gehört er schon fast zu unserem Alltag und gilt als „angesehene Gesellschaftsdroge“. Bei jeder Feier ist er ein wichtiger Bestandteil und für viele ist das Glas Wein oder die Flasche Bier zur Gewohnheit geworden. Doch für die Patienten der Fachklinik Vielbach ist schon der kleinste Kontakt mit Alkohol eine Erinnerung an die Vergangenheit und kann eine Gefahr für einen Rückfall darstellen. Wie es zu der Sucht kam und wie ihr heutiges Leben in der Therapie aussieht, haben zwei der Patienten uns, den Schüler_innen des Leistungskurses Psychologie 15 des BGY Gesundheit am 18.09.2017, bei unserem Besuch erzählt. Aufstehen, zur Flasche greifen, Kontakt mit Drogen und somit 14 Tage ohne Schlaf auskommen – so sah der frühere Alltag der Patienten Herr R. und Herr L. aus. Dennoch sind es zwei unterschiedliche Geschichten, die sie uns erzählten. Herr L. trank mit 13 Jahren das erste Mal Alkohol, schnell kam er zu Heroin und Amphetaminen. In Kontakt kam er damit durch seine Freunde. Er war schon im Gefängnis und mehrmals stationär in Therapie. Herr R. startet seinen vierten Anlauf für eine Therapie, jedoch das erste Mal in Vielbach. „Ich wünschte, ich wäre direkt hierhergekommen, dann wäre ich gar nicht erst rückfällig geworden.“ Meint Herr R.  In Vielbach werde sich vielmehr um einen gekümmert, da es mit 58 Plätzen eine kleine Klinik ist. Herr R. kam durch seine Familie in Kontakt mit Alkohol. Rückfällig wurde er, als er nach seiner Therapie in sein Umfeld zurückkehrte. Nach der Therapie will er sich eine Wohnung in der Umgebung suchen. Kontakt hat er nur zu dem jüngsten seiner drei Kinder.

Die Patienten führten uns auch über das Gelände und wir besichtigten Räume für Kreativtherapie, eine Sporthalle und Werkstätten für die Arbeitstherapie. Bei unserem Rundgang sahen wir Pferde, Esel, Ziegen, Hühner, Hasen und Meerschweinchen, da die tiergestützte Therapie eine Besonderheit in Vielbach ist. Durch Patenschaften übernehmen die Patienten Verantwortung und kümmern sich um die Bedürfnisse der Tiere, auch eigene Tiere können mitgebracht werden, dies ist sehr selten in Deutschland. Neben vielen Therapien wird mit den Patienten auch eine Zukunftsperspektive erarbeitet, niemand wird entlassen bevor eine Unterkunft und eine Tagesstruktur gegeben sind.

Uns hat der Besuch viele neue Einblicke eröffnet und Vorurteile abgebaut. Wir bedanken uns bei Herrn Becker, dem therapeutischen Leiter, und Herrn R. und Herrn L. für den interessanten Morgen, der bleibende Eindrücke hinterlassen hat.

Leistungskurs Psychologie 15 des Beruflichen Gymnasiums Gesundheit

SGD Nord: Schüler überreichen Kunstwerk zum Thema Naturraum Wald

Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord hat aus der Ausstellung „Naturraum Wald – vertraut, vielfältig, verletzlich“ ein Kunstwerk erworben. Das Gemälde wurde im Rahmen des schulartübergreifenden Kunstprojekts der Anne-Frank-Realschule plus (AFRS+) Montabaur, der Berufsbildenden Schule (BBS) Montabaur, der Katharina-Kasper-Schule (KKS) Wirges und der Waldschule Montabaur/Horressen gestaltet. Aktuell überreichten die fünf  jungen Künstlerinnen und Künstler ihr Bild an SGD Nord Präsident Dr. Ulrich Kleemann.

„Mit ihrem Werk machen die Schüler auf den faszinierenden Naturraum Wald aufmerksam. Als Obere Naturschutzbehörde setzt sich die SGD Nord im Rahmen der Natura 2000 Bewirtschaftungsplanung für den Wald und seine Bewohner ein. Das Kunstprojekt unterstützen wir deshalb gerne“, so Kleemann.

Das Gemälde ist aus einer Kooperation der Waldschule Montabaur/Horressen und der BBS Montabaur entstanden. Dabei arbeiteten die Schüler der Klasse 4, Jason Bender und Anton Görg, mit den Schülerinnen der Klasse 12, Yasmin Müller, Sabine Krasniqi und Aijten Zeciri, zusammen. Das zweiteilige Bild mit dem Titel „Welten“ soll den Menschen auf sein verantwortungsloses Verhalten gegenüber der Natur, respektive dem Wald, aufmerksam machen. Inspiration für ihr kreatives Werk fanden die jungen Künstler vor allem durch Waldbesuche und den Kunstunterricht, bei denen sie viele wertvolle Information über Tiere, Pflanzen, Lebensräume und die Bewirtschaftung des Waldes sammeln konnten. 


Das Kunstwerk wird zukünftig die Wände der Abteilung „Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft, Bodenschutz“ der SGD Nord zieren.

Zum Hintergrund:

Die Ausstellung „Naturraum Wald – vertraut, vielfältig, verletzlich“ war von Mai bis Juni diesen Jahres in der SGD Nord zu Gast. Bei der Ausstellung handelte es sich um ein schulartübergreifendes Kunstprojekt, bei dem die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 4 bis 12 ihre kreativen Ideen zum Thema „Naturraum Wald“ präsentierten. Ein besonderes Highlight der Ausstellung war ein dreidimensionaler Wunschbaum aus Holz, der seine Betrachter zum Verweilen, Nachdenken und Mitmachen einladen sollte. Zwei Monate hatten sich die Schüler zuvor mit dem Thema „Naturraum Wald“ intensiv beschäftigt. Wald als Wirtschaftsfaktor, grüne Lunge, Wasserspeicher, Wettermacher, Erholungsort und Lebensraum waren die unterschiedlichen Themenschwerpunkte, die sich die verschiedenen Jahrgänge gesetzt hatten.

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