Ausflug ins Schloss Freudenberg, Haus der Sinne, in Wiesbaden

Am 28. November 2017 sind wir, die Klassen BGY Ges 17a und 17b, sowie drei Lehrpersonen, im Rahmen des Psychologie Unterrichts, nach Wiesbaden, in das Haus der Sinne gefahren. Dort empfing man uns, nach einer ca. einstündigen Busfahrt, sehr freundlich. Aufgrund der relativ großen Schülerzahl, teilten wir uns in drei Gruppen mit je etwa 20 Schülern und einer Lehrperson auf. Anschließend begann die Führung durch die verschiedenen Räume des Gebäudes. Wie der Name schon sagt, ging es in den Führungen darum, dass man bei den jeweiligen Stationen seine jeweiligen Sinne nutzt und erforscht. So konnte man in manchen Räumen Gegenstände erfühlen und sollte diese dann erraten, in anderen konnte man die Schwingungen von Tönen als Sandmuster sehen und in wieder einem anderen Raum, diese als Vibrationen spüren. Letzteres geschah im Klangraum.

Anders war es in der Dunkelbar. Während man in allen anderen Stationen seine Sinne bewusster wahrnahm, so musste man in der Dunkelbar auf einen Sinn komplett verzichten. Dadurch, dass einem der Sehsinn fehlte, hatte man die Gelegenheit sich auf all seine anderen Sinne (Hör-, Schmeck-, Riech- und Tastsinn) zu fokussieren.

Jeder von uns hatte die Möglichkeit sich, nach der Führung, mit den freundlichen Mitarbeitern auf dem Gelände aufzuhalten oder selbständig weitere Stationen zu besuchen und somit auch wirklich alle seine Sinne zu nutzen/ testen. So konnte man, im zweiten Stock des Hauses, unteranderem auch mal die Erfahrung gewinnen wie der Tod riecht.

Besonders gut zu wissen ist auch, dass es im Haus der Sinne nicht 365 Tage im Jahr dasselbe Angebot gibt, sondern diese sich den Jahreszeiten entsprechend ändern.

Unsere persönlichen Favoriten sind die Eiskammer, in der Temperaturen unter -20°C erreicht werden können und somit auch wunderschöne Eiskristalle zu beobachten sind, sowie die Dunkelbar, in der man auf sein Sehvermögen verzichten musste. Die Getränke und Snacks, welche man in der Dunkelbar kosten kann, sind ebenfalls Jahreszeiten basierend. Da wirklich nicht das geringste in der Dunkelbar zu sehen ist, geschieht das Bezahlen und Kosten der Getränke und Snacks in absoluter Dunkelheit. Angst über den Tisch gezogen zu werden braucht man aber nicht. Der Barkeeper selbst ist von Geburt an blind und wurde, laut eigener Aussage, bereits schon öfters „übers Ohr gehauen“ und würde daher niemals selber andere „übers Ohr hauen“ indem er zu wenig Geld zurückgibt.

Alles in allem war der Aufenthalt im Schloss Freudenberg eine spannende, positiv bereichernde Erfahrung und wirklich für jeden zu empfehlen.

Ein Bericht von: Emanuela Rollo, Leon Mühleisen und Zeynep Bicakci, BGY Ges. 17a

Wahlrecht mit 16 Jahren? - Rollenspiel im Landtag Rheinland-Pfalz

Für einen Vormittag im Plenarsaal des Landtags in die Rolle von Abgeordneten schlüpfen, Mehrheiten organisieren, um Kompromisse ringen – dies war 84 Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 12 des Beruflichen Gymnasiums im Rahmen eines Rollenspiel zum Thema „Wahlrecht mit 16“ möglich.

Zur inhaltlichen Vorbereitung gab es zunächst ein umfangreiches Dossier mit Texten und Dokumenten. Danach bildeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehrere Fraktionen, wählten einen Ministerpräsidenten und Fraktionsvorsitzende sowie ein Sitzungspräsidium und stiegen in die Arbeit ein. Ziel war es, auf spielerische Art und Weise die Bedeutung und den Ablauf einer Plenardebatte kennen zu lernen sowie ein Verständnis für die Funktionsweise der parlamentarischen Demokratie und die Arbeit der Abgeordneten im Entscheidungs- und Willensbildungsprozess zu wecken. Am Ende der kontroversen Debatte im Plenarsaal stand die Schlussabstimmung und eine Reflexion über die gewonnenen Eindrücke.

Wo ist der Besen?

Passend zum Neujahrsputz können die neu konzipierten Servicewagen zum Einsatz kommen. Im fachpraktischen Unterricht der Metalltechnik wurden aus einfachen Mülltonnen zweckmäßige Servicewagen. mehr ..

Berufsoberschüler zu Besuch in der Hachenburger-Brauerei

Schüler entwickeln im Unterricht ein Marketingkonzept für die regionale Westerwald-Brauerei

Von Philipp Görg, Edwin Brack, Marco Nebgen

 

26 junge Erwachsene der Berufsoberschule, Bereich Wirtschaft, der Berufsbildenden Schule Montabaur, stellten in vier Gruppen die Säulen des Marketings vor. Die Konzepte wurden innerhalb eines Monats speziell auf die Brauerei ausgerichtet. Dazu führten die Gruppen mit selbst angefertigten Fragebögen in regionalen Märkten Umfragen durch, deren Ergebnisse sich bei der Erstellung der Konzepte als essentiell erwiesen.

Die Begeisterung stand dem Brauereichef Jens Geimer förmlich ins Gesicht geschrieben, was sich am Ende der Präsentationen in seinem Feedback gegenüber den Schülern widerspiegelte.

Dies ist mit großer Wahrscheinlichkeit dem Umstand zu verdanken, dass alle Schüler im Vorfeld bereits erfolgreich eine Berufsausbildung abschlossen. Sie wussten also genau, worauf sie bei der Bearbeitung des Projekts ein besonderes Augenmerk legen mussten, um dem Unternehmen praktikable Ideen unterbreiten zu können.

Innerhalb der Bearbeitungszeit entwickelten die jungen Erwachsenen verschiedene Ideen, wie ein Weihnachtsmischgetränk, welches während der Vorstellung zur Verkostung verteilt wurde. Zur Basis des Bieres wurden Zutaten wie Zimt, Marzipan und Orangensirup ergänzt, die genau den Geschmack des Brauereichefs trafen. 

Des Weiteren wurde ein „Bierautomat“ als mögliche Aufnahme in die Vertriebspalette präsentiert, der z.B. bei Festivals oder Sportveranstaltungen die Besucher mit bestem Bier versorgen soll.
Die Gruppe „Promotion“ schlug eine Social-Media-Aktion vor, bei der sich Hachenburger Fans an ihren Lieblingsplätzen mit einem, bei Erwerb eines Hachenburger-Pils Kastens erhältlichen, Jutebeutel fotografieren und dieses Bild mit verschiedenen Hashtags auf Facebook posten sollen. Dieses Konzept wurde entwickelt, um jüngere Zielgruppen zu erreichen.

Bei der Besprechung der Ergebnisse gab Herr Geimer den Schülern noch einen abschließenden Profitipp mit auf den Weg: „Nennt das neue Mischgetränk lieber Winter- statt Weihnachtsedition. Sonst kauft es ab dem 27. Dezember niemand mehr.“

Erste Überlegungen, wie man die vorgeschlagenen Präsentationspunkte in die Praxis umsetzen könnte, kamen ins Rollen.

 

Alles in allem war das Marketingprojekt in Kooperation mit der Westerwald-Brauerei für beide Seiten ein voller Erfolg und eine sehr gute Erfahrung für die Zukunft der Schüler in Bezug auf ihren weiteren beruflichen Werdegang.

 

Ein besonderer Dank gilt unserem Klassenlehrer Benjamin Hering, der dieses Projekt ermöglicht hat.

Die „Don´t drink and drive Academy” zu Besuch an der BBS Montabaur

Die Anzahl der alkoholbedingten Verkehrsunfälle weiter zu reduzieren – das ist das Ziel der Kampagne „DON’T DRINK AND DRIVE“. Die Kampagne richtet sich insbesondere an junge Fahrer und Fahranfänger, denn für Fahranfänger und Fahrer unter 21 Jahren gilt in Deutschland ein Alkoholverbot. Doch jeder fünfte alkoholisierte Unfallbeteiligte (19 %) ist zwischen 18 und 24 Jahren alt.

Auch an der BBS Montabaur wurde über die Gefahren von Alkohol am Steuer aufgeklärt.
Das Highlight der Veranstaltung war ein umgebautes Auto, was als Promille-Fahrsimulator diente. Unsere Schüler hatten die Möglichkeit in realistisch gestalteten Situationen des Straßenverkehrs ihre Reaktion unter Alkoholeinfluss zu testen.

Zudem konnten sich die Schüler bei verschiedenen Reaktionstests sowie im persönlichen Gespräch mit den Promotern über Alkohol am Steuer informieren.

Die Vögel sind weitergeflogen …

Die Vögel der Schüler/innen der BBS Montabaur und der Katharina-Kasper-Schule in Wirges sind nun weitergeflogen. Nachdem die Ausstellung zwei Monate im Café Vogelhaus zu besichtigen war, machen sich die Vögel auf ihren Weg, denn einige Bilder aus der Arbeitsgemeinschaft haben neue Besitzer/innen gefunden. Am Freitag, den 22.09.17 konnten die Werke im Café Vogelhaus entgegengenommen werden. Drei Käuferinnen waren vor Ort, die anderen werden anderweitig übergeben. Eine Käuferin war sich schon sicher, dass die Vogelampel im ihrem Flur einen guten Platz findet, andere wollten sich von den Werken zuhause für einen genauen Platz inspirieren lassen. Nicht nur die Käufer/innen waren begeistert, sondern auch die Schüler/innen, denn von dem Erlös der Ausstellung fand ein gemeinsames Pizzaessen statt. Wir trafen uns am 26.09. in Wirges, waren froh uns zu sehen und ließen es uns schmecken. Danke auf diesem Wege an alle Unterstützer/innen.

Geachtet statt verachtet – ein Besuch in der Suchtklinik Vielbach

Obwohl auch Alkohol eine Droge ist, gehört er schon fast zu unserem Alltag und gilt als „angesehene Gesellschaftsdroge“. Bei jeder Feier ist er ein wichtiger Bestandteil und für viele ist das Glas Wein oder die Flasche Bier zur Gewohnheit geworden. Doch für die Patienten der Fachklinik Vielbach ist schon der kleinste Kontakt mit Alkohol eine Erinnerung an die Vergangenheit und kann eine Gefahr für einen Rückfall darstellen. Wie es zu der Sucht kam und wie ihr heutiges Leben in der Therapie aussieht, haben zwei der Patienten uns, den Schüler_innen des Leistungskurses Psychologie 15 des BGY Gesundheit am 18.09.2017, bei unserem Besuch erzählt. Aufstehen, zur Flasche greifen, Kontakt mit Drogen und somit 14 Tage ohne Schlaf auskommen – so sah der frühere Alltag der Patienten Herr R. und Herr L. aus. Dennoch sind es zwei unterschiedliche Geschichten, die sie uns erzählten. Herr L. trank mit 13 Jahren das erste Mal Alkohol, schnell kam er zu Heroin und Amphetaminen. In Kontakt kam er damit durch seine Freunde. Er war schon im Gefängnis und mehrmals stationär in Therapie. Herr R. startet seinen vierten Anlauf für eine Therapie, jedoch das erste Mal in Vielbach. „Ich wünschte, ich wäre direkt hierhergekommen, dann wäre ich gar nicht erst rückfällig geworden.“ Meint Herr R.  In Vielbach werde sich vielmehr um einen gekümmert, da es mit 58 Plätzen eine kleine Klinik ist. Herr R. kam durch seine Familie in Kontakt mit Alkohol. Rückfällig wurde er, als er nach seiner Therapie in sein Umfeld zurückkehrte. Nach der Therapie will er sich eine Wohnung in der Umgebung suchen. Kontakt hat er nur zu dem jüngsten seiner drei Kinder.

Die Patienten führten uns auch über das Gelände und wir besichtigten Räume für Kreativtherapie, eine Sporthalle und Werkstätten für die Arbeitstherapie. Bei unserem Rundgang sahen wir Pferde, Esel, Ziegen, Hühner, Hasen und Meerschweinchen, da die tiergestützte Therapie eine Besonderheit in Vielbach ist. Durch Patenschaften übernehmen die Patienten Verantwortung und kümmern sich um die Bedürfnisse der Tiere, auch eigene Tiere können mitgebracht werden, dies ist sehr selten in Deutschland. Neben vielen Therapien wird mit den Patienten auch eine Zukunftsperspektive erarbeitet, niemand wird entlassen bevor eine Unterkunft und eine Tagesstruktur gegeben sind.

Uns hat der Besuch viele neue Einblicke eröffnet und Vorurteile abgebaut. Wir bedanken uns bei Herrn Becker, dem therapeutischen Leiter, und Herrn R. und Herrn L. für den interessanten Morgen, der bleibende Eindrücke hinterlassen hat.

Leistungskurs Psychologie 15 des Beruflichen Gymnasiums Gesundheit

SGD Nord: Schüler überreichen Kunstwerk zum Thema Naturraum Wald

Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord hat aus der Ausstellung „Naturraum Wald – vertraut, vielfältig, verletzlich“ ein Kunstwerk erworben. Das Gemälde wurde im Rahmen des schulartübergreifenden Kunstprojekts der Anne-Frank-Realschule plus (AFRS+) Montabaur, der Berufsbildenden Schule (BBS) Montabaur, der Katharina-Kasper-Schule (KKS) Wirges und der Waldschule Montabaur/Horressen gestaltet. Aktuell überreichten die fünf  jungen Künstlerinnen und Künstler ihr Bild an SGD Nord Präsident Dr. Ulrich Kleemann.

„Mit ihrem Werk machen die Schüler auf den faszinierenden Naturraum Wald aufmerksam. Als Obere Naturschutzbehörde setzt sich die SGD Nord im Rahmen der Natura 2000 Bewirtschaftungsplanung für den Wald und seine Bewohner ein. Das Kunstprojekt unterstützen wir deshalb gerne“, so Kleemann.

Das Gemälde ist aus einer Kooperation der Waldschule Montabaur/Horressen und der BBS Montabaur entstanden. Dabei arbeiteten die Schüler der Klasse 4, Jason Bender und Anton Görg, mit den Schülerinnen der Klasse 12, Yasmin Müller, Sabine Krasniqi und Aijten Zeciri, zusammen. Das zweiteilige Bild mit dem Titel „Welten“ soll den Menschen auf sein verantwortungsloses Verhalten gegenüber der Natur, respektive dem Wald, aufmerksam machen. Inspiration für ihr kreatives Werk fanden die jungen Künstler vor allem durch Waldbesuche und den Kunstunterricht, bei denen sie viele wertvolle Information über Tiere, Pflanzen, Lebensräume und die Bewirtschaftung des Waldes sammeln konnten. 


Das Kunstwerk wird zukünftig die Wände der Abteilung „Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft, Bodenschutz“ der SGD Nord zieren.

Zum Hintergrund:

Die Ausstellung „Naturraum Wald – vertraut, vielfältig, verletzlich“ war von Mai bis Juni diesen Jahres in der SGD Nord zu Gast. Bei der Ausstellung handelte es sich um ein schulartübergreifendes Kunstprojekt, bei dem die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 4 bis 12 ihre kreativen Ideen zum Thema „Naturraum Wald“ präsentierten. Ein besonderes Highlight der Ausstellung war ein dreidimensionaler Wunschbaum aus Holz, der seine Betrachter zum Verweilen, Nachdenken und Mitmachen einladen sollte. Zwei Monate hatten sich die Schüler zuvor mit dem Thema „Naturraum Wald“ intensiv beschäftigt. Wald als Wirtschaftsfaktor, grüne Lunge, Wasserspeicher, Wettermacher, Erholungsort und Lebensraum waren die unterschiedlichen Themenschwerpunkte, die sich die verschiedenen Jahrgänge gesetzt hatten.

MINT-freundliche Schule

Die Berufsbildende Schule Montabaur darf sich seit dem 10. November 2016 für die nächsten drei Jahre »MINT-freundliche Schule« nennen. 32 Schulen aus Rheinland-Pfalz wurden am 10. November als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet. Davon erhalten 16 Schulen das erste Mal die Auszeichnung und weitere 16 Schulen werden nach dreijähriger erfolgreicher MINT-Profilbildung erneut mit dem Signet »MINT-freundliche Schule« geehrt. Die Schulen wurden für ihre MINT-Schwerpunktsetzung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) heute in Mainz ausgezeichnet.

Die Ehrung der Schulen in Rheinland-Pfalz steht unter der Schirmherrschaft der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig sowie der Kultusministerkonferenz (KMK).

Die »MINT-freundlichen Schulen« werden für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Unternehmen sowie die Öffentlichkeit durch die Ehrung sichtbar und von der Wirtschaft sowie Fach- und Wissensverbänden nicht nur anerkannt, sondern auch besonders unterstützt. Bundesweite Partner (http://www.mintzukunftschaffen.de/partner-der-auszeichnung.html) der Initiative »MINT Zukunft schaffen« zeichnen in Abstimmung mit den Landesarbeitgebervereinigungen und den Bildungswerken der Wirtschaft diejenigen Schulen aus, die bewußt MINT-Schwerpunkte setzen. Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess.
Mehr Informationen gibt es unter
www.mintzukunftschaffen.de

Presseinformation – Manfred-Roth-Stiftung unterstützt die bbsmt

MONTABAUR. Die Fürther Manfred-Roth-Stiftung unterstützt mit einer Spende in Höhe von 1.000 Euro die Arbeit des Förderkreises der Berufsbildenden Schule Montabaur (bbsmt). Der Grund: Sie möchte sowohl das pädagogische Konzept als auch dessen praktische Umsetzung im Unterricht fördern. Der 2010 verstorbene Manfred Roth, der in den 1960er-Jahren das Geschäft seines Vaters zu einer Discounter-Kette umbaute, brachte sein privates Vermögen in eine Stiftung für karitative, pädagogische und wissenschaftliche Zwecke ein. Auf dem Foto überreichen Norma-Verkaufsleiterin Susanne Liebe, Ausbildungsbeauftragte Andrea Joosten und Niederlassungsleiter Rolf Dieter Kirchner den Scheck an Stephan Vogt, Bereichsleiter Wirtschaft und Verwaltung der bbsmt und an Studienrat Sven Söndgen.

Einen Sommer lang – bis die Vögel weiterfliegen …

Die Vernissage der gemeinsamen Ausstellung der Berufsbildenden Schule Montabaur und der Katharina-Kasper-Schule in Wirges fand am 12.06. im Café Vogelhaus statt. Die Schüler/innen und Lehrkräfte haben sich durch Hans Langner, den auch „Birdman“ genannten Künstler, inspirieren lassen. So entstanden zwei Verbindungen zwischen der Ausstellung und dem Ausstellungsort: Inklusion und Vögel. Die Kunst wurde in einer inklusiven Arbeitsgemeinschaft von beeinträchtigten und nicht-beeinträchtigten Schüler/innen gemeinsam geschaffen und wird in einem Café ausgestellt, in dem beeinträchtigte und nicht-beeinträchtigte Menschen zusammenarbeiten. Somit sind bei beiden, der Arbeitsgemeinschaft der Schulen und dem Café gelebte Inklusion zu finden, auch der Name des Cafés, Vogelhaus, passt zu den Bildern und Objekten, die Vögel zum Thema haben.

Frau Meurer, als Leitung des Cafés, und Frau Wieland, die Bürgermeisterin von Montabaur, sprachen Grußworte. Daniela Heidelbeer von der KKS und Sonja Lang von der BBS berichteten von der gemeinsamen Zeit, ebenso wie Schüler/innen beider Schulformen. Musikalisch bereichert wurde die Vernissage durch Anina Keller, Gesang, und Joshua Wagner, Gitarre. Die Schüler/innen der AG trafen sich ein Jahr lang einmal in der Woche, um gemeinsam zu reden, zu lachen und künstlerisch tätig zu sein. Dabei dienten die Werke Hans Langners in Stil und Farbgebung als Vorbild. An erster Stelle stand jedoch das gemeinsame Tun und so sind alle Werke Gemeinschaftswerke. Alle, Schüler/innen und Lehrkräfte, sind sehr stolz auf die Ergebnisse und haben von dieser Zusammenarbeit profitiert und wertvolle Erfahrungen gemacht. Dabei sind die vielen Bilder und Objekte entstanden, die Sie im Café anschauen und auch ersteigern können, der Erlös dient einem guten Zweck.  Bewundern Sie die Bilder und Objekte einen Sommer lang, eben bis die Vögel weiterfliegen. Wir wünschen geflügelte Eindrücke beim Einkehren und Schauen!

Verfasst von Sonja Lang, BBS Montabaur

 

 

Diese Gesellen sind aus gutem Holz geschnitzt

Tischlerinnung gibt Absolventen Briefe und gute Wünsche mit auf den Weg in die berufliche Zukunft

Zu ihrer Freisprechungsfeier hatte die Tischlerinnung Westerwaldkreis neben den Gesellen als Hauptakteuren des Tages auch zahlreiche Ehrengäste ins Keramikmuseum nach Höhr-Grenzhausen eingeladen. In seiner Rede dankte Peter Aller, Lehrlingswart der Tischlerinnung, den Fest- und Ehrengästen für ihr Erscheinen und gratulierte zugleich den neuen Kollegen für die bestandene Gesellenprüfung. Was oft so leicht und mühelos aussehe, sei das Ergebnis jahrelanger Vorbereitung, so Aller weiter. „Für unser Tischler-Handwerk und das Handwerk allgemein ist es heute von großer Bedeutung, gut ausgebildete junge Gesellinnen und Gesellen einstellen zu können“, betonte er.

Thilo Becker, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen, sowie der Vorsitzende Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald, Rudolf Röser, schlossen sich den Glückwünschen an. Es folgte die Verleihung der Gesellenbriefe. Die prüfungsbesten Absolventen Katharina Neeb aus Gebhardshain (Ausbildungsbetrieb: Tischlerei Wünsche GmbH, Nistertal), Jan Herschel aus Attenhausen (Tischlerei Schütz GmbH, Herschbach) und Lukas Christ aus Selters (Huf Haus GmbH & Co. KG, Hartenfels) erhielten Präsente für ihre hervorragenden Leistungen.

Die Gesellenprüfung im Ausbildungsberuf Tischler haben bestanden: Lukas Christ aus Selters (Ausbildungsbetrieb Huf Haus GmbH & Co. KG, Hartenfels), Nils Conradi aus Vielbach (Huf Haus GmbH & Co. KG, Hartenfels), Philipp Enders aus Wissen (Tischlerei Wünsche GmbH aus Nistertal), Vadim Gerdt aus Dierdorf (Huf Haus GmbH & Co. KG, Hartenfels), Justin Hanney aus Ruppenrod-Isselbach (Tischlermeister Markus Renzel, Nentershausen), Simon Heibel aus Nentershausen (Flügel Objekteinrichtungen, Girod), Jan Herschel aus Attenhausen (Tischlerei Schütz GmbH, Herschbach), René Jung aus Niedersayn (Tischlermeister Gerhard Schwickert, Ötzingen), Lenard Julius Ludwig aus Michelbach (Huf Haus GmbH & Co. KG, Hartenfels), Robin Menke aus Urbach (Tischlerei Neuhaus GmbH, Selters), Jakob Mey aus Selters (Tischlerei Schütz GmbH, Herschbach), Katharina Neeb aus Gebhardshain (Tischlerei Wünsche GmbH, Nistertal), Felix Pfeiffer aus Heimborn (Tischlermeister Markus Windhagen, Hachenburg), Nick Reitmaier aus Freirachdorf (Tischlermeister Axel Mende, Selters), Leon Spohr aus Großmaischeid (Tischlerei Neuhaus GmbH, Selters) und Mirko Stahl aus Berod (Tischlermeister Markus Löhr, Höchstenbach).

Westerwälder Zeitung vom Donnerstag, 10. August 2017

Sie haben die Fachhochschulreife

Die BBS Montabaur freut sich über 27 Absolventen

Nach einem Jahr Besuch der Berufsoberschule I an der Berufsbildenden Schule (BBS) Montabaur haben vor Kurzem 27 Schüler die Prüfungen für die Fachhochschulreife bestanden. Und das sind die erfolgreichen Absolventen der Fachrichtung Technik im Überblick. Es handelt sich um Muhammed Agman (Wallmerod), Sandro Anschütz (Nentershausen), Nick Beringer (Leuterod), Benedikt Dupp (Oberelbert), Sandro Güth (Rennerod), Benedikt Herbst (Sessenhausen), Dominic Koch (Weltersburg), Christopher Kratz (Niederahr), Leonard Karl Meurer (Großholbach), Jana Sollbach (Ransbach-Baumbach) und Nico Wussow (Wirges).

Aus der Fachrichtung Wirtschaft haben folgende Frauen und Männer jetzt die Fachhochschulreife in der Tasche: Jenny Arnold (Brubbach), Mario Botta (Boden), Nico Hartmann (Helferskirchen), Andrea Hofmann (Montabaur), Bettina Justus (Oberroßbach), Nina Kleppel (Wallmerod), Rebecca Korb (Sessenbach), Steven Leinweber (Welschneudorf) Vanessa Mazlum (Ransbach-Baumbach), Willy Neumann (Großholbach), Karin Nuss (Rennerod), Manuel Pisani (Berod) Jonas Rudersdorf (Girkenroth), Kiara Sophie Spannenkrebs (Berod), Kristina Waldschmidt (Höhr-Grenzhausen) und Dominik Wolf (Heiligenroth).

Westerwälder Zeitung vom Dienstag, 4. Juli 2017, Seite 17

Gesellen bei den Bäckern

Freisprechung ist in Niederahr erfolgt

Der Obermeister der Bäckerinnung Rhein-Westerwald, Hubert Quirmbach aus Hundsangen, hat jetzt mit 13 jungen Bäckern den Abschied vom Lehrlings-Dasein und den Übertritt ins Gesellenleben im Rahmen einer Freisprechungsfeier in Niederahr. Dabei betonte der Obermeister, dass handwerkliches Können, Ausdauer und Leistungswille Garanten einer gesicherten Zukunft sind und nur eine qualifizierte Fachkraft auf dem Arbeitsmarkt bestehen kann.

Die Prüfung zum Bäcker bestanden (in Klammern der Ausbildungsbetrieb): Ipek Alici, Westerburg (Rudolf Jung & Co, Westerburg), Kevin Hehl, Bendorf (Bäckerei Geisen, Neuwied), Sebastian Kremer, Montabaur (Christoph Marx, Montabaur), Niko Michels, Westerburg-Giershausen (Rudolf Jung & Co, Westerburg), Pascal Quadt, Waldbreitbach (Joachim Schmidt, Waldbreitbach), Sabine Rixner, Seelbach (Heinz Willi Grund GmbH, Höchstenbach), Josephine Schuster, St. Katharinen (Thomas Hamacher, Erpel), Laura Seyffert, Nauort (Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft, Montabaur), Marc-Rolf Stötzel, Kirchen (Mario Stötzel, Kirchen), Marcel Weilnau, Niederhofen (Marc Crede, Großmaischeid), David-Joshua Wiegand, Niederroßbach (Rudolf Jung & Co, Westerburg), Max Zierdt, Melsbach (Torsten Burkhardt, Willroth), Claudia Zymny, Höhr-Grenzhausen (Christian Sand, Höhr-Grenzhausen). Es gab ein Sonderlob für die Prüfungsbeste Josephine Schuster aus St. Katharinen und allgemeine Freude über die Aushändigung des Gesellenbriefes beim anschließenden gemütlichen Beisammensitzen. hh

Westerwälder Zeitung vom Freitag, 7. Juli 2017, Seite 19

Büromanager wurden verabschiedet

15 Schüler der Höheren Berufsfachschule Organisation und Officemanagement der Berufsbildenden Schule (BBS) Montabaur haben ihre Zeugnisse erhalten. Die Übergabe fand bei einer Feier statt.

Folgende Absolventen haben den beruflichen Abschluss „Assistent/in für Organisation und Officemanagement“ in Verbindung mit dem schulischen Teil der Fachhochschulreife erworben: Ailien Adolf (Siershahn), Anita Albrecht (Heiligenroth), Miguel Arenz (Daubach), Marcel Bukowski (Sessenhausen), Daniel Christmann (Hillscheid), Lea Eulberg (Nauort), Robert Garibian (Nordhofen), Vanessa Lupo (Ötzingen), Saskia Schlau (Isselbach), Leon Schmidt (Montabaur), Vera Sviridova (Montabaur), Janis Volkmann (Montabaur). Emre Kilic (Wallmerod) hat den schulischen Teil der Fachhochschulreife erworben. Elif Alici (Dreikirchen) und Mufail Salja (Ebernhahn) haben den Bildungsgang mit dem beruflichen Abschluss „Assistent/in für Organisation und Officemanagement“ abgeschlossen. Die zweijährige Höhere Berufsfachschule Organisation und Officemanagement etabliert sich zunehmend als Möglichkeit für Schüler mit qualifiziertem Sekundarabschluss I. Auch für das Schuljahr 2017/2018 verzeichnet die BBS hohe Anmeldezahlen.

Westerwälder Zeitung vom Freitag, 7. Juli 2017, Seite 13

Abschluss am Beruflichen Gymnasium

79 junge Menschen in Montabaur am Start in neuen Lebensabschnitt

Mit dem Erreichen der allgemeinen Hochschulreife beginnt für die 79 Abiturienten der beiden Zweige des Beruflichen Gymnasiums an der Berufsbildenden Schule Montabaur ein neuer Lebensabschnitt. Der Verleihung der Abitur-Zeugnisse ging ein ökumenischer Gottesdienst in der Kirche St. Peter in Ketten in Montabaur voran. Die anschließende Zeugnisübergabe in der Stadthalle Haus Mons Tabor bildete den Höhepunkt der Feierlichkeiten. In diesem Rahmen wurden auch ganz besondere Leistungen geehrt. Mit einer Urkunde des Landrats wurde Wiebke Becker für die beste Abiturprüfung des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft ausgezeichnet (Notendurchschnitt 1,9). Für das Berufliche Gymnasium Gesundheit/Soziales erhielt Franziska Stendebach die Auszeichnung für die beste Abiturprüfung (Notendurchschnitt 1,3) und durfte die Urkunde des Landrats in Empfang nehmen.

Folgende Schüler haben das Abitur an der Berufsbildenden Schule in Montabaur erfolgreich bestanden: Mehwish Abbas (Montabaur), Theresa Altmann (Niederelbert), Kevser Aydin (Selters), Jerome Bach (Ransbach-Baumbach), Lea Bamberger (Holler), Laura Becker (Heilberscheid), Wiebke Becker (Oberelbert), Tobias Blankenagel (Ellenhausen), Maximilian Breibach (Stahlhofen), Anica Breiden (Leuterod), Lisa-Marie Brennecke (Hilgert), Laura Francesca Brühl (Montabaur), Darleen Brüll (Hundsangen), Michael Bruns (Schenkelberg), Valentina Buccoliero (Wirges), Ronja Burmeister (Hömberg), Leona Dittrich (Arzbach), Jorina Drygalla (Weidenhahn), Lena Gnodtke (Selters), Ella-Mira Gollan (Montabaur), Kristina Gorgas (Oberelbert), Nils Grieger (Oberhaid), Natascha Grün (Deesen), Sascha Haas (Wirges), Laura-Jane Hehl (Ransbach-Baumbach), Rebecca Helbach (Montabaur), Rebecca Hoelke (Oberahr), Nicole Hoffmann (Obererbach), Nadja Hommrich (Boden), Janis Hufmann (Dernbach), Aylin Kaya (Welschneudorf), Erwin Keller (Wittgert), Marian Kilian (Montabaur), Daniel Kitke (Hillscheid), Noemi Klein (Koblenz), Jenny Kleppel (Wallmerod), Katharina Koch (Maxsein), Annastasia Krimbel (Siershahn), Joshua Krumm (Selters), Moritz Letschert (Wirges), Celina Lippmann (Kadenbach), Katharina Lopp (Montabaur), Sophia Lörsch (Großholbach), Alexander Lust (Montabaur), Selina Lützel (Heiligenroth),Susanne Malcherczyk (Selters), Tara Mona Malik (Großholbach), Anton Mensch (Niedererbach), Simon Mersteiner (Meudt), Elena Minnig (Sessenhausen), Martina Mohr (Hahn), Emily Nolden (Hilgert), Theresa Petri (Isselbach), Kimberley Remy (Herschbach/Selters), Julia Renkas (Großholbach), Lea-Michelle Ruster (Montabaur), Sarah Sophie Sauer (Eitelborn), Nina Schaaf (Höhr-Grenzhausen), Helena-Maria Schäfer (Niederahr), Lea Scherbarth (Marienrachdorf), Annika Schmidt (Ötzingen), Marie Sehner (Niederahr), Jasmin Speier (Hillscheid), Franziska Stendebach (Montabaur), Nico Strödter (Rückeroth), Philipp Strüder (Hartenfels), Seyfullah Tan (Siershahn), Ann-Kathrin Thiele (Köln), Sofia Tossiou (Sessenbach), Tunahan Tütüncü (Herschbach), Martin Weber (Ransbach-Baumbach), Florian Weimer (Berod), Annalena Wick (Herschbach), Katharina Wittmann (Wirges), Celine Wörsdörfer (Ruppach-Goldhausen), Eyyüp Yalama (Wirges), Kristina Zeh (Neuhäusel), Sabrina Zekic (Montabaur) und Alexandra Zimmermann (Bannberscheid).

Westerwälder Zeitung vom Montag, 3. Juli 2017, Seite 18

Wie Erblindung das Leben verändert

Betroffene schildern Schüler der BBS Montabaur ihren Alltag mit einer Sehbehinderung

Ein Gesichtsfeld, das sich immer weiter einschränkt – bis hin zur Blindheit. Das erleben Birgit Killian und Petra Hannappel aufgrund der Erbkrankheit Retinitis Pigmentosa. Bei dieser Krankheit schrumpft das Sehvermögen immer weiter, die Erblindung kommt in Schüben. Seit einem Schub im vergangenen Jahr kann Birgit Killian nicht mehr lesen, hell und dunkel kann sie allerdings noch unterscheiden. Petra Hannappel kann noch lesen, ihr Gesichtsfeld ist von 180 Grad, wie es normal Sehende haben, auf ungefähr fünf Grad geschrumpft. Deshalb hat sie Ende 2015 auch aufhören müssen zu arbeiten. „Ich war Altenpflegerin“, erzählt sie. „Es ist sehr schade, dass ich den Beruf nicht mehr ausüben kann, aber auch verständlich.“ Man kann die Wehmut in ihrer Stimme erkennen, als sie den Schülern der BBS in Montabaur ihre Geschichte erzählt. Trotz der schweren Erlebnisse und der Herausforderung, auf einmal immer weniger zu sehen, erklären die beiden Frauen mit viel Geduld und Offenheit ihre Situationen, um für das Thema Blindheit und den Umgang mit Betroffenen im Alltag zu sensibilisieren.

Die beiden Frauen sind im Vorstand des Blinden- und Sehbehindertenvereins Westerwald-Rhein-Lahn tätig und besuchen in dieser Woche die Schüler in Montabaur. Mit dabei sind Killians zwei Blindenhunde Conny und Sarah, die ihr im Alltag zur Seite stehen. Die beiden Golden Retriever liegen brav zu den Füßen der zwei Frauen, die den Schülern erklären, wie sie ihren Alltag bewältigen, vor welchen Hürden sie täglich stehen und welche Hilfsmittel es für sie gibt.

Die Tiere haben es den Schülern besonders angetan. Birgit Killian erklärt, dass eine Blindenhundeausbildung etwa 20 000 Euro kostet, welche Kommandos die Hunde verstehen und wie sie sie ausgesucht hat. Doch die Hunde sind nicht die einzigen Hilfen, die die Schüler begutachten können. Die Taschen der beiden Frauen füllen auch Spielkarten in Blindenschrift sowie ein Würfel zum Tasten. Auch eine Brille, die das verbliebene Sehvermögen Hannappels simuliert, haben sie mitgebracht. Sie erzählen Anekdoten aus ihrer Zeit, als sie sich an das schrumpfende Sehvermögen gewöhnen mussten, und erklären, wie man im Alltag helfen kann. Besonders wichtig sei es, dass Außenstehende immer zuerst fragen, ob sie helfen können, und sie nicht einfach die sehbehinderte Person über die Straße ziehen, obwohl sie die Straße vielleicht überhaupt nicht überqueren wolle. „Wir möchten ja auch ein selbstbestimmtes Leben führen“, sagt Killian. „Aber wenn jemand Hilfe anbietet, freuen sich die meisten schon.“

Im Voraus hatten die Schüler bereits im Unterricht Regeln im Umgang mit Sehbehinderten erarbeitet und das Blindsein einmal selbst simuliert. Auch einige Fragen hatten sie den beiden Frauen geschickt, die von der Geschichte des Erblindens bis hin zur Alltagsbewältigung reichten. Die Schüler und Lehrerinnen durften sich über viel Offenheit, Herzlichkeit und Ehrlichkeit seitens der Gäste beim Beantworten der Fragen freuen.

Für die Zukunft wünscht sich Birgit Killian, dass die Stadt Montabaur und der Straßenverkehr barrierefrei werden. Zwar gibt es seit Kurzem ein Leitsystem und blindengerechte, sogenannte taktile Ampeln, doch gibt es immer noch Kreuzungen und Kreisel, die sogar für Sehende sehr schwer zu überqueren seien, und für Blinde eine besondere Herausforderung darstellen. Mehr Zebrastreifen und andere Hilfen wären besonders hier wünschenswert und notwendig, um die Sicherheit, auch von sehbehinderten Personen, im Straßenverkehr zu gewährleisten. Als Dankeschön für die Offenheit und Geduld gab es von den Schülern außerdem ein kleines Geschenk, und auch die Hunde wurden mit einer großen Portion Leckerchen aus dem Klassenraum entlassen.

Westerwälder Zeitung vom Freitag, 30. Juni 2017, Seite 19

Schüler haben tolle Geschäftsideen

Existenzgründer-Planspiel zeichnet wieder junge Unternehmer aus

Ein Unternehmenskonzept vorstellen, inklusive Internetseite und Konkurrenzkalkulation – vor dieser Aufgabe standen nun bereits im vierten Jahr die Zwölftklässler des Wirtschaftszweigs der BBS Montabaur, die das Projekt in Gruppen von drei bis sechs Schülern angingen. Am Dienstag wurden die drei besten virtuellen Geschäftsideen von der Sparkasse Westerwald-Sieg ausgezeichnet. Seit Herbst vergangenen Jahres hatten die neun Gruppen an ihren Ideen gefeilt.

Den ersten Platz, der mit 150 Euro dotiert ist, belegte das Team „Fohrdenker“, bestehend aus Martin Friedrich, Michael Schmidt, Lukas Gombert und Leon Lesser. Sie stellten ein Konzept für betreutes Wohnen in ländlichen Regionen vor. Damit griffen sie ein sehr aktuelles Thema auf: Ältere Menschen, die in ihren Häusern in den Heimatdörfern wohnen bleiben möchten, anstatt in ein Altersheim in die Stadt zu ziehen. Ihr Konzept sieht hier eine Art Alterswohngemeinschaft mit Betreuung vor. 150 Euro für den zweiten Platz erhielten Luisa Hild, Hannah Blettenberg und Franziska Wigge als Team „MZA – Das Wohnzentrum der Zukunft“. Ihre Geschäftsidee sieht eine Wohngemeinschaft mit Menschen mit und ohne Behinderung vor. Es soll eine Symbiose aus den beiden Parteien geschaffen werden. Der Alltag wie Kochen oder Führen des Haushalts soll von allen gemeinsam erledigt werden. So sollen die Inklusion verbessert und für alle Vorteile erzielt werden. Für die Mädchen stand hierbei vor allem der soziale Aspekt im Vordergrund.

Dem Problem, dass Elektroautos oft zu kurze Strecken zurücklegen können und lange Ladezeiten an Tankstellen haben, widmete sich die Gruppe „Feweo“. Philipp Andre, Pascal Finze, Ronja Hinrichs, Philine Holzenthal und Jan Steuder schlugen ein Konzept vor, bei dem Fahrer von Elektroautos an Tankstellen ihre leeren Akkus gegen volle eintauschen können: Eine Art Pfandsystem, durch das die Fahrer nach dem Akkuwechsel direkt weiterfahren können. Für diese fortschrittliche Idee erhielten sie 100 Euro.

Auch die betreuenden Lehrer, Eberhard Kirchner und Daniel Rath, unterstützen das Projekt gerne. „Das ist eine tolle Übung, so praktisch, wie es an einer Schule eben möglich ist“, betont Kirchner. Auch in den Lehrplan passt das Planspiel, da in der zwölften Klasse Marketing durchgenommen wird. Bei dem Wettbewerb können die Schüler mit dem Erstellen des eigenen Marketingplans tätig werden. Seit 1999 gibt es den Schülerwettbewerb, der eine Kategorie des Deutschen Gründerpreises ist. Die Sparkassen, Stern, zdf und Porsche rufen zu Kreativität und Unternehmergeist auf. Seit Beginn haben bereits 78 000 Schüler an dem Wettbewerb teilgenommen.

Birka Kallenbach

Westerwälder Zeitung vom Donnerstag, 8. Juni 2017, Seite 14

Ausstellung „Naturraum Wald – vertraut, vielfältig, verletzlich“ zu Gast bei der SGD Nord

Dr. Ulrich Kleemann, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, eröffnete heute zusammen mit Vertretern der Anne-Frank-Realschule plus (AFRS+) Montabaur, der Berufsbildenden Schule (BBS) Montabaur, der Katharina-Kasper-Schule (KKS) Wirges und der Waldschule Montabaur/Horressen die Ausstellung „Naturraum Wald – vertraut, vielfältig, verletzlich“ in der SGD Nord in Koblenz.  Bei der Ausstellung handelt es sich um ein schulartübergreifendes Kunstprojekt, bei dem die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 4 bis 12 ihre kreativen Ideen zum Thema „Naturraum Wald“ präsentieren. Ein besonderes Highlight der Ausstellung ist ein dreidimensionaler Wunschbaum aus Holz, der seine Betrachter zum Verweilen, Nachdenken und Mitmachen einladen soll.

 

Ich freue mich, dass die Schulen schon zum zweiten Mal mit Ihrem Kunstprojekt bei uns zu Gast sind und in diesem Jahr mit ihrer Ausstellung auf den faszinierenden Naturraum Wald aufmerksam machen möchten“, so Kleemann während der Ausstellungseröffnung. „Auch die SGD Nord setzt sich im Rahmen der Natura 2000 Bewirtschaftungsplanung als Obere Naturschutzbehörde für den Wald und seine Bewohner ein. Im Bereich der SGD Nord werden derzeit für 85 Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebiete und 26 Vogelschutzgebiete Bewirtschaftungspläne aufgestellt. Diese Fachpläne dienen dem Schutz und Erhalt der Tier-und Pflanzenarten sowie der Lebensräume innerhalb der Gebiete, die in Rheinland-Pfalz zu über 70 Prozent aus Waldflächen bestehen.“

 

Auch die Schulleiter der AFRS+ Montabaur und der KKS Wirges, Ernst Carstensen und Volker Vieregg, lobten ihre Schülerinnen und Schüler, die über die ganze Projektphase hochmotiviert waren. Viele schöne Einzelkunstwerke und kreative Gemeinschaftsarbeiten seien dabei entstanden. Auch die gute Zusammenarbeit und das kreative Miteinander der Schulen seien vorbildlich. Die Ausstellungseröffnung wurde durch die Bläserklasse 7b der AFRS+ Montabaur unter Leitung von Thomas Eberth musikalisch umrahmt.

 

Zwei Monate haben sich die Schüler mit dem Thema „Naturraum Wald“ intensiv beschäftigt. Wald als Wirtschaftsfaktor, grüne Lunge, Wasserspeicher, Wettermacher, Erholungsort und Lebensraum waren die unterschiedlichen Themenschwerpunkte, die sich die verschiedenen Jahrgänge gesetzt hatten. Inspiration zu ihren vielfältigen und kreativen Werken fanden die Schüler vor allem durch Waldbesuche und den Kunstunterricht, bei denen sie viele wertvolle Information über Tiere, Pflanzen, Lebensräume und die Bewirtschaftung des Waldes sammeln konnten. In der Praxisphase wurden schließlich die gesammelten Eindrücke und Naturmaterialien in den eigenen Bildern verarbeitet. Insbesondere in dem inklusiven Kunstunterricht zwischen der BBS und der KKS konnten die Schüler durch das kreative Arbeiten viele neue Lernerfahrungen machen und soziale Kompetenz entwickeln. Aber auch die anderen Schüler konnten sich durch die Auseinandersetzung mit der Thematik Wald ein neues Lernfeld erschließen. Betreut wurde das Projekt von den Lehrkräften Marlies Große-Heilmann, Maria Bohnet (AFRS+), Paquita Merz, Alexandra Jochens, Heidi Korn, Rainer Soine (BBS), Heike Wilke und Schulleiter Volker Vieregg (KKS).

 

Die Ausstellung ist bis zum 23. Juni, in der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Stresemannstraße 3 - 5, montags bis donnerstags von 8 - 18 Uhr und freitags von 8 - 15 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.

 

Weitere Informationen unter http://www.sgdnord.rlp.de

Westerwald Bank spendet 20 000 Euro für Berufsbildende Schulen

Die Westerwald Bank hat unter dem Stichwort „Digitales Klassenzimmer“ heimische Schulen bei der Finanzierung moderner Unterrichtsmedien unterstützt. Jeweils 5000 Euro erhalten die Berufsbildenden Schulen Westerburg, Montabaur, Betzdorf-Kirchen und Wissen. Die Schulen verwenden das Geld beispielsweise zur Anschaffung von iPads oder die Neueinrichtung eines PC-Raumes. „Eine Zukunft von Bildungssystemen außerhalb der Welt der neuen Technologien ist nicht verantwortbar“, sagte Bank-Vorstand Dr. Ralf Kölbach bei der Übergabe in Hachenburg. Foto: Westerwald Bank

Westerwälder Zeitung vom Freitag, 2. Juni 2017, Seite 23

Schwerpunkt: digitalisierte Schule – Bildungsministerin Stefanie Hubig besucht Schulen in Dierdorf und Montabaur

 

Unter der Überschrift „Digitalisierte Schulen“ besuchte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig die Nelson-Mandela-Realschule plus in Dierdorf und die Berufsbildende Schule Montabaur. Die Bildungsministerin tauschte sich mit Lehrkräften sowie mit Vertreterinnen und Vertretern von Schülern und Eltern über den Einsatz digitaler Endgeräte – wie etwa Tablets oder Smartboards – im Unterricht und bei der Schulorganisation aus.
„Die Digitalisierung ist, vom Privatleben bis in die Arbeitswelt, in vielen Bereichen längst angekommen und sie schreitet mit riesigen Schritten voran. Deshalb ist digitales Lernen und Lehren seit vielen Jahren ein bildungspolitischer Schwerpunkt in Rheinland-Pfalz. Unsere Schulen vermitteln Kompetenzen, die es den Schülerinnen und Schülern erlauben, diese Entwicklung nachzuvollziehen, mitzugehen und auch zu hinterfragen. Dabei geht es um technisches Knowhow genauso wie um ethische Fragen. Das ist spannend aber natürlich auch eine Herausforderung für alle an Schule Beteiligten. Bei meinem Schulbesuch in Dierdorf und Montabaur habe ich wieder erlebt, mit wie viel Engagement, Expertise und Spaß an der Sache sich unsere Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern in vielfältiger Weise einbringen“, so Bildungsministerin Stefanie Hubig.
Bereits seit 2010 ist die Nelson-Mandela-Realschule plus Medienkompetenzschule des Landesprogramms „Medienkompetenz macht Schule“. In Dierdorf zeigt sich eindrucksvoll, wie digitale Bildung in allen Bereichen von Schulen gelingen kann: Unter anderem wurde das Konzept der sogenannten „I-Pad-Klassen“ umgesetzt, mobiles Lernen mit iPads ist auch ein Schwerpunkt eines von der EU geförderten Projekts (Erasmus+) unter dem Titel „Neue Medien – Neue Methoden“. Zum neuen Schuljahr will die Schule in Dierdorf das „digitale Klassenbuch“ einführen und stellte der Ministerin das gemeinsam mit Flüchtlingskindern realisierte eTwinning-Projekt „In Europa angekommen – und nun?" vor. Die Online-Plattform eTwinning bietet Schulen in Europa die Möglichkeit zu kommunizieren, zu kooperieren, gemeinsam Projekte zu entwickeln und sich auszutauschen. Die Nelson-Mandela-Realschule plus zeichnet sich durch eine zusätzliche Unterrichtsstunde Informatische Bildung in der 7. Klasse aus, bereits ab der 6. Klasse erlernen die Schülerinnen und Schüler Grundlagen der IT sowie den Umgang mit dem Internet und Office-Programmen.
Die BBS Montabaur präsentierte unter anderem den Einsatz der „MathApp GeoGebra“ im Rahmen des Mathematikunterrichts und die Smartboard-Anwendung bei der CNC-Steuerung (computer numerical control) im Fach Metalltechnik. Die Schule ist seit 2011 offiziell Prüfungszentrum für den Europäischen Computerführerschein (ECDL) und hat in insgesamt 77 Unterrichts- und Konferenzräumen Mini-PCs und interaktive Whiteboards installiert. Aber auch jenseits des Fachunterrichts hat die Digitalisierung in Montabaur Einzug gehalten: Die Information zum aktuellen Vertretungsplan findet sich auf vier digitalen „schwarzen Brettern“, die jeweils unterschiedliche Darstellungen für die Lehrkräfte, die Schülerinnen und Schüler und den Vertretungsplaner haben. Mit der Einführung eines Intranets „Intrexx“ im Jahr 2010 ist nun auch die schulinterne Kommunikation und Arbeitsstruktur digitalisiert. Über diese Plattform wird, neben der Kommunikation des Kollegiums, das gesamte Abwesenheitsmanagement, Raumbuchungen, die Terminverwaltung und vieles mehr abgewickelt.
„Medienkompetenz darf nicht an die soziale Herkunft geknüpft sein. Deshalb gewähr-eisten wir eine gute technische Ausstattung an den Schulen für alle Schülerinnen und Schüler. Mit einer Fördersumme von mehr als 22 Millionen Euro wurden in Rheinland-Pfalz in den vergangenen zehn Jahren 580 weiterführende Schulen mit 13.000 Notebooks und Tablets sowie 1.500 Interaktiven Whiteboards ausgestattet. In einem nächsten Schritt stärken wir die Grundschulen. Ab dem neuen Schuljahr werden jährlich 125 Grundschulen als Projektschulen in das Landesprogramm ‚Medienkompetenz macht Schule‘ aufgenommen. Die Ausstattungsförderung pro Schule beträgt 7.500 Euro“, so die Bildungsministerin weiter.
Das bundesweit beachtete Landesprogramm „Medienkompetenz macht Schule“ hat Rheinland-Pfalz 2007 gestartet. Im Mittelpunkt steht eine umfassende Medienkompetenzförderung von allen an schulischer Bildung Beteiligten. Dazu gehört der Kompetenzerwerb für Referendarinnen und Referendare, für Lehrkräfte, für Schülerinnen und Schüler und auch Angebote für Eltern. Seit 2007 nahmen über 60.000 Lehrkräfte an zahlreichen Fortbildungsangeboten zum Einsatz digitaler Medien im Unterricht teil, über 2.600 Jugendmedienschutzberaterinnen und -berater haben sich qualifiziert und über 2.100 Schülerinnen und Schüler sind als Medienscouts ausgebildet.

Pressedienst, MINISTERIUM FÜR BILDUNG
Mainz, 15.5.2017

Auch Mädchen lieben Schweißgeräte

Mit mehr als 10 000 Angeboten erreicht der Girls' Day einen neuen Rekord

Möglichst vielen Mädchen Lust auf die Arbeit in vermeintlichen Männerdomänen machen – das war auch in diesem Jahr wieder das Ziel des bundesweit veranstalteten Girls' Day. Neben zahlreichen Einzelbetrieben des Westerwaldkreises nahm auch die Berufsbildende Schule Montabaur an dem Aktionstag teil. Sie hatte mehr als 120 Schülerinnen aus der gesamten Region eingeladen, sich in den Werkstatträumen der Einrichtung mit Ausbildern und Branchenvertretern kurzzuschließen und bei Interesse selbst Hand anzulegen. Zum Beispiel in der Kfz-Lehrwerkstatt von Frank Bauer, wo die Schülerinnen sich am Wechsel von Autoreifen versuchen durften. „Auch wenn sie jetzt nicht gleich Mechatroniker werden wollen, zeigen wir ihnen hiermit auch einmal ein Stück weit Alltagsrealität“, so der Lehrer.

Besonders stolz war Dorothea Samson, Koordinatorin der diesjährigen Ausgabe, auf die Teilnahme des Unternehmens Weldplus. Dieses hatte einen hochmodernen Simulator im Gepäck, mit dem die Besucherinnen sich ganz ohne Verletzungsgefahr beim Schweißen ihrer ersten Nähte ausprobieren konnten. „Eine gute neue Erfahrung“, meinte auch Maike Drescheng, nach dem sie den schweren Helm wieder von ihrem Kopf abgenommen hatte. Was sie beruflich definitiv nicht werden will, das weiß sie bereits: „Bloß nicht Friseur“, sagte die 14-Jährige. Julia Wünning ist da schon einen Schritt weiter: „Schweißen ist echt cool, und wenn man es ein paar Mal gemacht hat, bekommt man auch ein viel besseres Verständnis für das, was man da eigentlich verkauft“, ist die 20-Jährige überzeugt. Sie arbeitet für den Mündersbacher Gerätehersteller EWM als Industriekauffrau, übernimmt die Kundenberatung und erfasst Aufträge. Während der Mini-Messe demonstrierte sie zusammen mit Azubi Timo Beyer das Löten von Elektrokontakten.

Ein Nischendasein führen junge Frauen auch in den Schreinereien des Kreises. Ein Fakt, den man angesichts des Andrangs in Rolf-Rainer Soines Holzwerkstatt kaum glauben konnte. An den Werkbänken wird gebohrt und gehämmert, auf dass jeder am Ende ein eigenes Solitärholzspiel mitnehmen konnte. Der Beruf sei körperlich längst nicht mehr so fordernd wie noch vor ein paar Jahren, erklärte der Ausbilder. Viele moderne Maschinen unterstützen den Schreiner heute bei seiner Arbeit. „Meine Erfahrung ist zudem, dass die Mädels oft kreativer sind und kaum eine von ihnen die Ausbildung abbricht“, sagte Soine.

Andrea Sauer, Lehrerin an der Realschule Wirges war mit 37 Schülerinnen der Klassenstufen 7 bis 9 nach Montabaur gekommen. „Alle hoch motiviert“, wie sie beteuerte. Um möglichst alle von ihnen am Ende in eine Ausbildung zu bekommen, sei der Aktionstag ein wichtiges Zusatzangebot.

Westerwälder Zeitung vom Freitag, 28. April 2017

Ruandawoche – toller Erlös und gute Stimmung!

Die Ruanda-Aktion an unserer Schule war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg und hat allen viel Spaß gemacht.

Neben den traditionellen Ruanda-Brötchen fanden weitere Pausensnacks wie z.B. Wraps, Sandwichs, Pizza oder auch Obstbecher und frischer Salat regen Absatz.

Engagierte Schüler/innen der BF2-Hauswirtschaft übernahmen im berufsbezogenen Unterricht die Planung, Steuerung und Auswertung dieser Verkaufsaktion als Unterrichtsprojekt. Sie wurden dabei vor allem von Azubis aus dem Bäckerhandwerk d.h. von Bäckereifachverkäuferinnen und Bäckern, aber auch von BF1-Klassen aus der Hauswirtschaft tatkräftig unterstützt. Die Gesamtorganisation lag bei Uta Kropp und Gereon Mering.

Besonders gefallen haben den Schülerinnen und Schülern die Teamarbeit, das selbstständige Arbeiten, die gute Atmosphäre und nicht zuletzt der Einsatz für einen guten Zweck.

Der Erlös von 2532,66 € ist beachtlich und geht an unsere Partnerschule Rwamiko, mit ihren ca. 354 Schüler/innen im Alter von 15 bis 22 Jahren.

Neuer Vorstand im Förderkreis der bbsmt

Alte und neue Vorsitzende des Förderkreis der bbsmt ist Eva Reiter (Geschäftsführerin der ITEX Gaebler-Industrie-Textilpflege). Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung wurde sie einstimmig in ihrem Amt bestätigt. Eine Anregung der letztjährigen Mitgliederversammlung aufgreifend, fand die Diesjährige im neuen Gebäude von Itex-Gaebler in Heiligenroth statt. Daniel Rath, alter und neuer Kassenwart brachte mit seiner Darstellung der unterstützten Projekte Leben in die nackten Zahlen. Vervollständigt wird der Vorstand durch den 2. Vorsitzenden Andreas Steinebach (bbsmt) sowie die Beisitzer Bernd Nöllgen (Naspa Montabaur), Benjam Hering und Steffen Striedter (beide bbsmt). Schulleiterin Sabine Nugel gehört dem Vorstand als geborenes Mitglied an.

Zum Abschluss führte Eva Reiter, unterstützt durch einen Auszubildenden des Betriebes, die Teilnehmer der Mitgliederversammlung mit Herzblut und Sachverstand durch ihr Unternehmen.

Schüler stellen interessante Geschäftsideen vor

Bis Anfang Mai wollen Teams der BBS Montabaur eigene Firmen am Start haben.

Sie wollen Wohnanlagen für behinderte und nicht behinderte Menschen bauen, perfekt abgestimmte Pakete für Cocktailabende anbieten, Produkte auf ihre Umweltverträglichkeit testen, Austauschakkus für Pkw verleihen oder ausgediente Möbel zu völlig neuen Einrichtungsgegenständen umbauen: Zehn Teams von drei bis sechs Schülern des Wirtschaftsgymnasiums der Berufsbildenden Schule in Montabaur nehmen auch in diesem Jahr mit ihren interessanten Geschäftsideen am Schülerwettbewerb des Deutschen Gründerpreises teil. Diese Initiative, gefördert von der Sparkasse Westerwald-Sieg und weiteren überregionalen Firmen und Medien, beschäftigt sich mit virtuellen oder auch tatsächlichen Unternehmensgründungen.

Genau wie in der richtigen Arbeitswelt müssen die Mitglieder der einzelnen Teams zusammenarbeiten und sich und ihr selbst entworfenes Produkt durch den Einsatz individueller Kompetenzen auf den Markt bringen und dort behaupten. Insgesamt setzt sich die Herausforderung aus neun verschiedenen Aufgaben zusammen, die in den nächsten Wochen zu genau festgelegten Terminen bewältigt werden müssen. Anhand von diesen Aufgaben konzipieren die Unternehmer von morgen ihren Geschäftsplan – inklusive Produktentwicklung, Vertriebs- und Marketingstrategie. Am Ende zählen vor allem der überzeugendste Geschäftsplan und ein kreatives Produkt. Die letzte Hürde muss bis Anfang Mai genommen sein. Praktisch gesprochen, muss dann die Schülerfirma am Start sein.

Während der Auftaktveranstaltung in der BBS Montabaur versorgten Firmenkundenberater Johannes Eberz und Spielbetreuerin Sibylle Hölzemann-Gösel (beide Sparkasse Westerwald-Sieg) die Teams mit den wichtigsten Daten und Fakten. Eberz bot den Schülern an, sein Know-how in der Gründungsfinanzierung und darüber hinaus an sie weiterzugeben. Zudem regte er die Beteiligung eines Steuerberaters an. Organisiert und gecoacht werden die Teams aus der zwölften Jahrgangsstufe des Beruflichen Gymnasiums von einem engagierten Pädagogenteam rund um Eberhard Kirchner. Ein Vorteil für Lehrer: Die Aufgaben sind an die Lehrpläne der Bundesländer angepasst und lassen sich in den Unterricht, beispielsweise der Fächer Wirtschaft, Politik und Mathematik, einbinden.

Hölzemann-Gösel stellte den Ablauf des Wettbewerbs, der bis zur Bundesebene und zur Teilnahme an einem Futurecamp in Berlin führen kann, vor: Zunächst einmal ist es notwendig, dass die Teilnehmer eine Produktidee entwickeln und diese konkretisieren. Damit sprechen sie dann bei ihrem Gründerpaten aus der regionalen Wirtschaft vor. Diesen dürfen die Schüler frei wählen.

Darauf folgt die Zusammenarbeit innerhalb des Teams, in der ein Markt für das Produkt gefunden werden muss. Die restlichen Aufgaben bestehen schließlich aus der Entwicklung eines Geschäftskonzeptes, das sowohl Produktentwicklung als auch Finanzierung und Marketing berücksichtigt. Zwischenstände können jederzeit online eingesehen werden, sodass die Schüler ihre Entwicklung selbstständig beurteilen können.

Mehr als 74 000 Jugendliche ab 16 Jahren haben seit 1999 am Deutschen Gründerpreis für Schüler teilgenommen. Ziel ist es, das Gründungsklima im Land zu fördern und potenziellen Unternehmern Mut zur Selbstständigkeit zu machen. Den haben die Montabaurer Schüler, die auch mit einem neuartigen Stift Menschen mit Rechtschreibproblemen helfen wollen, Lebensmittel für Leute liefern möchten, die an Allergien leiden, Hörgeschädigten mit elektronischen Brillen den Text zu Filmen vermitteln oder Wohnanlagen verwirklichen wollen, die das Leben im Dorf auch im Alter ermöglichen. Eine Gruppe machte um ihre Idee sogar noch ein großes Geheimnis.

Westerwälder Zeitung vom Mittwoch, 15. März 2017, Seite 14

Spendenaktion der BVJ-Klassen der BBS Montabaur

Wie bereits in den Jahren zuvor haben die Klassen des Berufsvorbereitungsjahres der Berufsbildenden Schule Montabaur auch in 2016 selbsthergestellte Waren auf dem Montabaurer Weihnachtsmarkt verkauft. Zwischen dem 5. und dem 9. Dezember 2016 wurden in Schichten das Verkaufshäuschen der Sozialarbeit besetzt und bei zum Teil eisigen Temperaturen handgemachte Dekorationsartikel angeboten.

Die Klassen mit dem Schwerpunkt Holz und Metall haben seit den Sommerferien Kerzenständer, Weihnachtsbäume, Sterne, Vogelhäuschen und vieles mehr selber in den Werkstätten der BBS Montabaur hergestellt. Die Klassen mit dem Schwerpunkt Hauswirtschaft haben Plätzchen gebacken und unterschiedlichste kleine und große Dekorationsartikel gebastelt.

All dies fand großen Anklang bei den Besuchern des Weihnachtsmarktes, sodass insgesamt über 1700,- € zusammen kamen.

Das Geld wurde wie im letzten Jahr an die Kinderkrebsstation des Kemperhofs in Koblenz gespendet und wird vor allem für den Kauf von Spielsachen für die kleinen Patienten und die Geschwisterkinder von Krebspatienten eingesetzt werden.

Wir danken allen Beteiligten für einen reibungslosen Ablauf und einen schönen Weihnachtsverkauf. Besonderer Dank gilt Wolfgang Rhensius, der die Verkaufsaktion vor einigen Jahren ins Leben gerufen hat, immer mit Rat und Tat zur Seite stand und in diesem Jahr in den wohlverdienten Ruhestand geht.

Ein spannender Tag bei Mundipharma

Anfang Dezember 2016 waren wir, die ZFA 14 der BBS Montabaur zu einer Betriebsberichtigung im Pharmaunternehmen Mundipharma in Limburg eingeladen.

Als angehende Zahnmedizinische Fachangestellte war es uns für unsere berufliche Tätigkeit ein Anliegen mehr über die Herstellung von Betäubungs- und Arzneimittel zu erfahren. Daher beschlossen wir mit unserer Klassenlehrerin eine Exkursion zum Firmensitz des Arzneimittelherstellers zu unternehmen.

Als wir dort ankamen wurden wir sehr herzlich von der dortigen PR Managerin Frau Goertz mit belegten Brötchen und Getränken empfangen. Nach einem ersten Kennenlernen erfolgte ein sehr interessanter Vortrag über die Geschichte des Unternehmens, welches 1967 gegründet wurde und nun zu den führenden Pharmaunternehmen Deutschlands gehört. Zu den Kompetenzfeldern des Unternehmens zählen unter anderem die Schmerztherapie, Onkologie, Rheumatologie und die Therapie von Erkrankungen der Atemwege.

Zudem gilt Mundipharma als ein sehr familienfreundliches Unternehmen, was sich darin zeigt, dass sogar Plätze in Kindertagesstätten, Home-Office oder sogar separate Bürobereiche für Verwaltungsmitarbeiter die ihre Kinder mit zur Arbeit bringen müssen zur Verfügung gestellt werden. 2015 gewann das Unternehmen bereits zum dritten Mal eine Auszeichnung im Wettbewerb „Deutschlands beste Arbeitgeber“ und gehört somit zu den 100 besten Arbeitgebern Deutschlands.

Mit all diesen Infos beladen, folgte nun ein Rundgang durch die gesamte Produktionsstätte. Dazu zogen wir weiße Einwegkittel an und wurden durch die sehr modernen und interessanten Bereiche des Unternehmens geführt. Wir gewannen so einen umfassenden Einblick in die Fertigung von Arzneimitteln, von der eigentlichen Herstellung bis hin zur Verpackung. Auch die zahlreichen und eindrucksvollen Forschungsbereiche des Unternehmens wurden uns vorgestellt.

Ausklang fand der erlebnisreiche Tag in einem gemeinsamen Essen, wo wir die Erlebnisse des Tages und alle neuen Informationen in lebhaften Gesprächen revuepassieren ließen.

 

Diana Winterwerber

Hanna Köhler

(Schülerinnen der ZFA14)

BSFR 14 beim Haarschneide-Seminar

Im Januar besuchte die BSFR 14 ein Haarschneide-Seminar bei der Firma Alcina in Bielefeld. Die Schülerinnen und Schüler im 3. Ausbildungsjahr zur Friseur/in konnten nach einer theoretischen Einführung die modischen Haarschnitte sehr erfolgreich an Übungsköpfen umsetzen.

           

BBS Montabaur besucht die Fußball Bundesliga

Am vergangenen Sonntag begaben sich insgesamt 58 Schüler und Lehrer der BBS Montabaur zum Heimspiel des FSV Mainz 05 gegen den 1. FC Köln. Frau Gatz, Herr Wolf und Herr Klapthor hatten ihre Schüler für dieses außergewöhnliche, außerschulische Erlebnis motiviert. Für viele war es der erste Besuch in einem so großen Stadion. Alle trotzten den eisigen Temperaturen im Stadion und kamen nach einem tollen Erlebnis am Sonntagabend wieder wohlbehalten in Montabaur an.

Zwischen Parlament und Weihnachtsmarkt

 

Die „Industriekaufleute für Europa“ der BBS Montabaur besuchen Brüssel.

Um die Arbeit der Europäischen Union ganz nah zu erleben, organisiert die BBS Montabaur jedes Jahr für die Auszubildenden zur Industriekauffrau/zum Industriekaufmann eine Fahrt nach Straßburg bzw. Brüssel. Deshalb machten sich am 1. Dezember 2016 zwei Klassen der „Industriekaufleute für Europa“ auf den Weg nach Brüssel.

Früh morgens starteten wir von der BBS Montabaur und erreichten nach vier unterhaltsamen Stunden das Europa-Parlament. Hier hatten wir Gelegenheit, eine Plenarsitzung mit anschließendem Abstimmungsverfahren zu verfolgen. Diese Form, Politik hautnah zu erleben, beeindruckte uns sehr.

Im Anschluss an die Sitzung stellte sich Herr Dr. Werner Langen, Abgeordneter des Europa-Parlaments, unseren Fragen. Er erklärte uns den Prozess der Willensbildung in den Fraktionen und den Ablauf des Abstimmungsverfahrens im Parlament. Außerdem gab er uns einen Einblick in seinen Arbeitsalltag als Abgeordneter. In unserem Gespräch betonte Herr Dr. Langen, dass die Europäische Union nach wie vor auch als Friedensprojekt zu sehen sei. Dieser Grundgedanke sei gerade heute aktuell.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Kantine des EU-Parlaments bezogen wir unsere Zimmer und bereiteten uns auf den Besuch der Altstadt und des Weihnachtsmarktes vor. Zusammen erkundeten wir das weihnachtliche Brüssel und ließen den Tag ausklingen.

Am nächsten Morgen besichtigten wir nach einem gemeinsamen Frühstück das Symbol Brüssels: das Atomium. Das imposante Bauwerk wurde anlässlich der Expo 1958 errichtet und bot uns einen einmaligen Blick über die Stadt. Gegen 11:00 Uhr traten wir dann den Heimweg an und erreichten am Nachmittag Montabaur.

Der Ausbildungsgang „Industriekaufleute für Europa“ der BBS Montabaur verknüpft die duale Berufsausbildung mit einem Auslandspraktikum sowie zusätzlichem Fremdsprachenunterricht. Dadurch werden die angehenden Industriekaufleute auf die Herausforderungen international tätiger Unternehmen vorbereitet.

Im Fahrstuhl auf Bearbeitungshöhe ....

Ob ein Schiffsmotor, die Bohrkrone am Gotthardtunnel oder das Maschinenhaus einer Windturbine, solche Teile sind oft höher als 8 Meter. Um diese Stahlkolosse zu zerspanen kommen große Bearbeitungsmaschinen in den Einsatz. Solche wiederum benötigen fachkompetentes Personal um das, oft Millionen teure, Potential optimal zu nutzen.
Unsere Zerspanungsmechaniker des 3. Ausbildungsjahres konnten selbst erleben, wie es sich anfühlt in einer schallgedämmten Kabine (mit Radio) das Werkzeug auf 6 Meter Bearbeitungshöhe zu bewegen und zu überwachen.
Trotz des straffen Programms anlässlich des 25-jährigen Jubiläums wurde die Besichtigung der Technologietage ermöglicht. Die Schüler konnten sich neben den Maschinen auch Informationen zu Steuerungen, Spanntechnik und Werkzeugen beschaffen. In allen Bereichen der Technologietage war die Entwicklung in Richtung Industrie 4.0 erkennbar.
Infos:
www.Bimatec.de

Da fliegen Teile mit 500 - 700°C durch die Schule.

Gut, sie fliegen nur in einem kleinen Raum der Schule. Es sind blaue Stahlspäne im Maschinenraum unserer CNC-Fräsmaschine.

Ihre Entstehung ist auf eine Lehrerfortbildung, organisiert durch die VDW-Nachwuchsstiftung und das PL, zurückzuführen. Durch Praxisbeispiele der Referenten von Sandvik-Coromat sollte den Kollegen das Potential der Schneidstoffe verdeutlicht werden. In den ersten Beispielen wurde ersichtlich, dass beim optimalen Einsatz der richtigen Werkzeuge für Unternehmen durchaus hohe fünfstellige Beträge einzusparen sind. Neben den Schneidstoffen und den passenden Werkzeugen wurden auch die verschiedenen Strategien besprochen. Gut aufbereitete Präsentationen und Filme konnten die Sachverhalte verdeutlichen und am Schluss für den unterrichtlichen Gebrauch kopiert werden. Interessante Diskussionen und die Praxisbeispiele ließen beide Tage wie im Flug vergehen. Dieses komplexe Thema bietet jedoch Inhalt für weitere Veranstaltungen.

Quellen:

www.sandvik.coromant.com

www.vdw-nachwuchsstiftung.de

Ehrung der Prüfungsbesten

Am Samstag, 19. November 2016, fand der 14. Empfang des Handwerks Rhein-Westerwald im Dorfgemeinschaftshaus in Niederbreitbach statt. Im Rahmen dieses Empfangs wurde die Ehrung der Prüfungsbesten des Prüfungsjahrganges 2016 vorgenommen und der silberne Meisterbrief verliehen.

Zu den jahrgangsbesten Prüflingen gehörte auch unsere Schülerin Louisa Karle (BSFR13), die ihre Ausbildung zur Friseurin im Salon von Frau Sandra Schlotter in Montabaur absolvierte und ihre Gesellenprüfung im Sommer 2016 in der BBS Montabaur ablegte. Louisa wurde 3. Innungssiegerin.

Die Schulleitung und das Team Körperpflege gratulieren Louisa herzlich zu diesem Erfolg und wünschen weiterhin viel Spaß im Friseurberuf sowie alles Gute für den nun anstehenden Meistervorbereitungskurs.

Mit Schülern Gewalt thematisiert

Berufsbildende Schule in Montabaur und Partner haben Projekt ins Leben gerufen

Ein Antigewaltprojekt führte die Berufsbildende Schule in Montabaur (BBS) gestern zusammen mit dem Weißen Ring (Außenstelle Westerwaldkreis), dem Polizeipräsidium Koblenz, der Polizeiinspektion Montabaur, dem Frauenhaus Westerwald, dem Präventionsbüro Ronja in Westerburg und dem Jugendamt des Westerwaldkreises durch. Etwa 120 Schüler nahmen in fünf Projektgruppen an der Veranstaltung teil. „Dieses Anti-Gewalt-Training findet bereits zum achten Mal an unserer Schule statt“, sagte Karl-Heinz Scherer vom Schulleitungsteam im Gespräch mit unserer Zeitung.

Scherer und Wolf Hinrich Apel vom Weißen Ring hatten dieses Projekt organisiert, dessen Gruppen in diesem Jahr erstmals Klassen übergreifend zusammengestellt worden waren. „Die Mischung der Klassen hat sich positiv auf die Gruppenarbeit ausgewirkt“, betonte Wolf Hinrich Apel, der zusammen mit der Rechtsanwältin Sandra Buhr und Jürgen Nink vom Weißen Ring das Problem „Gewalt“ an Fallbeispielen bis zur Gerichtsverhandlung thematisierte. Die Sozialarbeiter an der BBS, Patricia Roberts und Wolfgang Rhensius, sowie Christoph Weidinger (Religionsunterricht an der BBS) verwiesen in ihrer Gruppe auf Deeskalationsmaßnahmen.

Wie sozial die sogenannten Sozialen Netzwerke sind, dieser Frage ging Michaela Weiß-Jansen vom Kreisjugendamt nach. Marlies Donnhäuser vom Frauenhaus Westerwald und Claudia Wienand vom Präventionsbüro Ronja machten deutlich, wie Gewaltdynamik in engen sozialen Beziehungen von der Harmonie zum Horror führt. Und über Zivilcourage referierten Gabriele Theis und Ralph Zöller vom Polizeipräsidium Koblenz beziehungsweise von der Polizeiinspektion Montabaur.

Was die Schüler beim Antigewaltprojekt erfahren hatten, das wurde bei der Schlussveranstaltung der Allgemeinheit vorgestellt. Martin Fertich und Jean Louis Lynen erläuterten den anderen Jugendlichen, wie in ihrer Gruppe das Thema Deeskalation anhand von Rollenspielen aufgearbeitet wurde.

„Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden willst“, war die Essenz, die die jungen Leute aus dem Themenspektrum „Social Network – alles so sozial?“ schöpfen konnten. Dass es nicht nur körperliche, sondern auch seelische und materielle Gewalt gibt, das erfuhren die Projektteilnehmer bei der Analyse von Gewaltpotenzialen. Der Tenor dieses Projektes: Nicht selten münden „in sich hineingefressene Probleme“ in Gewalt, und ein asoziales Verhalten von Eltern hat meist auch Einfluss auf die Kinder.

„Wer nichts tut, macht mit“. Mit diesem Slogan ruft die Polizei zur Zivilcourage auf. Beispiele, was der Einzelne bei der Wahrnehmung von Gewalttaten tun kann, das zeigten die Referenten der Polizei auf. Dabei war die oberste Prämisse: Helfen ja, aber ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Wolf Hinrich Apel war sich nach der Veranstaltung sicher, dass das Antigewaltprojekt des Weißen Ringes an der BBS Montabaur auf fruchtbaren Boden gefallen ist.

Westerwälder Zeitung vom Donnerstag, 10. November 2016, Seite 13

Besuch unserer Partnerschule in Ruanda

Frau und Herr Lücke besuchten in den Sommerferien 2016 unsere Partnerschule Rwamiko Secondary School in Ruanda, die abseits befestigter Pisten direkt an der Grenze zu Burundi liegt. Nach der Begrüßung durch den Schulleiter Herrn Emmanuel Uwimana wurden die Klassenräume, die Bibliothek und der mit 3 PCs ausgestattete Computerraum besichtigt. Die verbesserte Ausstattung mit mehr PCs und der Bau eines naturwissenschaftlich-technischen Labors stehen für diese Schule ganz oben auf der Agenda. Erstaunt war Herr Lücke über die trotzdem hohen fachlichen Anforderungen an die Schüler, die durch nationale Tests und Abschlussprüfungen sichergestellt werden. Im Lehrerzimmer überbrachte Herr Lücke dann die Grüße der Schulleiterin Frau Sabine Nugel sowie der Ruanda-Koordinatoren Uta Kropp und Gereon Mering. Anschließend versammelten sich alle Schüler vor der Schule und zeigten traditionelle Tänze mit Trommel und Gesang. Zum Abschied tauschten die Schulen bei ruandischem Bier und Fanta ihre Geschenke aus. Man war sich schnell einig, dieser Besuch ist eines der Highlights in der Zusammenarbeit der beiden Schulen.

Ehrung der Prüfungsbesten durch die Alexander Tutsek-Stiftung


Die Alexander Tutsek-Stiftung wurde im Dezember 2000 von Alexander Tutsek und Dr. Eva-Maria Fahrner-Tutsek als gemeinnützige Stiftung gegründet und fördert Projekte in Kunst und Wissenschaft.

In ihrem Förderschwerpunkt Wissenschaft ist es für die Alexander Tutsek-Stiftung ein wichtiges Anliegen, neben der Forschung auch die Lehre zu fördern, der Fokus liegt dabei auf den Fachgebieten Glas, Keramik, Steine und Erden.

In diesem Rahmen hat die Alexander Tutsek-Stiftung eine umfangreiche und langfristige Förderung der Außenstelle Keramik in Höhr-Grenzhausen der Berufsbildenden Schule Montabaur initiiert. Die finanzielle Unterstützung durch die Stiftung konzentriert sich auf die Finanzierung von technischen Gerätschaften, die für die schulische Ausbildung in diesem Bereich benötigt werden. Zusätzlich werden in den keramischen Berufen der dualen Ausbildung jährlich die Prüfungsbesten der Kammerprüfungen geehrt und mit Preisgeldern bedacht.

Diese Ehrung fand in diesem Jahr zum ersten Mal statt und acht Prüfungsabsolventinnen und -absolventen der bbsmt wurden am 12. Oktober in einer feierlichen Preisverleihung durch die Alexander Tutsek-Stiftung geehrt.

Die Preisträger/innen sind:

Susan Rudolph (Keramikerin im Handwerk), Melanie Müller (Keramikerin im Handwerk), Jana Scherer (Keramikerin im Handwerk), Fabian Stapf (Industriekeramiker Anlagentechnik), Marco Schneeberger (Industriekeramiker Modelltechnik), Ingo Harzem (Industriekeramiker Verfahrenstechnik), Thor Zimmernink (Industriekeramiker Verfahrenstechnik), Marie Caspari (Industriekeramikerin Verfahrenstechnik), Milena Kexel (Aufbereitungsmechanikerin keramische Rohstoffe) und Toni Rabago Casas (Stoffprüfer keramische Rohstoffe, Steine und Erden).

Jugend trainiert für Olympia

In diesem Jahr ist es wieder gelungen, beim Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ in der Disziplin Fußball anzutreten. Mitspielen durften alle Schüler des Jahrgangs 1998 und jünger. So ergab sich eine bunte Mischung, quer durch alle Schulformen. Erstmals konnte auch ein Schüler aus der Flüchtlingsklasse integriert werden.

So ging man in die Partien gegen die NAOS Diez und das Mons-Tabor Gymnasium Montabaur. Im ersten Spiel, konnte man gegen die hoch eingeschätzten Diezer nach großem Kampf ein 1-1 erzielen. Torschütze war Noah Speier aus der BGY W 16a. Durch den Modus musste man nach kurzer Pause direkt weiterspielen. Der Kräfteverschleiß machte sich bemerkbar, so dass einige Unkonzentriertheiten aufkamen. Das Mons-Tabor Gymnasium, welches seine Mannschaft schon seit vielen Jahren in ähnlicher Konstellation auflaufen lassen kann nutze dies konsequent aus, so dass man am Ende mit 0-6 verlor. Sicher ein wenig zu hoch im Ergebnis.

Es spielten: (vgl. Bild)

Stehen: Betreuer Christian Klapthor, Diego Cichello, Basel Al Mostafa, Noah Speier, Kerim Akbulut, Moritz Letschert, Albin Nikqi, Dominik Bischoff

Hockend: Kerim Hindic, Almin Selman, Cem Sahin, Adem Shabani, Sascha Haas

Es fehlt: Betreuer Heinz Leisenheimer, Ardian Shala

BBS Montabaur bei „Montabaur läuft bei dir“ doppelt aktiv

Am 03.09.2106 fand in Montabaur das Nachfolgeevent von „Mission Olympic“ unter dem Namen „Montabaur läuft bei dir“ statt.

Wie im Jahre 2013 war die Schulgemeinschaft der BBS Montabaur aktiv dabei, um die Schule zur präsentieren, interessante Aufgaben anzubieten und für das große Ziel, die Renovierung des „Trimm-Dich-Pfads“, Punkte zu sammeln.

Die BF2 HW nutzte diese Gelegenheit und der Leitung von Benjamin Köllhofer, unterstützt durch Schüler der HBF OM 15, Bewegungsmöglichkeiten im Klassenzimmer zu präsentieren. Jeder Bürger konnte verschiedene Übungen an Stühlen, Tischen und mit Schulmaterial testen und bewerten.

Stefan Puderbach präsentierte mit seiner BF1 einen Ausschnitt aus dem Langlauf-Trainingsprogramm. Regelmäßig nehmen Schüler unter seiner Leitung an dem Wettbewerb Jugend Trainiert für Olympia teil.

Über den ganzen Tag wurden circa 5000 aktive Teilnehmer gezählt, so dass unsere Schule eine tolle Präsenz auf dieser Veranstaltung zeigte und die vielfältigen Angebote weiter ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt wurde.

Das Tagesziel wurde erreicht und eine Renovierung bzw. Neugestaltung des Trimm-Dich-Pfads ist für das Jahr 2017 geplant. Sicherlich werden auch unsere Schüler die Möglichkeit erhalten, diesen neuen Erlebnisparcours im Rahmen des Sportunterrichts zu nutzen.

Vielen Dank an alle aktiven Schüler und Lehrer, besonders das Team Sport hat diese tolle Präsentation der Schule möglich gemacht.

Besuch des Amazon-Logistikzentrums in Koblenz

Im Rahmen des BWL- Unterrichts besuchte die 11. Klasse des Beruflichen Gymnasium (BGYW15b) am Donnerstag den 07.07.2016, das Amazon-Logistikzentrum in Koblenz.

Der Besuch startete um 10:45 Uhr mit der Begrüßung und Einführung in das Unternehmen Amazon. Eine Mitarbeitern aus dem Bereich Kommunikation, erklärte die Funktion von Amazon und wie aus einem kleinen amerikanischen „Ein-Mann-Unternehmen“, DAS weltweit vernetzte Online-Versandhandel Unternehmen wurde.

Im Lager sind alle Zuständigkeiten genau geregelt und jeder Mitarbeiter ist auf eine Tätigkeit festgelegt. So werden einzelne Prozesse optimiert und Fehler minimiert. Alles beginnt bei der Lieferung und Annahme der Ware im Bereich des Inbound Docks. Anschließend wird die Ware im Bereich Receive von sechs Seiten begutachtet und im System erfasst. Für einen praxisnahen Einblick durften wir einem Mitarbeiter bei seiner Arbeit „über die Schulter schauen“.

Anschließend bekamen wir einen Einblick in den „Picktower“. Hier werden im Bereich des Stows alle Waren eingescannt und eingelagert. Kommissionierer („Picker“) nehmen auf Basis einer Pickliste die bestellten Artikel aus den Regalen und bringen sie für die Verpackung in die nächste Abteilung. Die letzte Station für die Pakete ist der Outbound Dock, wo sie auf die Transporter verteilt und im Anschluss versendet werden.

Am Ende des Rundgangs konnten Fragen zum Unternehmen und beruflichen Perspektiven geklärt werden.

Der Besuch bei Amazon war für die jungen BWLer ein guter Einblick in einzelne Prozesse der Logistik und zeigte ihnen welche Stationen ein Paket von der Online-Bestellung bis zur Auslieferung durchläuft.

Franziska Wigge (BGYW15b)

Schüler der BBS erkunden Gewässergüte

Natur SGD-Mitarbeiter begleiteten Exkursion

Schüler der Berufsbildenden Schule (BBS) Montabaur Nord haben zusammen mit Mitarbeitern der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) den Biebrichsbach in Montabaur untersucht. Ziel des Tages war es, Gewässer aktiv zu erleben, zu erforschen und Wissen zu vermitteln. Im Fokus der Exkursion standen die Themengebiete Gewässerstruktur und Gewässergüte.

„Mit diesem Aktionstag kann die SGD Nord als Obere Wasserbehörde auf die Auswirkungen von menschlichen Einflüssen auf die ökologische Vielfalt im Fließgewässer aufmerksam machen. Damit leistet sie einen pädagogischen Beitrag, um nachfolgende Generationen für den bewussten Umgang mit unserer wertvollsten Ressource zu sensibilisieren“, äußert SGD-Nord-Präsident Dr. Ulrich Kleemann.

In den heimischen Gewässern tummeln sich unzählige Tiere. Davon haben sich 22 Schüler der Jahrgangsstufe 12 selbst überzeugt. In der Gewässersohle des Biebrichsbachs wurden verschiedenste Kleinstlebewesen wie die Eintagsfliegenlarve, der Bachflohkrebs und der Schlammröhrenwurm gefunden. In einem anderen Abschnitt flussaufwärts des Gewässers bewerteten die Schüler die Durchgängigkeit des Gewässers, die Breite und die Struktur der Uferrandstreifen, die Struktur der Gewässersohle, die Fließgeschwindigkeiten, den Gewässerverlauf und den Gewässerquerschnitt. Bei beiden Untersuchungen wurde der Zustand des Gewässers für den Abschnitt nahe der Eifelstraße in Montabaur von den Schülern als „gut“ eingestuft.

Die Schüler lernten, dass sich die stofflichen Belastungen aus der Industrie, den Kläranlagen und der Landwirtschaft auf die Zusammensetzung der Tier- und Pflanzenwelt in den Gewässern auswirken. Auch die Gewässerstruktur spielt eine entscheidende Rolle. Vielfältige Strukturen wie kleine Aufstauungen durch Geäst oder Steine führen zu einer Vielzahl von Lebensräumen für die unterschiedlichsten Lebewesen.

Weitere Informationen unter www.sgdnord.rlp.de

Westerwälder Zeitung vom Dienstag, 9. August 2016, Seite 19

87 BBS-Schüler haben das Abi in der Tasche

Geschafft! 87 Abiturienten der beiden Zweige des Beruflichen Gymnasiums an der Berufsbildenden Schule Montabaur haben erfolgreich ihre Schulzeit beendet und nahmen ihre Zeugnisse entgegen. Der Übergabe der Zeugnisse ging ein ökumenischer Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Antonius in Ransbach-Baumbach voraus.

Der anschließende Abiball in der Stadthalle Ransbach-Baumbach bildete den Höhepunkt der Feierlichkeiten. In diesem Rahmen wurden auch ganz besondere Leistungen geehrt. Mit einer Urkunde des Landrats wurde Linda Kleinhückelskoten für die beste Abiturprüfung des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft ausgezeichnet (Notendurchschnitt 1,1). Für das Berufliche Gymnasium Gesundheit/Soziales erhielt Petra Lieder die Auszeichnung für die beste Abiturprüfung (Notendurchschnitt 1,7) und durfte die Urkunde des Landrats in Empfang nehmen.

Folgende Schülerinnen und Schüler haben das Abitur am Beruflichen Gymnasium der BBS Montabaur erfolgreich bestanden: Ella Abken (Meudt), Kevin Bachmeier (Staudt), Ann-Cathrin Berchem (Görgeshausen), Samira Beuermann (Gackenbach), Jasna Blettenberg (Heiligenroth), Lucas Born (Montabaur), Milena Breuer (Niedersayn), Ceren Bulut (Selters), Derya Bünül (Selters), Phuong Doan (Mogendorf), Sven Doetsch (Ransbach-Baumbach), Marie Eifler (Winden), Reda Erdogan (Montabaur), Bahar Erorgun (Nentershausen), Jason und Justin Falkner (Niederelbert), Lea Feld (Siershahn), Miriam Fichtner (Montabaur), Maximilian Fischbach (Freirachdorf), Stefan Flöck (Montabaur), Martin Garibian (Nordhofen), Monia Ghezali (Montabaur), Carmen Gläßer (Montabaur), Stefan Goerke (Mündersbach), Ayleen Götsch (Quirnbach), Svenja Haas (Salz), Jana Hahn (Simmern), Stefanie Hammermeister (Leuterod), Michelle Hausen (Dernbach), Deborah Hebgen (Ötzingen), Jaya Heibel (Bannberscheid), Viktoria Hellmann (Mogendorf), Jonas Herz (Ötzingen), Angelika Hirsch (Oberhaid), Hans Hoffmann (Weidenhahn), Marvin Janssen (Siershahn), Dominic Jung (Hartenfels), Liv-Karin Kappeller (Herschbach), Kaan Karadag (Boden), Jana Kaulbach (Montabaur), Nadine Kern (Sessenhausen), Niklas Klar (Montabaur), Linda Kleinhückelskoten (Oberelbert), Helena Koch (Freilingen), Katrin Maria Kopp (Stahlhofen), Linda Krämer (Herschbach), Christopher Krause (Helferskirchen), Louisa Kreuzberg (Montabaur), Justin Kring (Siershahn), Jenny Kuhfs (Gemünden), Michelle Kuhl (Guckheim), Angelika Küller (Daubach), Pirunthavan Kumaravel (Ransbach-Baumbach), Tarik Kuru (Selters), Katharina Laux (Koblenz), Saskia Lenz (Montabaur), Petra Lieder (Kölbingen), Narmathan Mahathevan (Montabaur), Elena Metternich (Hundsangen), Maximilian Müller (Moschheim), Emre Öztürk (Ransbach-Baumbach), Lyly Phan (Hambach), Alexander Quittek (Oberelbert), Martin Rabiaa (Montabaur), Julia Reise (Neuhäusel), Sara Maria Ritz (Ötzingen), Helena Rohr (Kemmenau), Deniz Rose (Montabaur), Annabelle Scherb (Meudt), Maximilian Schmidt (Montabaur), Lea Schmidt (Montabaur), Isabelle Schneider (Moschheim), Luca Schreiner (Montabaur), Lara Schuck-Hembes (Oberelbert), Mathias Nikolaus Schüller (Steinefrenz), Carsten Schwarz (Selters), Anna Sorch (Montabaur), Valerij Specht (Meudt), Lena Sprenger (Welschneudorf), Dario Thiel (Goddert), Heike Töbs (Sessenhausen), Alexander Vogt (Montabaur), Ida Weber (Daubach), Maximilian Weidenfeller (Montabaur), Ahmet Yildiz (Montabaur), Karolin Zapatka (Montabaur), Christopher Zeutzheim (Koblenz).

Westerwälder Zeitung vom Samstag, 16. Juli 2016, Seite 15

Officemanagement und Organisation gelernt

24 Schüler der Höheren Berufsfachschule Organisation und Officemanagement Montabaur haben ihre Zeugnisse in einer Feierstunde in Empfang genommen. Die Absolventen haben damit den beruflichen Abschluss „Assistent/in für Organisation und Officemanagement“ in Verbindung mit dem schulischen Teil der Fachhochschulreife erworben.

Es sind: Nikita Bitner (Dernbach), Emre Cirag (Höhr-Grenzhausen), Chantal Claassen (Eitelborn), Leutrim Cosaj (Montabaur), Ali Dagdagül (Hundsangen), Zelal-Diren Ergüzel (Siershahn), Leon Fasel (Steinefrenz), Baris Gülhan (Wirges), Lea Britta Hannappel (Breitenau), Helin Karadag (Mogendorf), Mert Karakas (Siershahn), Sümeyye Köroglu (Wirges), Anastasia Kowalev (Höhr-Grenzhausen), Dilan Polat (Ransbach-Baumbach), Michelle Ritter (Wirscheid), Soner Selcuk (Höhr-Grenzhausen), Doruntina Shemsiu (Helferskirchen), Tim Ströder (Ebernhahn), Raza Ukshini (Ransbach-Baumbach) sowie Aylin Yildirim (Ransbach-Baumbach). Larglind Cosaj und Christian Meyer haben den schulischen Teil der Fachhochschulreife erworben. Blerand Nikqi und Büsra Yildiz haben den Bildungsgang mit dem beruflichen Abschluss „Assistent/in für Organisation und Office“ beendet.

Westerwälder Zeitung vom Samstag, 16. Juli 2016, Seite 13

Abschluss gefeiert

37 Schüler der Berufsfachschule 2 in Montabaur erhielten ihre Abschlusszeugnisse in einer Feierstunde. Sie haben ihren qualifizierten Sekundarabschluss I erworben:

BF2GP/T15: Carina Engelhardt (Nentershausen), Lena Gradtke (Caan), Marcel Grothe (Höhr-Grenzhausen), Nicolas Hardt (Deesen), Luca-Louis Herbst (Moschheim), Fabienne Kaiser (Wittgert), Michelle Kramkowski (Ötzingen), Alexsandra Milakovic (Nauort), Jan Niklas Platzhoff (Vielbach), Nurcan Telli (Selters) und Adin Vuckic (Montabaur).

BF2HW15: Mila Bachmann (Hömberg), Tobias Best (Eitelborn), Tugce Biber (Höhr-Grenzhausen), Janine Eberz (Höhr-Grenzhausen), Marie-Michelle Görg (Dernbach), Jana-Vanessa Koerner (Großholbach), Mariet Magomadova (Ebernhahn), Florian Maliqi (Wirges), Melda-Hilal Mavili (Höhr-Grenzhausen), Anna Lena Müller (Gemünden), Jazmin Rose (Montabaur), Lea Heinrich, Basak Sultan Tunca, Mithusan Vigneswaran (alle Ransbach-Baumbach) und Ayse Yasa (Girod).

BF2W15: Julian Becker (Hundsangen), Haris Bilajac (Untershausen), Julian Brücksken (Montabaur), Jan Luca Buchholz (Stahlhofen), Cenk Karakas (Siershahn), Rosa Murano, Leyla Celik (beide Nentershausen), Albin Nikqi (Selters), Erik Schneider (Montabaur), Kadir Ulutas (Ransbach-Baumbach) und Steven Widura (Montabaur).

Westerwälder Zeitung vom Freitag, 15. Juli 2016, Seite 13

BBS Montabaur entlässt 40 Schüler mit Abschluss

Zeugnis für Fachhochschulreife erhalten – Erfolge nach einem Jahr Schule

Nach einem Jahr Besuch der Berufsoberschule I an der Berufsbildenden Schule Montabaur haben jetzt 40 Schüler die Prüfungen bestanden und können sich über die Fachhochschulreife freuen.

In der Berufsoberschule I Technik waren das: Emre Apaydin, Mogendorf; Kai Budweg, Heilberscheid; Eduard Eisfeld, Montabaur; Dogus Inan Ergüzel, Dernbach; Christian Gerz, Sessenbach; Philip Geschwender, Rennerod; Pablo Girmann, Horbach; Desiree Gyamfi, Leuterod; David Hofmann, Nentershausen; Markus Huhmann, Hömberg; Julian Käckermann, Nistertal; Lukas Kilb, Höhr-Grenzhausen; Marco Klose, Sessenhausen; Maurice Mies, Stahlhofen; David Portugall, Hillscheid; Raimund Schemberger, Montabaur; Moritz Schmidt, Oberelbert; Konstantin Seiferth, Hachenburg; Marvin-Jim Voigt, Heiligenroth, und Gerrit Weimer, Heilberscheid.

Die Berufsoberschule I Wirtschaft absolviert haben: Christoph Bagossy, Höhr-Grenzhausen; Selina Becker, Dernbach; Patricia Bergemann, Bad Marienberg; Aljoscha-Nikolaj Böcking, Dreikirchen; Direnc Colak, Montabaur; Kai Ebelhäuser, Ransbach-Baumbach; Jouni Haase, Dreikirchen; Felix Kasel, Hachenburg; Emre Kücükoglu, Ransbach-Baumbach; Steffen Künz, Westerburg; Benedikt Liedtke, Gemünden; Yannick Löhr, Höchstenbach; Christopher Loos, Winnen; Stefanie Maurer, Steinen; Melanie Meurer, Großholbach; Jens Neuroth, Niederelbert; Nicole Preis, Willmenrod; Eike Räder, Michelbach; Alexander Selbmann, Oberelbert, und Lyuben Yosifov, Mogendorf.

Westerwälder Zeitung vom Donnerstag, 14. Juli 2016, Seite 14

SGD Nord: Schüler überreichen Kunstwerke zum Thema Wasser

Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord hat aus der Ausstellung „Wasser – wohltuend, lebendig, bedroht“ zwei Kunstwerke erworben. Die Gemälde wurden im Rahmen des schulformübergreifenden Kunstprojekts der Anne-Frank-Realschule plus Montabaur und der Berufsbildenden Schule Montabaur gestaltet. Jetzt überreichten die jungen Künstler, Tobias Blankenagel und Luca Böhm, ihre Werke an SGD Nord Präsident Dr. Ulrich Kleemann.

„Mit ihren Werken machen die Schüler auf die essentielle Bedeutung von Wasser für Mensch und Natur aufmerksam. Als Obere Wasserbehörde ist es eine wichtige Aufgabe der SGD Nord, Gewässer als Lebensräume und Lebensgrundlage zu schützen. Das Kunstprojekt unterstützen wir deshalb gerne“, so Kleemann.
Luca Böhm aus der Klasse 8 der Anne-Frank-Realschule Montabaur plus ließ sich von den Seerosenzyklen von Claude Monet inspirieren und kreierte seinen ganz eigenen Seerosenteich.
Tobias Blankenagel aus der Klasse 12 der Berufsbildenden Schule Montabaur greift mit seinem Bild die Problematik der Wasserverschwendung auf. Dabei spielt er mit dem Kontrast der wasserarmen und der wasserreichen Länder. Die Kunstwerke werden zukünftig die Wände der Abteilung „Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft, Bodenschutz“ der SGD Nord zieren.

Zum Hintergrund: Die Ausstellung „Wasser – wohltuend, lebendig, bedroht“ des schulformübergreifenden Kunstprojekts der Anne-Frank-Realschule plus Montabaur und der Berufsbildenden Schule Montabaur war im Mai diesen Jahres in der SGD Nord zu Gast. Im Rahmen der Ausstellung wurden über 60 Gemälde von Schülerinnen und Schülern der Klassen 6, 8 und 12 präsentiert. Zurzeit werden sie im Rathaus in Montabaur ausgestellt. Insgesamt zwei Monate hatten sich die Schüler intensiv mit dem Thema Wasser beschäftigt. Wasser als Freizeitelement, Wasser als Lebensraum und Wasser als kostbare Ressource, waren die unterschiedlichen Themenschwerpunkte, die sich die verschiedenen Jahrgänge gesetzt hatten. Inspiration zu ihren vielfältigen und kreativen Werken, fanden die Schüler in den Swimmingpool Bildern von David Hockney und den Seerosenzyklen von Claude Monet.

Besuch im Landtag BGYGes14

Im Rahmen des GK-Unterrichts hatten wir, der GK4 des beruflichen Gymnasiums (Gesundheit), die Möglichkeit, einen Tag im Landtag RLP in Mainz zu verbringen.

Unser Besuch startete um 9:15 Uhr mit der Begrüßung durch Herrn Jaeger, welcher für die Jugendarbeit im Landtag zuständig ist. Er erläuterte uns zunächst die Kernaufgaben der Institution, die wir bereits im Unterricht erarbeitet hatten und verdeutlichte die Signifikanz von Beteiligung an Politik. Danach gingen wir gemeinsam die Tagesordnung durch, besprachen einige Themenschwerpunkte wie die Wohnsitzauflage für Flüchtlinge, und wurden darauf hingewiesen, besonders auf die Stimmung in der folgenden Plenarsitzung zu achten. Die Aufgabe des Plenums ist es, die Öffentlichkeit über aktuelle Entscheidungen und Debatten zu informieren. Die Entscheidungen werden aber bereits vorher in den Ausschusssitzungen getroffen.

Um 10:30 Uhr begann die Teilnahme an der Plenarsitzung. Moderiert wurde sie zunächst von Hendrik Hering, SPD Politiker und Landtagspräsident. Während der Sitzung übernahm Hans-Josef Bracht, CDU-Mitglied und Vizepräsident des Landtags die Moderation. Debatten führten die Abgeordneten u.a. zu dem Thema ,,Hilfen für den Weinbau in RLP aufgrund der extremen Wetterlage". Deutlich war vor allem die Anspannung zwischen der Koalitionspartei Die Grünen und der Oppositionspartei CDU beim Thema ökologischer Weinbau zu spüren. Zudem fiel allen Schüler_innen die generelle Diskrepanz zwischen der AfD und den restlichen Parteien auf. (Parteien im Landtag RLP: SPD, Die Grünen, FDP (Koalition); CDU, AfD (Opposition).


Nach einer Mittagspause trafen wir uns um 13:40 Uhr gemeinsam mit Herr Jaeger im Isenburg-Carree wieder, um die von uns erarbeiteten und ausgewählten Themen zu präsentieren, welche wir danach mit den Abgeordneten des Landtags diskutierten. Die Schwerpunkte waren dabei Flucht & Asyl, Gesundheits- und Bildungswesen. Besprechen konnten wir unsere Themen mit Gaby Wieland, CDU-Politikerin mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Verkehr (u.a. Bürgermeisterin von Montabaur), mit Tanja Machalet, SPD-Politikerin mit dem neuen Schwerpunkt Gesundheit und Pflege und mit Jutta Blatzheim-Roeger Bündnis 90/Die Grünen – Politikerin, welche u.a. Ansprechpartnerin für die Themen Gleichstellung, Tourismus, Landwirtschaft und Rettungsdienste ist. Wir stellten beispielsweise Fragen zur Finanzierung von kostenfreier Bildung oder zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (trotz Flucht von ,,Gutverdienern" in die private Krankenversicherung). Die Politikerinnen verschafften uns einen, in der begrenzten Zeit, guten Überblick über den Umfang der zur Entscheidung zu beachtenden Komponenten.

Fazit unseres Besuchs:

Gerade die Beteiligung Jugendlicher und auch die Heranführung an Politik von Kindern wurde uns durch diesen Tag sehr bewusst. Wir denken, dass unser Besuch eine gute Abwechslung zum Unterricht war und es eine sinnvolle Möglichkeit ist, Jugendliche an Politik heranzuführen.

Franziska Stendebach und Samantha Krah (BGYGes14)

Schüler zeigen Kunstprojekt zum Thema Wasser in Montabaur

„Wasser – wohltuend, lebendig, bedroht“ ist der Titel einer Kunstausstellung, die Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland am Donnerstag, 7. Juli, um 17 Uhr in der Bürgerhalle im historischen Rathaus von Montabaur eröffnet wird. Hinter der Ausstellung steckt ein schulübergreifendes Kunstprojekt der Anne-Frank-Realschule plus Montabaur zusammen mit der Berufsbildenden Schule Montabaur.

Auf der Seite der Realschule haben die Klassen 6d und 8b unter der fachlichen Anleitung der Kunstlehrerinnen Marlies Große-Heilmann und Maria Bohnet mitgewirkt. An der BBS hat Alexandra Jochens mit Schülern der Jahrgangsstufe 12 teilgenommen. Zwei Monate lang haben sich alle beteiligten Schüler mit dem Thema Wasser und seinen vielfältigen Aspekten auseinandergesetzt.

Ihre so gewonnenen Eindrücke haben sie dann kreativ umgesetzt und dabei sehr unterschiedliche Gestaltungsformen gewählt. Die Exponate, die in der Montabaurer Ausstellung zu sehen sind, zeigen eine bunte Mischung aus farbenfrohen, aber auch zeitkritischen Bildern zur wertvollen Ressource Wasser.

Zur Eröffnung der Ausstellung spielt die Bläserklasse der Anne-Frank-Realschule plus unter der Leitung von Thomas Eberth passende Musikstücke zum Thema „Wasser“. Die Ausstellung bleibt bis Montag, 25. Juli, geöffnet und kann zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

Westerwälder Zeitung vom Montag, 4. Juli 2016, Seite 21

Macht Nächstenliebe glücklich/er?

Wir, der Religionskurs BOS1W15 der Berufsbildenden Schule Montabaur (bbsmt), haben uns im Unterricht mit der Frage „Macht Nächstenliebe glücklich/er?“ beschäftigt und uns in diesem Zusammenhang mit Glück, Nächstenliebe und sozialem Engagement auseinandergesetzt. 

Für das daraus entstandene Projekt haben wir gemeinsam verschiedene Möglichkeiten gesammelt, wie wir uns sozial engagieren können und uns für die Westerwaldkreis Tafel als Kooperationspartner entschieden. Daraufhin hat uns Frau Bettina Deimling-Isack, Mitarbeiterin des Diakonischen Werkes im Westerwaldkreis und zuständig für die Begleitung der Tafel-Ausgabestellen Montabaur/Wirges und Herschbach,  bei der wir uns an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bedanken möchten, im Unterricht über die Tafel informiert.

Nach langen Überlegungen, wie wir die Tafel unterstützen können, sind wir einerseits zum Entschluss gekommen, Spenden zu sammeln und andererseits an einem Ausgabetag den ehrenamtlichen Helfern der Tafel tatkräftig unter die Arme zu greifen, sei es beim Abholen der Lebensmittel oder deren Sortierung. Erschreckend war zu sehen, wie viele Lebensmittel von Supermärkten „entsorgt“ wurden. Es ist eine gute Idee Lebensmittel zu sammeln, um diese an Hilfsbedürftige abzugeben, anstatt sie zu vernichten. Wir finden es gut, dass es eine Organisation wie die Tafel gibt.

Bei der Spendenaktion wurden Mosaiksteinchen verkauft, die jeder für eine kleine Spende an unserer Schule erwerben konnte und die zusammengesetzt das Logo der Schule und der Tafel ergeben. Durch die Hilfe von Schülern/Schülerinnen und Lehrern/Lehrerinnen ist eine stolze Summe von 170,00 € zusammengekommen. Vielen Dank dafür!

Dieser Betrag wurde am Freitag, den 17.06.2016 Frau Deimling-Isack übergeben. So kann dieses Geld anderen Menschen, die weniger haben, helfen. 

Abschließend war dies ein spannendes Projekt mit vielen neuen Erkenntnissen. Es ist immer eine gute Sache, Menschen in Not zu helfen und ihnen – sei es durch eine noch so kleine Geste – Freude zu bereiten.

Vom 20.06.2016 bis 01.07.2016 war in der bbsmt eine Wanderausstellung über die Arbeit der Westerwaldkreis Tafel zu sehen, um Schüler/innen und Lehrer/innen über die Arbeit der Tafel und das Projekt zu informieren.

Schüler lassen sich von Hundertwasser inspirieren

In der Familienberatungsstelle des Caritas-Zentrums in der Philipp-Gehling-Straße sind ab sofort Bilder im Stil des österreichischen Künstlers Friedensreich Hundertwasser ausgestellt. Die Werke, die von Schülern der Berufsbildenden Schule (BBS) Montabaur und beeinträchtigten Schülern der Wirgeser Katharina-Kasper-Schule gemalt wurden, sind das Ergebnis einer einjährigen Kooperation der beiden Schulen für einen inklusiven Kunstunterricht.

Ziel des seit zwei Jahren laufenden Projekts ist es, Schülern die Möglichkeit zu bieten, sich gemeinsam künstlerisch zu betätigen und vielfältige Erfahrungen miteinander zu machen. Neben dem wöchentlichen Austausch gingen aus dem Projekt im Laufe des Schuljahres auch unter den Jugendlichen enge Freundschaften hervor. Letztlich sei die Offenheit und die Ergänzung innerhalb der künstlerischen Betätigung für die Jugendlichen auf beiden Seiten ein Gewinn gewesen.

Christel Kruppa von der Familienberatungsstelle und Volker Vieregg, Schulleiter der Wirgeser Förderschule in Trägerschaft des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn, hatten die Ausstellung im Beisein der Schüler sowie einiger Gäste eröffnet. Christel Kruppa lobte die Idee des gemeinsamen Kunstunterrichts. Sie zeigte sich erfreut über die gelungenen Bilder und betonte, dass ihre Institution den langen und hellen Flur, der auch schon vorangegangenen Kunst- und Fotoprojekten als Ausstellungsfläche diente, gern wieder zur Verfügung stelle.

Nach dem Vorbild von Hundertwasser, dessen Kunstwerke sich durch bunte Farben, schräge Formen und kurvenreiche Konturen auszeichnen, sollten sich die Schüler ihren Fantasien hingeben und gemeinsam eigene Ideen und Motive entwickeln. Mit Acryl- oder Wasserfarben entstanden so insgesamt 15 Bilder in verschiedenen Größen.

Auf ihre Ausstellung waren die jungen Nachwuchskünstler sichtlich stolz. „Dass die Werke jetzt gezeigt werden, ist für die Schülerinnen und Schüler natürlich eine besondere Form der Wertschätzung und unglaublich wichtig für sie“, erklärte Volker Vieregg. Der Wirgeser Schulleiter dankte der Berufsbildenden Schule Montabaur für die gelungene Kooperation. Die Schüler der BBS konnten sich freiwillig für das Projekt anmelden. Darüber hinaus sei aufgrund festgeschriebener Lehrpläne viel Planungsarbeit nötig gewesen, um den Schülern die Teilnahme zu ermöglichen. Vieregg hofft aber, das Kunstprojekt auch im kommenden Schuljahr fortführen zu können.

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis Anfang September während der Öffnungszeiten des Caritas-Zentrums in der Philipp-Gehling-Straße 4 in Montabaur.

Westerwälder Zeitung vom Samstag, 25. Juni 2016, Seite 25

Die Schülerinnen Maresa Dickopf und Lisa Reusch (IK13) zählen zu den Gewinnern des Europäischen Wettbewerbs

„Gemeinsam in Frieden leben“ – unter diesem Motto stand der 63. Europäische Wettbewerb „Europa in der Schule“. Bei diesem Wettstreit im Schuljahr 2015/2016, bei dem bundesweit mehr als 1000 Schulen teilnahmen, drehte sich in diesem Jahr alles um das friedliche Zusammenleben aller Menschen in Europa. In elf Aufgabenstellungen waren alle Jahrgänge und Schulformen aufgefordert, sich unter dem diesjährigen Motto mit europäischen Werten wie Vielfalt, Gleichberechtigung und Zivilcourage auseinanderzusetzen. Im Kreis haben sich neun Schulen von der Grundschule bis zur Berufsbildenden Schule beteiligt. Jetzt wurden die Preisträger auf Kreisebene von Landrat Achim Schwickert und Manfred Däuwel, dem Sprecher des Kreisverbandes Westerwald der Europa-Union, im Keramikmuseum Höhr-Grenzhausen mit Siegerurkunden ausgezeichnet.

Für Landrat Achim Schwickert, der die Schirmherrschaft des Wettbewerbes im Westerwaldkreis übernommen hatte, ist schon dann das Ziel dieser europäischen Bewegung erreicht, wenn sich Schüler mit dem Thema Europa auseinandergesetzt haben. Wenn dann die „Auseinandersetzung“ mit dem europäischen Gedanken auch noch zu einem Preis führe, sei das umso besser, sagte Schwickert, der bei der Urkundenverleihung gemeinsam mit Manfred Däuwel jede Menge Hände zu schütteln hatte.

Die Aufgabenstellung bei den Wettbewerben richtete sich an vier Altersgruppen. Die Themen behandelten unter anderem europäische Märchen, die zu einem guten Ende führen, Hilfe für Klassenkameraden aus anderen Nationen oder die Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich. Die Themen Mobbing und Zivilcourage standen ebenso im Fokus der Aufgaben wie Gewalt im Alltag und die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Es wurden bei der Auszeichnung erste, zweite und dritte Preise mit Urkunden und einem Geschenk belohnt. Auch Preisträger auf Landes- und Bundesebene wurden belobigt. Auf Kreisebene waren es insgesamt 65 Mädchen und Jungen.

Folgende Schulen hatten sich an dem 63. Europäischen Wettbewerb „Europa in der Schule“ in unterschiedlichen Klassen- und Altersstufen beteiligt: Grundschule Atzelgift /Streithausen, Geschwister-Scholl-Grundschule Neuwied, Grundschule Alpenroth, Grundschule Kaden, Martin-Butzer-Gymnasium Dierdorf, Gymnasium im Kannenbäckerland Höhr-Grenzhausen, Realschule plus Hachenburg, das private Gymnasium Marienstatt und die Berufsbildende Schule Montabaur.

Manfred Däuwel warf bei der Veranstaltung, die von David Lemle mit der Europahymne am Flügel eröffnet wurde und bei der in einem Film die besten Arbeiten deutschlandweit vorgestellt wurden, einen Blick zurück in die Nachkriegsgeschichte. „Anfang der 1950er-Jahre herrschte bei uns Hoffnungslosigkeit und Perspektivlosigkeit. Heute leben wir im Wohlstand. Lassen wir an diesem Wohlstand alle teilhaben, die in Europa einen Ausweg aus ihrer Hoffnungslosigkeit suchen“, sagte Däuwel, der den jungen Leuten den Rat mit auf den Weg gab: „Wir dürfen die Vergangenheit nicht aus den Augen verlieren, damit wir an der Zukunft in Europa bauen können.“

Westerwälder Zeitung vom Samstag, 21. Mai 2016, Seite 14

Durchführung des Planspiels „blueboys“ in den Lerngruppen BVJ gt 15 a und c

Am 20.05.2016 wurde  in den Klassen BVJ gt 15 a und c das Planspiel „blueboys“ fächerübergreifend durchgeführt. Geplant und betreut wurde die Simulation durch ein dreiköpfiges Lehrerteam in Kooperation mit der Schulsozialarbeit.

Mit dem Planspiel „blueboys“ werden zwei geschlechtsspezifische Aspekte der männlichen Sozialisation bearbeitet: zum einen das Thema Alkoholkonsum bzw.-missbrauch und zum anderen das Sozial- und Gruppenverhalten von Jungen.

In der lebensnahen Ausgangssituation geht es um einen alkoholbedingten Konflikt im schulischen Kontext, der die Lerner zur Lösung auffordert. Durch Übernahme verschiedener Rollen (Schulleitung, Lehrer, Eltern, betroffene Schüler) treten sie in Aushandlungsprozesse, um konstruktive, praktikable und realitätsnahe Lösungsvorschläge zu entwickeln.

Um ein lernförderliches Klima zu schaffen, startete der Schultag mit einem gemeinsamen Frühstück. Die Lerner arbeiteten konzentriert und engagiert und einigten sich in der abschließenden „Konferenz“ auf ein angemessenes Vorgehen zur Lösung des Konflikts.

Es war eine gelungene Aktion, die Lust auf weitere projektorientierte und gemeinschaftlich durchgeführte Lernarrangements macht. Dank gilt allen Beteiligten.

Lehrerteam: Christina Drebes, Christoph Weidinger-Vandirk, Wolfgang Rhensius und Marc Hartung

An der BBS Montabaur entsteht ein Hotel mit über 1000 Betten…

Im Rahmen des Biologieunterrichts entdeckte ich (Frau Noll) gemeinsam mit meiner Berufsfachschule 1 (Fachrichtung Gesundheit und Pflege) im 2. Halbjahr dieses Jahres in einer Unterrichtsreihe die Welt der Insekten. Wir sprachen verschiedene Aspekte an, unter anderem den Rückgang der Insekten. Um als gesamte Klasse einen Beitrag zum Artenschutz zu leisten, entwickelten und bauten wir ein Insektenhotel für Wildbienen, Fliegen, Käfer und Co.
Dazu kooperierte ich über viele Wochen bereichsübergreifend mit Herrn Sahli aus dem Holzbereich. Er erklärte sich sofort und gerne dazu bereit, meine Idee gemeinsam mit seiner Berufsfachschule 1 (Fachrichtung Holztechnik/Metalltechnik) zu unterstützen und das Grundgerüst für das Hotel anzufertigen. Die Gestaltung der verschiedenen „Zimmer des Hotels“ blieb jedoch Aufgabe meiner SchülerInnen, um sie soweit es möglich war, bei dem Bau miteinzubeziehen.

Und noch ein Insektenhotel…Im Rahmen dieser Unterrichtsreihe informierten sich die SchülerInnen über das Insektenhotel allgemein und die künftigen „Bewohner“ unseres Hotels. Mein Anliegen war es, dass die SchülerInnen nicht einfach das Insektenhotel nach einer Vorlage nachbauen, sondern begreifen, welche Ansprüche die Insekten haben und daraus Konsequenzen für den Bau unseres Hotels ableiten.

Das Insektenhotel ist nun fertig und steht auf der Wiese hinter der Schule, rechts neben dem Pavillon.

Schauen Sie doch mal vorbei.

P.S. Wildbienen stechen von sich aus nie!

Projekt Hospitationsschulen – an der bbsmt wird miteinander und voneinander gelernt

Anderen Schulen die eigenen Konzepte und Ideen vorzustellen, in einen regen Austausch über die gemachten Erfahrungen zu treten und unmittelbar und voneinander zu profitieren ist der Grundgedanke des Projektes Hospitationsschulen.

Die ersten Hospitationen zeigen, dass dieses Konzept gut aufgeht:

Im April waren Vertreter_innen der Christiane-Herzog-Schule Neuwied zum Hospitationsschwerpunkt „Schule leiten im Team“ zu Gast an der bbsmt. Über den Erfahrungsaustausch, was an beiden Schulen angelegt ist, entstand eine sehr intensive Auseinandersetzung mit konkreten Fragestellungen, z. B. zu Kommunikationsstrukturen oder Teamregeln. 

Auch zum Hospitationsschwerpunkt „Schulmarketing“ gab es eine erste Veranstaltung an der bbsmt zusammen mit der BBS1 Mainz. Im Zentrum stand hier die Implementierung eines neuen Schullogos unter der Fragestellung, wie identitätsstiftend ein neues Logos wirken kann und wie es damit die Umsetzung eines Schulleitbildes unterstützt.

Alle Beteiligten waren sich am Ende der Hospitationsbesuche einig, dass diese Form des Miteinanders einen deutlich erkennbaren Mehrwert bietet und dass es sich lohnt, auch über Schulformgrenzen hinweg Kontakte aufzubauen und sich auszutauschen.

Wasser fließt in allen Farben

Ausstellungen „Wasser – wohltuend, lebendig, bedroht“ und „Aktion Blau Plus - 20 Jahre Gewässerentwicklung in Rheinland-Pfalz“ zu Gast bei der SGD Nord

SGD Nord Präsident Dr. Ulrich Kleemann eröffnete heute die Ausstellungen „Wasser – wohltuend, lebendig, bedroht“ und „Aktion Blau Plus - 20 Jahre Gewässerentwicklung in Rheinland-Pfalz“ in der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord. Die beiden Ausstellungen ergänzen sich gegenseitig und sensibilisieren für unsere wertvollste Ressource, Wasser.

„Ich freue mich, dass die beiden Ausstellungen in der SGD Nord zu sehen sind“, so Kleemann bei der Ausstellungseröffnung. „Als Obere Wasserbehörde setzt die SGD Nord im Rahmen der Aktion Blau Plus zahlreiche Projekte im Gewässerschutz um. Seit 2009 wurden über 100 Renaturierungsprojekte im Bereich der SGD Nord realisiert.“ Kleemann lobte auch den Einsatz der Schülerinnen und Schüler, die mit ihrer Ausstellung auf die essentielle Bedeutung des Wassers für Mensch und Natur aufmerksam machen.

Auch Schulleiter Ernst Carstensen von der Anne-Frank-Realschule plus Montabaur und Alexandra Jochens, Kunstlehrerin an der Berufsbildenden Schule Montabaur, sind von den Kunstwerken ihrer Schülerinnen und Schüler begeistert. Die Motivation der Schüler sei während des gesamten Projekts zu spüren gewesen. Dabei seien kreative aber auch zeitkritische Bilder entstanden. Mit der Ausstellung werden die Bilder einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das sei eine Wertschätzung für die Arbeit der großen und kleinen Künstler, betonten alle Beteiligten. Die Ausstellungseröffnung wurde durch die Bläserklasse 6b der Anne-Frank-Realschule plus Montabaur unter Leitung von Thomas Eberth musikalisch umrahmt.

Das schulformübergreifende Kunstprojekt der Anne-Frank-Realschule plus Montabaur und der Berufsbildenden Schule Montabaur steht unter dem Motto „Wasser - wohltuend, lebendig, bedroht“. In über 60 Gemälden präsentieren Schülerinnen und Schüler der Klassen 6, 8 und 12 ihre Werke in den Räumen der SGD Nord. Zwei Monate haben sich die Schüler mit dem Thema Wasser intensiv beschäftigt. Wasser als Freizeitelement, Wasser als Lebensraum und Wasser als kostbare Ressource, waren die unterschiedlichen Themenschwerpunkte, die sich die verschiedenen Jahrgänge gesetzt hatten. Inspiration zu ihren vielfältigen und kreativen Werken, fanden die Schüler in den Swimmingpoolbilder von David Hockney und den Seerosenzyklen von Claude Monet. Aktuell werden die Bilder in der SGD Nord präsentiert, bevor sie anschließend im Rathaus in Montabaur ausgestellt werden.

Die „Aktion Blau Plus“ ist ein wasserwirtschaftliches Programm des Umweltministeriums Rheinland-Pfalz. Ziele sind die Wiederherstellung der ökologischen Funktionen unserer Gewässer und die Stärkung des Hochwasserrückhalts. Zudem wächst die Bedeutung naturnaher Gewässer als Ort der Freizeit und Erholung stetig. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der „Aktion Blau Plus“ informiert die Ausstellung über Ziele und Maßnahmen des Förderprogramms. Wie Gewässer in den bebauten Raum ökologisch integriert und für Menschen wieder erlebbar gemacht werden, wird an ausgewählten Projekten gezeigt.

Die Ausstellungen sind bis zum 3. Juni, in der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Stresemannstraße 3 - 5, montags bis donnerstags von 8 - 18 Uhr und freitags von 8 - 15 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen unter www.sgdnord.rlp.de.

Neues Kunstwerk ziert Besprechungszimmer des Landrates

Bereits im vergangenen Jahr fand im Foyer des Kreishauses eine Ausstellung des schulformübergreifenden inklusiven Kunstprojektes „bunt I frech I witzig I umgekehrt“ statt. Bei dem Projekt in Anlehnung an zwei Künstler der Moderne, Georg Baselitz und James Rizzi, arbeiteten die Berufsbildende Schule Montabaur, die Waldschule Horressen sowie die Katharina Kasper Schule Wirges eng zusammen.

Nunmehr konnten Schüler der Katharina Kasper Schule und der Berufsbildenden Schule im Beisein der betreuenden Lehrer Volker Vieregg und Alexandra Jochens eines der Bilder an Landrat Schwickert übergeben. „Das besonders farbenprächtige Bild war mir bereits im vergangenen Jahr in der Ausstellung aufgefallen. Es freut mich, dass die Schüler mir das Bild zur Verschönerung meines Besprechungszimmers überlassen“, so Landrat Schwickert bei der Bildübergabe.

Alexandra Jochens und Volker Vieregg berichteten dem Landrat, dass das nächste inklusive Kunstprojekt unter dem Motto „Hundertwasser“ bereits angelaufen sei. „Vielleicht entsteht bei diesem Projekt ja ein weiteres Gemälde, das im Anschluss zur Verschönerung des Kreishauses dienen kann“, so die beiden Lehrer bei der Bildübergabe.

Ruandawoche – wieder ein voller Erfolg!

Eine Woche lang war der Verkaufsstand für Ruanda im Foyer unserer Schule in den Pausen stark umlagert.

Neben den traditionellen Ruanda-Brötchen fanden weitere Pausensnacks wie z.B. Wraps, Pizzabrötchen oder Obstbecher regen Absatz.

Engagierte Schüler/innen der BF2-Hauswirtschaft übernahmen im berufsbezogenen Unterricht die Planung, Steuerung und Auswertung dieser Verkaufsaktion als Unterrichtsprojekt. Sie wurden dabei von BF1-Klassen aus der Hauswirtschaft sowie von Azubis aus den Bereichen Bäckerei, Fleischerei und Gastronomie tatkräftig unterstützt. Die Gesamtorganisation lag bei Uta Kropp und Gereon Mering.

Besonders gefallen haben den Schüler/innen die Teamarbeit, das selbstständige Arbeiten, die gute Atmosphäre und nicht zuletzt der Einsatz für einen guten Zweck.

Der Erlös von 2.298,53 € ist beachtlich und geht an unsere Partnerschule Rwamiko, mit ihren ca. 354 Schüler/innen im Alter von 15 bis 22 Jahren.

Uta Kropp, BBS Montabaur

Azubis der Gastronomie werden zu „Anerkannten Beratern für Deutschen Wein“

Auch in diesem Jahr konnten Azubis der Gastronomie, d.h. Hotelfachleute und Köche am Weiseminar des Deutschen Weininstituts an der BBS Montabaur teilnehmen.

Dieses Seminar wurde bestens von Heiko Busch, Lehrer unserer Schule, vorbereitet und organisiert und ist seit einigen Jahren zur guten Tradition geworden. Es ermöglicht den Azubis ihre vorhandenen Grundkompetenzen in Bezug auf deutschen Wein zu aktualisieren, zu festigen und auszubauen.

Zu den Inhalten gehören beispielsweise die 13 deutschen Anbaugebiete, die wichtigsten Rebsorten, Weinbereitung und Weinrecht, die Qualitätsnormen und natürlich der richtige Umgang mit Wein.

Dem Seminarleiter im Auftrag des Deutschen Weininstituts, Andreas Völkel, gelang es, die Azubis für deutschen Wein als hervorragenden Speisebegleiter zu begeistern.

Dazu trugen einerseits die anschaulichen praxisnahen Lerninhalte mit umfangreichen selbständigen Übungen bei. Andererseits machte die intensive Weinprobe die heimischen Erzeugnisse für unsere Azubis erlebbar.

Alle Teilnehmer/innen freuten sich riesig, dass sie den Abschlusstest bestanden haben. Halten sie jetzt doch stolz das Zertifikat „Anerkannter Berater für Deutschen Wein“ als wertvolle Zusatzqualifizierung in den Händen.

Uta Kropp, BBS Montabaur

Junge Leute nutzen ihr Wahlrecht

Insgesamt 335 Schüler der Berufsbildenden Schule Montabaur haben diese Woche schon gewählt – allerdings nur im Rahmen des landesweiten Projekts „Juniorwahl“. Aber auch dieses wird ausgewertet und führt vor allem dazu, dass auch Jugendliche, die sich bisher noch nicht groß mit dem Thema Landtagswahl beschäftigt hatten, dann am Sonntag doch zur Wahlurne gehen.

So wollen fast alle Schüler, die zum größten Teil auch schon mindestens 18 Jahre alt sind, an der Landtagswahl teilnehmen. Nur zwei junge Frauen aus dem Beruflichen Gymnasium wollen offenbar ihr Wahlrecht nicht wahrnehmen, da sie der Ansicht sind, dass sie mit ihren Stimmen ohnehin nichts ändern können. Aber auch sie relativieren ihre Aussage dann schon wieder etwas und sagen, dass sie sich einfach noch nicht genug informiert hätten. Eine von ihnen gibt selbstkritisch zu: „Wenn viele aufs Wählen verzichten, wäre das aber auch schlecht.“

„Wir müssen uns für die Demokratie einsetzen“, betont Deniz (19), der auch gleich dazu sagt, dass er die FDP wählen will. Ihn beeindruckt vor allem, dass die Freien Demokraten den Meister gleichberechtigt neben dem Master sehen. Die 19-jährigen Zwillinge Jason und Justin haben sich ausführlich über die Wahlprogramme der Parteien informiert. Sie gehen vor allem wählen „damit die rechten Parteien nicht einen so hohen Stimmenanteil bekommen“.

Lea Eulberg und Janis Volkmann, die den Wahlvorstand bilden, nehmen ihre Aufgabe genauso ernst, als ob es um die echte Landtagswahl ginge: Sie kontrollieren Wahlbenachrichtigungen und Personalausweise und sorgen dafür, dass auch sonst alles den Vorschriften entspricht. Ihre Mitschüler aus der Klasse HBF 15 sind gut informiert und machen sich fast alle für den echten Urnengang stark.

Benjamin Hering, einer der für die Juniorwahl an der BBS Montabaur speziell geschulten Lehrer, erläutert, dass Schüler im Alter von 15 bis 25 Jahren an der Aktion teilnehmen. Sie kommen sowohl aus den Vollzeit- wie auch den Teilzeitklassen. Der Lehrer ist selbst erstaunt, mit welch hoher Motivation die Schüler, von denen viele ja auch in der Wirklichkeit Erstwähler sind, an die Wahl herangehen. Da hat sich die von ihm und seinen Kollegen geleistete Vorbereitung im Sinne einer starken Demokratie doch offensichtlich ausgezahlt.

„Und wie bei der richtigen Landtagswahl gibt es nächste Woche auch bei der Juniorwahl ein Ergebnis“, kündigt Hering an. „Außerdem wird das Projekt und auch die echte Wahl im Unterricht nachbereitet. Dabei werden natürlich auch die Ergebnisse analysiert.“

Westerwälder Zeitung vom Samstag, 12. März 2016, Seite 25

Gastronomieklassen begeistern Gäste

Die Abschlussklassen der Hotelfachleute und Köche gestalteten mit großem Engagement das diesjährige Dankeschön-Essen des Schulleitungsteams für die Mitarbeiterinnen des Sekretariats und die Hausmeister unserer Schule.

Ein köstliches 4-Gang-Menü, aufmerksamer Service und ein stilvolles Ambiente in zarten altrosa-weiß Tönen mit aktuellem Vintage-Flair begeisterte die Gäste.

Die Auszubildenden hatten die Chance diese Veranstaltung selbstständig zu planen und durchzuführen. Es hat ihnen viel Freude gemacht in Teams zusammen zu arbeiten, eigene Ideen einzubringen und diese auch umsetzen zu können.

Gleichzeitig konnten prüfungsrelevante Kompetenzen nochmals vertieft und angewandt werden, wie z.B. Planung einer Aktion, Zusammenstellung von Menüvorschlägen, Zubereitung eines 4-Gang-Menüs, Durchführung von Veranstaltungsabsprachen, Service, Erfolgskontrollen…und vieles mehr.

Betreut und begleitet wurde dieses Projekt von den Lehrerinnen Monika Haas-Schmidt, Uta Kropp und Andrea Petri, die von ihren Auszubildenden genauso begeistert waren, wie die Gäste.

Ein ganz besonderes Projekt, das für alle Beteiligten ein Highlight war!

Lehrerpraktikum baut Barrieren ab

Unternehmen gewährt Blick in die Praxis

Zwei Tage lang hat Sabrina Ditthardt, Lehrerin der Berufsschule Montabaur, hinter die Kulissen der Steuler-Gruppe geblickt. Begleitet wurde sie von Diana Szymanska, Auszubildende bei Steuler, die ihrer Lehrerin die Abteilungen Versand, Kommissionierung, Rechnungsstellung Ausland und Vertrieb Feuerfest vorstellte.

Ditthardt, die das theoretische Wissen in diesem Bereich beherrscht, ist es wichtig zu wissen, wie der Ablauf in einem Industriebetrieb in der Praxis vonstatten geht. Personalleiterin Tanja Demko befürwortet solche Lehrerpraktika von Unternehmensseite sehr: „Lehrkräfte erleben Wirtschaft hautnah und werden befähigt, als Multiplikatoren ihre Schüler für Wirtschaftsthemen zu sensibilisieren und sie bei ihrer beruflichen Orientierung zielgerichtet zu unterstützen“, sagt sie. Auch das Unternehmen lerne durch den Austausch mit den Lehrern die Rahmenbedingungen schulischer Arbeit besser kennen und könne somit Barrieren abbauen. Sie geht noch einen Schritt weiter: „Umgekehrt profitieren die Schulen von den persönlichen Kontakten der Lehrkräfte zu den Unternehmen, die in Partnerschaften und Kooperationen münden können.“

Westerwälder Zeitung vom Donnerstag, 3. März 2016, Seite 16

bbsmt-gesundheit.de

 

 

 

Herzlich Willkommen!

 

Wir sind Schüler des beruflichen Gymnasiums mit der Fachrichtung Gesundheit an der BBS in Montabaur.

Wir haben einen Blog ins Leben gerufen, um euch über alles Wissenswerte eures eigenen Körpers zu informieren.

Wir klären darüber auf, welchen Einfluss Sport oder verschiedene Risikofaktoren wie Salz, Alkohol, Fett, Stress

und Rauchen auf unser Herz-Kreislaufsystem haben und wie sie sich auf unser Herz auswirken.

Zudem möchten wir Euch aufzeigen, was man dagegen tun kann, um Krankheiten, wie zum Beispiel einen

Herzinfarkt oder Bluthochdruck zu vermeiden.

Schaut doch mal rein!

bbsmt-gesundheit.de

Den Gesellenbrief in der Tasche

Junge Elektroniker standen bei Innungsfeier im Mittelpunkt

„Jeder Platz besetzt!“, hieß es bei der diesjährigen Freisprechungsfeier der Innung der elektrotechnischen Handwerke im Westerwald, die Vorstandsmitglied Uwe Herold im Hotel Pfaffhausen in Wirges moderierte. Der stellvertretende Obermeister Rolf Wanja erklärte, die Ausbildung im Elektrohandwerk biete ein sehr gutes Fundament für die weitere berufliche Zukunft. „Nach dreieinhalbjähriger Ausbildung ist sicherlich eine gewisse Lernmüdigkeit vorhanden“, sagte er. „Aber ruhen Sie sich nicht auf dem bisher Erlernten aus“, ermahnte er die jungen Kollegen. „Der technische Fortschritt insbesondere im Elektrohandwerk ist atemberaubend. Nutzen Sie die vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten.“

Wilfried Noll, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Westerwaldkreises, wies auf den Stellenwert des Handwerks hin. Dieser spiegle sich überwiegend in kleinen und mittleren Betrieben wieder, so Noll. Aus den Reihen der Auszubildenden berichtete Nils Notthoff über die zurückliegende Ausbildungszeit. Stellvertretend für die Berufsbildenden Schulen Westerburg und Montabaur sprach Michael Fiege von der BBS Montabaur. Rudi Gottke gratulierte als Lehrlingswart der Innung. Die Prüfungsbesten Nils Notthof (Ausbildungsbetrieb Berthold Schneider, Rennerod), Falco Hädicke, (Kern-Industrie-Automation, Ransbach-Baumbach) und Dmitry Mazlis (Pulte Elektrotechnik, Heiligenroth) erhielten ein Präsent für ihre besonderen Leistungen.

Und das sind die weiteren frisch gebackenen Gesellen: Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik: Marvin Bastian (Ausbildungsbetrieb Zoth, Westernohe), Lars Baumgart (Jung Elektrotechnik, Westerburg), Nick Beringer (Pulte Elektrotechnik, Heiligenroth), Jan Burggraf (Josef Schmitz, Inhaber Rainer Quirmbach, Wirges), Sebastian Denter (Westerwald Elektrotechnik Hummrich, Hachenburg), Daniel Diehl (Zoth, Westernohe), Marvin Fasel (Michael Bruch Elektrotechnik, Helferskirchen), Robin Förster-Fernandez (Westerwald Elektrotechnik Hummrich, Hachenburg), Taner Günes (Elotec, Nassau), Dominik Jung (Salmon Elektrotechnik, Rennerod), Viktor Kehm (Ulrich Kaiser, Wirges), Janik Krause, (Josef Schmitz, Inhaber Rainer Quirmbach, Wirges), Robin Langkavel (Jung Elektrotechnik, Westerburg), Yannik Ludwig und Dmitry Mazlis (beide Pulte Elektrotechnik, Heiligenroth), Sandro Menzel (Westerwald Elektrotechnik Hummrich, Hachenburg), Alexander Merker (Jung Elektrotechnik, Westerburg), Manuel Mies (Michael Mies Elektrotechnik, Inhaber Sandro Rinaldi, Hachenburg), Moritz Neuß (Zoth, Westernohe), Nils Notthoff (Berthold Schneider, Rennerod), Florian Quirmbach (Josef Schmitz, Inhaber Rainer Quirmbach, Wirges), Janik Reitz (Zoth, Westernohe), Manuel Sawatzki (Westerwald Elektrotechnik Hummrich, Hachenburg), Daniel Schaaf (MK Haustechnik, Inh. Müntaz Karagöz, Ransbach-Baumbach), Timo Schlotterbeck (Elektrotechnik Baumann, Bad Marienberg), Marcel Schwarze (Zoth, Westernohe), David Ulbrich (Irma Schuhen und Patric Schuhen, Atzelgift), Nico Völpel (Zoth, Westernohe), Simon Wellbrink (Pulte Elektrotechnik, Heiligenroth) und Robin Werner (Elektro Künz, Westerburg).

Elektroniker Fachrichtung Automatisierungstechnik: Dishanthan Alphonse, (Jonas Schaltanlagenbau, Siershahn), Falco Hädicke (Kern-Industrie-Automation, Ransbach-Baumbach), David Hombach (Raucher Building Automation, Nistertal), Jan Niklas Jakob (Brenner Elektrotechnik, Norken) und Valerij Justus (Kern-Industrie-Automation, Ransbach-Baumbach).

Westerwälder Zeitung vom Mittwoch, 10. Februar 2016, Seite 18

Metallhandwerker freuen sich über Zuwachs

„Nach dreieinhalbjähriger Ausbildung werden Sie gleich Ihre Gesellenbriefe in Empfang nehmen. Diese Urkunde bescheinigt Ihnen handwerkliches Können und Geschick.“ Mit diesen Worten eröffnete Obermeister Sebastian Hoppen in der Stadthalle in Ransbach-Baumbach die Freisprechungsfeier der Metallhandwerker-Innung Rhein-Lahn-Westerwald.

Insgesamt 39 Metallbauer und elf Feinwerkmechaniker aus den Landkreisen Altenkirchen, Neuwied, Rhein-Lahn und Westerwald erhielten ihre Gesellenbriefe. Mehr als 200 Gäste, unter ihnen zahlreiche Ausbilder, Angehörige und Lehrer, waren der Einladung gefolgt. Auch die Tatsache, dass sich die jungen Frauen und Männer ab sofort „Geselle“ nennen dürfen, hob Hoppen hervor. „Die bestandene Gesellenprüfung ist der erste erfolgreiche Abschluss auf eurem Karriereweg“, sagte er. Seitens der Berufsschulen und Fachlehrer im Innungsbezirk gratulierte Dirk Kröller von der Berufsbildenden Schule Westerburg den Junghandwerkern. „Sie können stolz auf das bisher Erreichte sein“, betonte er und fügte hinzu: „Arbeiten Sie weiterhin an sich, behalten Sie Ihre Wissbegierde, und gehen Sie damit nicht allzu sparsam um. Es gibt mannigfaltige Weiterbildungsmöglichkeiten, von denen Sie Gebrauch machen sollten. Sie werden mit Ihrem Fachwissen gebraucht. Bleiben Sie der Region, in der Sie tätig sind, treu.“

Die prüfungsbesten Lehrlinge sind Lukas Perscheid (Ausbildungsbetrieb Udo Schöffler, Herold), Marius Wieland (Werner Wieland, Nastätten) und Kevin Hanemann (Kern, Großmaischeid). Für sie hatte sich die Metallhandwerker-Innung etwas Besonderes einfallen lassen. Unter dem Slogan „Siegertypen kommen weiter!“ erhalten die Junghandwerker einen von der Innung gekauften Citroën Berlingo und ein Mountainbike. Beide Fahrzeuge können sie zwei Monate lang kostenlos nutzen. Und auch sie haben jetzt den Gesellenbrief in der Tasche:

Metallbauer: Crispin Hering (Zoth, Westernohe), Patrick Krug (Bothe-Hild, Luckenbach), Jeremy Sander (Metallbau Müller, Mündersbach), Burak Savasgücü (Held Metallwaren, Kirburg), Lena Schlägl (Zoth, Westernohe), Mirco Schulz und Bastian Taschbach (beide Zoth, Westernohe), Nessim Trabelsi (Reiner Müller, Dernbach) und Christopher Tries (Norbert Klünder, Seck);

Feinwerkmechaniker: Igor Becker (Dirk Hammel, Niederroßbach); Yannick David (Maschinenbau Cernota, Staudt), André Erlich und Marco Giel (beide Blen Metalltechnik, Ötzingen), Yannick Heinz (Haas Holzzerkleinerungs- und Fördertechnik, Dreisbach), Marcel Schäfer (Ewald Eulenhöfer, Hachenburg) und Nikolai Schein (NWT-Werkzeugbau, Ransbach-Baumbach).

Westerwälder Zeitung vom Mittwoch, 10. Februar 2016, Seite 18

BBS Montabaur präsentiert drei Ausbildungswege

An der BBS Montabaur findet der jährliche Eltern- und Ausbildersprechtag statt. Er beginnt am Freitag, 12. Februar, um 14 Uhr und endet gegen 19 Uhr. An diesem Tag ist auch der Termin für das zweite Informations- und Beratungsgespräch der BF1-Klassen.

Alle Lehrer geben bei dieser Veranstaltung gerne Auskunft, beraten oder besprechen eventuell anstehende Probleme. Außerdem bietet die Schule an diesem Tag Informationsveranstaltungen über drei Bildungsgänge.

Das Berufliche Gymnasium Wirtschaft und Gesundheit/Soziales wird um 16.30 Uhr vorgestellt. Hier kann die Allgemeine Hochschulreife erworben werden, gleichzeitig werden Theorie und Praxis eng verknüpft.

Die Höhere Berufsfachschule – Fachrichtung Organisation und Officemanagement – ist um 17.15 Uhr Thema. Sie ist zweijährig und richtet sich an Schüler mit Mittlerer Reife. Schüler können die Fachhochschulreife erwerben und gegebenenfalls an der Kammerprüfung in einem entsprechenden Beruf der dualen Ausbildung teilnehmen. Der einjährige Bildungsgang Berufsoberschule 1 (Fachrichtungen Technik und Wirtschaft) wird um 18 Uhr vorgestellt. Er richtet sich an Schüler mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und dem Sekundarabschluss I (Mittlere Reife), die nach Erwerb der Fachhochschulreife studieren möchten.

Anmeldeschluss für die Bildungsgänge ist Dienstag, 1. März. Weitere Infos auch im Internet unter www.bbs-montabaur.de

Westerwälder Zeitung vom Montag, 1. Februar 2016

Volles Haus beim Abend über Flucht und ihre Ursachen

Seitdem die Debatte über den richtigen Umgang mit Flüchtlingen im Sommer 2015 ihren Höhepunkt erreicht hat, verschwindet das Thema nicht mehr aus der öffentlichen Diskussion. Die Westerwälder SPD hakte hier nach. Doch primär ging es nicht darum, wie eine gute Integration gelingen kann oder wie man mit Flüchtlingen umgeht, die Straftaten begehen, wie sie in der Kölner Silvesternacht geschahen. Im Blickpunkt standen in Montabaur die Gründe, die Flüchtlinge überhaupt zu ihrer Reise bewegen – und die häufig außer Acht gelassen werden.

 

Nur ein Bruchteil der Flüchtlinge hat Europa zum Ziel

Um die übliche Perspektive zu erweitern und die Fluchtursachen stärker in der öffentlichen Debatte präsent zu machen, hatte die Westerwälder SPD-Bundestagsabgeordnete Gabi Weber, die Mitglied des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ist, mit ihrem Ausschusskollegen Stefan Rebmann zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung unter dem Motto „Warum Menschen fliehen – ein Abend über Flucht und ihre Ursachen“ in die Berufsbildende Schule (BBS) Montabaur eingeladen. Dazu waren viele Interessierte gekommen.

Nach der Eröffnung der Veranstaltung durch Gabi Weber begrüßte Schulleiterin Sabine Nugel die Gäste und machte darauf aufmerksam, dass das Thema des Abends sehr gut zur BBS als Schule mit großer Nationalitätenvielfalt passe. Anschließend begann Stefan Rebmann mit seinem Impulsvortrag zu Fluchtursachen.

Derzeit sind 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Mehr als 38 Millionen sind Binnenflüchtlinge, das heißt, sie bleiben in ihrer Herkunftsregion. Aufgrund von Verfolgung und Krieg hat sich die Zahl der Flüchtlinge in den vergangenen fünf Jahren versechsfacht. Weitere Fluchtgründe sind: Perspektivlosigkeit, globale Ungleichheit, Armut, Umwelt und Klimawandel, Krankheiten wie Ebola, geschlechtsspezifische Ungleichheiten und andere. Des Weiteren machte er deutlich, dass Entwicklungspolitik – die nichts anderes als Fluchtursachenbekämpfung sei – viel mehr tun könne und müsse, als nur etwa „Frieden schaffen“. Beispielsweise wurde für 11,6 Millionen Menschen im Libanon, in Jordanien, den palästinensischen Gebieten und im Nordirak die Trink- und Abwasserversorgung verbessert.

Svenja Gertheiss vom Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), Gastrednerin der Veranstaltung, lenkte den Blick anschließend auf allgemeine Hintergründe von Flucht. Die Hauptaufnahmeländer liegen im globalen Süden (mehr als 70 Prozent), ebenso wie die Ursprungsländer. Menschen flüchten primär in Nachbarstaaten oder in Regionen nahe ihres Siedlungsgebietes. Gründe dafür sind die Hoffnung auf eine Rückkehr oder die fehlende Möglichkeit zur Weiterflucht. Nur ein Bruchteil macht sich auf den Weg nach Europa. Insgesamt hob sie bei der Betrachtung der vielen verschiedenen Aufnahmeländer hervor: „Flüchtlinge reisen nicht in das Land mit dem größten Wohlstand.“ Eine Flucht von Afghanistan nach Europa beispielsweise kostet etwa 11 000 Euro. Oft lege die ganze Familie oder der ganze Ort zusammen, damit ein junger Mann reisen kann. Einher geht die Hoffnung auf eine bessere Chance sowohl für ihn als auch für die zurückbleibende Gemeinschaft.

 

Zuhörer fragten nach Konzept der Regierung

In der anschließenden Diskussion mit dem Publikum wurde eine Vielzahl der Themen rund um Flüchtlingspolitik behandelt. Neben etwa den Kriterien für sichere Herkunftsländer und der konkreten Umsetzung entwicklungspolitischer Konzepte wollten einige Gäste wissen, ob man in der Regierung überhaupt ein schlüssiges Gesamtkonzept habe und ob man sich eigentlich der eigenen Fehler in der Vergangenheit bewusst sei, die nach Meinung eines Gastes wesentlich zu verstärkten Fluchtbewegungen beigetragen hätten.

Gabi Weber zeigte sich nach der Veranstaltung hocherfreut über das große Interesse und die vorurteilsfreie Haltung des Publikums. „Wir wollten mit der Veranstaltung mehr Bewusstsein für die Gründe schaffen, die Menschen zur Flucht bewegen, und ich denke, das haben wir geschafft. Es war wirklich schön zu sehen, wie viele Menschen Interesse an dem Thema gezeigt haben und wie nüchtern und sachlich sie im Gespräch mit uns waren. Das beweist, dass die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in der Flüchtlingspolitik verlässliche Lösungsvorschläge und keine einfachen Hetzparolen will“, erklärte die Abgeordnete nach der Veranstaltung.

Westerwälder Zeitung vom Donnerstag, 21. Januar 2016, Seite 13

Azubis ans "wilde" Kochen herangeführt

Wildbret liegt voll im Trend. Mit einer Initiative der Westerwälder Jäger lernen Auszubildende zum Koch oder zur Köchin in Kursen mit Jägern, wie „wild“ es in Profiküchen zugehen kann. Jetzt fand zum dritten Mal ein solcher Kurs in Nistertal statt.

Beherzt greift ein Koch-Azubi zum Messer und zerwirkt unter fachmännischer Anleitung von Guido Jacobs, Jäger und Besitzer des Hotels zur Post in Nistertal, ein Stück Damwild. „Anfangs noch sehr vorsichtig, doch nach den ersten zaghaften Handgriffen gewinnen die Lehrlinge Vertrauen und sind von da an kaum noch zu bremsen.“ Das Erfolgserlebnis der angehenden Köche freut den gelernten Koch Jacobs.

„Ich möchte junge Köche recht früh an Wild bringen“, erklärt er. „Sie sollen es noch ‚am Stück‘ sehen, damit sie nicht nur die abgepackten Portionen aus dem Großhandel kennen. So möchte ich Vorurteile abbauen, mehr Gefühl für Qualität erzeugen und ein höheres Bewusstsein für das ‚Produkt‘ Wildfleisch generieren.“

Schon das dritte Jahr arbeitet Guido Jacobs, Obmann für Wildbretmarketing der Wäller Jägerschaft, mit der Berufsbildenden Schule Montabaur (BBS) zusammen, um Azubis im dritten Lehrjahr den praktischen Umgang mit Wildfleisch näher zu bringen. „Sowohl die Schüler als auch die Lehrbetriebe sind von dem Kurs begeistert“, so Jacobs. „Mit unserem Kurs können wir den jungen Leuten Praxiswissen mitgeben, das sie in dieser Form während ihrer Ausbildung nicht erwerben können.“ Und das wissen die Koch-Azubis. Acht Schüler der BBS Montabaur ergriffen, begleitet von ihren Lehrerinnen Andrea Petri und Monika Haas-Schmidt sowie Referendarin Sarah Gleiser, die Gelegenheit und nahmen an dem Kurs freiwillig teil. Sie opferten einen Teil ihrer Freizeit, um mehr übers heimische Wild und seine Verarbeitungs- und Zubereitungsmöglichkeiten zu lernen.

Nach dem fachgerechten Zerlegen in küchenfertige Portionen bereitete man gemeinsam ein Wildgericht zu, das im Anschluss von allen Teilnehmern verspeist wurde. Mit dabei sind: John-Luca Aasen, Nico Oest (beide Ausbildungsbetrieb Hotel Heinz, Höhr-Grenzhausen), Johannes Klas (Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft/Kooperation Hotel Heinz), Dennis Krombach (IBB Hachenburg), Mike Lusson, Dominik Morckel, Svenja Wiederstein (alle Lindner Hotel am Wiesensee), Ante Pranjic (Hotel Schloss Montabaur).

Die Initiative der Wäller Jäger zeige, so Norbert Wilhelmi, stellvertretender Vorsitzender, wie begehrt das Wissen der Jäger ist – auch abseits der Arbeit in den Revieren. Die Projekte mit der BBS hätten einen Multiplikatoreffekt. Je mehr junge Köche das Produkt Wildfleisch kennen und schätzen lernen, desto öfter landet es beim Endverbraucher auf dem Teller. „Vom Restaurant in die heimische Küche ist es dann nicht mehr weit“, freute sich Wilhelmi. 

Westerwälder Zeitung vom Dienstag, 19. Januar 2016

Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftsgymnasiums übernehmen die Geschäftsführung der Vallenberg GmbH – Eindrücke des Planspiels TOPSIM – easyManagement an der Hochschule Mainz

Während im traditionellen BWL-Unterricht Unternehmensstrukturen, Prozesse, Ziele und Entscheidungsalternativen in Lernsituationen diskutiert und analysiert werden können, sollen Planspiele Schülerinnen und Schüler in die Rolle eines Unternehmers versetzen, der aus vorgegebenen Bedingungen mittelfristig ein Unternehmen auf Kurs halten muss. Die Auswertung erfolgt durch computergestützte Verfahren.

Über drei Perioden haben die Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftsgymnasiums der Klasse BGYW15b in Kleingruppen die Unternehmensleitung eines renommierten Outdoor-Unternehmens der Vallenberg GmbH übernommen. Ziel war die Produktion und der Absatz von Outdoor-Zelten.

Mit hoher Einsatzbereitschaft, Willensstärke und Spaß bei der Arbeit haben sich die Schülerinnen und Schüler in die Rollen hineinversetzt und für eine 11. Jahrgangsstufe - aufgrund der z.T. noch geringen Vorkenntnisse - hervorragende Ergebnisse erzielt. So konnten (über alle Perioden) sämtliche Zelte abgesetzt und die Gewinne um ein Vielfaches gesteigert werden. Ein Ergebnis, über das auch die Mitarbeiter des Instituts beeindruckt waren.

Durch veränderte Marktbedingungen zu Beginn einer neuen Periode waren die Schülerinnen und Schüler gezwungen, ihr Entscheidungskalkül neu zu durchdenken bzw. zu optimieren. Die Ungewissheit über die Entscheidungen der anderen Gruppen sorgte für zusätzliche Spannung.

Doch nicht nur das Planspiel selbst war Teil dieser Exkursion, sondern auch die Eindrücke über das Leben an einer Hochschule, die in den Pausen gesammelt werden konnten.

Daniel Rath
Klassenlehrer des BGYW15b

270 000 Euro in die Schulbücherei investiert

Endlich ist es vollbracht. Die Berufsbildende Schule Montabaur (BBS) verfügt nach viereinhalb Jahren Planungs-, Vorbereitungs- und Realisierungsphase über eine neue Bibliothek. Diese hochmoderne Einrichtung wurde im Rahmen des Tags der offenen Tür an der BBS von Landrat Achim Schwickert, der Schulleiterin Sabine Nugel und dem Projektleiter Christoph Ibel mit der Durchtrennung des symbolischen Bands offiziell in Betrieb genommen.

Aus drei ehemaligen Klassenräumen an der Berufsbildenden Schule wurde ein Raum für die Bibliothek geschaffen, die zurzeit 2500 Medien für die 2400 Schüler (und 130 Lehrer) an der Schule bereithält. War bisher nur das Ausleihen von Büchern möglich, so finden sich jetzt in den neuen Räumlichkeiten Gruppenarbeitsplätze, Einzelplätze und PC-Terminals zum digitalen Abrufen von Informationsmaterial und zum Austausch mit anderen Büchereien.

„Mediathek“ war auch das Stichwort für die Schulleiterin Sabine Nugel, die bei der Begrüßung der Gäste der kleinen Eröffnungsfeier nicht ohne Stolz die moderne Einrichtung an der Schule vorstellte. Ist doch aus einer Bibliothek mit rund 800, zum Teil veralteten Büchern ein hochmodernes Informationsforum entstanden, das kaum noch Wünsche offenlässt.

„Mit unserer neuen Bibliothek kommen wir auf eine charmante Weise unserem Bildungsauftrag nach“, sagte die Schulleiterin, die dem Projektteam mit Cordula Hetzel, Melanie Moompagir, Ulrich Gläser, Stephan Vogt und Christoph Ibel, als Leiter des Teams, ihren Dank abstattete. „Hier können ab sofort nicht nur Bücher ausgeliehen werden, hier ist auch der digitale Austausch mit anderen Bibliotheken möglich“, erläuterte Sabine Nugel.

„Bei allem Engagement unseres Teams wäre das Vorhaben aber ohne die tatkräftige Unterstützung von Monika Loine vom Landesbibliothekszentrum Koblenz nicht möglich gewesen“, so die Schulleiterin, die auch nicht vergaß, Landrat Achim Schwickert für die finanzielle Zuwendung für das Projekt durch die Kreisverwaltung zu danken. „Mit unserer Bibliothek auf dem neuesten Stand der Technik haben Menschen mit Weitblick eine Vision umgesetzt“, sagte Christoph Ibel, für den mit der Realisierung der neuen Einrichtung nicht das Ende erreicht ist, sondern die Weiterentwicklung am Anfang steht. Übrigens: Die Bibliothek an der Berufsbildenden Schule in Montabaur weist Vorbildcharakter an Berufsbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz auf.

„Mit Denken allein kommt man bei der schulischen Ausbildung nicht weiter“, wusste Landrat Achim Schwickert aus eigener Erfahrung zu berichten. Bibliotheken müssen sein. Heute mit der modernen digitalen Technik sicher anders als früher, doch als Informationsquellen sind Büchereien unverzichtbar.

Deshalb haben wir auch gerne bei der Finanzierung mit 120 000 Euro zusätzlichen Mitteln neben dem Schulbudget mitgeholfen“, sagte Schwickert. Der Landrat schloss mit den Worten: „Die 270 000 Euro, die das Projekt gekostet hat, sind bestens angelegt. Was die Schüler hier vorfinden, ist vorbildlich.“

Westerwälder Zeitung vom Dienstag, 24. November 2015, Seite 13

BBS Montabaur bietet Fortbildung für Lehrer an

An der Berufsbildenden Schule (BBS) in Montabaur können Lehrer anderer Bildungseinrichtungen neuerdings eine offizielle Fortbildung besuchen. Die BBS in der Westerwälder Kreisstadt steht für moderne Personalführung in Form von jährlichen Mitarbeitergesprächen und Schulleitung in Teamarbeit. Darüber hinaus kann sie mit strukturiertem Schulmarketing punkten. Das Pädagogische Landesinstitut in Speyer hat die BBS deshalb zu einer sogenannten Hospitationsschule ernannt. Pädagogen anderer Schulen sollen von den Erfahrungen der Montabaurer profitieren und können dort an Fortbildungen teilnehmen. Das neue Angebot ist allerdings nicht auf Berufsbildende Schulen beschränkt, sondern richtet sich bewusst an Lehrer unterschiedlicher Schultypen.

Das Projekt Hospitationsschulen soll laut Bildungsministerium eine wertvolle Ergänzung im rheinland-pfälzischen Fortbildungs- und Beratungsangebot sein. Anfang Oktober ist es offiziell angelaufen. Künftig können Lehrer durch Schul- und Unterrichtsbesuche die Vorbildbeispiele hautnah erleben und vom Wissen der Hospitationsschulen profitieren. Die Vor- und Nachbereitung erfolgt mit Unterstützung des Pädagogischen Landesinstitutes, über das auch die Anmeldungen für die Hospitationen koordiniert werde

In Montabaur laufen die Fäden bei Bettina Nasarek und Gabriele Abel zusammen. Die BBS ist mit 2450 Schülern und 120 Lehrern die größte Bildungseinrichtung unter den Hospitationsschulen. Fortbildungen sind dort in drei verschiedenen Themenbereichen möglich.

Mitarbeitergespräche: An der BBS Montabaur werden mit dem Lehrerkollegium jährlich Mitarbeitergespräche geführt. Strukturierte Dialoge mit der Leitung gibt es in ähnlicher Weise in vielen Wirtschaftsunternehmen. Sie gelten als modernes Mittel der Mitarbeiterführung. An der Schule ist die Teilnahme für die Lehrer allerdings freiwillig, erklärt Gabriele Abel. Es handelt sich um ein Angebot, um über die berufliche oder auch private Situation sowie die Arbeitszufriedenheit zu sprechen. Die Mitarbeitergespräche sind kein Kontroll- oder Beurteilungsinstrument, ergänzt die Pädagogin. Sie dienen aber zum Beispiel dazu, bislang unbekannte Kompetenzen und Fähigkeiten des Kollegiums zu entdecken. Bei der Hospitation werden diese Gespräche in Rollenspielen nachgestellt.

Schule leiten im Team: Die Schulleitung ist an der BBS nicht mehr im klassischen Sinne hierarchisch organisiert, sondern wird im Team mit unterschiedlichen Aufgaben bewältigt. Zehn Pädagogen sind daran beteiligt. Die Verantwortung ist auf mehrere Schultern verteilt. Im Rahmen einer Hospitation können Lehrer anderer Schulen die Grundlagen des Teamprozesses kennenlernen und eventuell an einer Teamsitzung teilnehmen.

Schulmarketing: Die Werbung in eigener Sache wird auch für Schulen immer wichtiger. Die BBS Montabaur folgt dabei einer ganzheitlichen Denkweise, die alle Maßnahmen, Projekte und Prozesse der Schule in einem Marketingkonzept bündelt. Die BBS hat ein Leitbild, eine gelebte Schulidentität (Corporate Identity) und ein einheitliches Auftreten mit Wiedererkennungswert (Corporate Design). Bei der Hospitation werden praktische Beispiele gezeigt.

Die anderen Hospitationsschulen haben im Übrigen zum Teil ganz andere inhaltliche Schwerpunkte. Sie stellen zum Beispiel Konzepte zur Sprachförderung oder auch zur Inklusion in den Mittelpunkt der Fortbildungen. Alle teilnehmenden Bildungseinrichtungen erhoffen sich Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge, um ihre Ideen sinnvoll weiterentwickeln zu können, erläutert Gabriele Abel abschließend. Denn auch Lehrer lernen bekanntlich nie aus.

Weitere Infos und Kontakte gibt es im Internet unter www.hospitation.bildung-rp.de

Westerwälder Zeitung vom Donnerstag, 5. November 2015, Seite 13

1. BBS Hallencup der Berufsbildenden Schule Montabaur und der Julius-Wegeler-Schule Koblenz

Im Rahmen einer Kooperation zweier Berufsbildender Schulen fand am 10. Juli 2015 erstmalig der Hallencup zwischen der Julius-Wegeler-Schule in Koblenz und der BBS Montabaur statt. Unter der Leitung von Herrn Hörter und Herrn Köllhofer wurde eine bildungsgangübergreifende Sportveranstaltung ins Leben gerufen, die vor allem den Spaß an der Bewegung fordern und fördern soll. Unter dem Olympischen Gedanken "Dabei sein ist alles", stellten beide Schulen jeweils drei Mannschaften, die zunächst im Gruppenmodus gegeneinander antraten. Im Anschluss fanden im KO-Modus die Spiele um Platz 5 und 6 statt, bevor sich im Finale schließlich die Berufsfachschule 1 Wirtschaft der BBS Montabaur und das Berufliche Gymnasium der Julius-Wegeler-Schule gegenüberstanden. Nach einer packenden und denkbar knappen ersten Halbzeit gingen die Mannschaften zunächst mit einem Unentschieden in die Pause. In der zweiten Halbzeit konnte sich die Truppe der Julius-Wegeler-Schule überraschend deutlich mit einem 4:1 durchsetzen und sich somit die begehrte Trophäe des 1. BBS Hallencup sichern. Bei der anschließenden Siegerehrung wurden neben dem Wanderpokal ebenfalls Urkunden an alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler verliehen. An dieser Stelle bedanken wir uns recht herzlich bei dem Geschäftsführer des Fitnessstudios Jump Fitness & Wellness in Koblenz, der die Sportveranstaltung mit Trainingsgutscheinen und weiteren Sachpreisen unterstützte.
Insgesamt können alle Teilnehmenden auf eine erfolgreiche Erstveranstaltung zurückblicken, die im Frühjahr 2016 ihre Fortsetzung finden soll. 

Benjamin Köllhofer und Daniel Hörter

Mon-Stilettos

Ein Stöckelschuh als Sportschuh? Geht das? Ja, es geht! Den Beweis dafür hat ein Team der BBS zusammen mit dem Sponsor VGM-net angetreten. Neben der Aubachbrücke am Zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB) steht ein Mon-Stiletto, der mit bunten Schnürsenkeln und Mesh-Stoff auf der Kappe wie ein Sportschuh daher kommt, aber dennoch ein Riesenpumps mit hohem Absatz ist. "Die Idee fand ich richtig witzig", sagt VGM-net Vorstand Stefan Heibel, der sich zum Fototermin mit den beiden Lehrern und Schuh-Designern Christian Klapthor und Alexandra Jochens sowie deren Tochter Paula getroffen hatte.

Auf einen Schuh kann man nicht gut stehen. Das müssen sich wohl Christian Klapthor und Alexandra Jochens gedacht haben. Denn sie haben neben dem Sportschuh gleich noch einen zweiten Mon-Stiletto diesmal im Pop-Art-Stil gestaltet. Er steht neben dem Sportschuh vor der Aubachbrücke.

Schülerinnen entwickeln Freizeitkonzept

Fünf angehende Abiturientinnen der Berufsbildenden Schule (BBS) Montabaur haben kürzlich einen Wirtschafts-Sonderpreis beim bundesweit ausgeschriebenen Schüler-Business-Award (SBA) gewonnen. Die 18- und 19-jährigen Frauen haben sich Gedanken darüber gemacht, wie man die Ausgehmöglichkeiten für junge Leute in Montabaur verbessern könnte. Ihr Konzept sieht unter anderem Mottopartys und einige Umgestaltungen im hiesigen Kino vor. Für diese Arbeit wurden Jasna Blettenberg, Bahar Erorgun, Jana Kaulbach, Linda Kleinhückelskoten und Lara Schuck-Hembes mit dem Sonderpreis in der Kategorie „Frauenpower“ belohnt. Eine öffentliche Vorstellung der Ideen soll es beim Tag der Offenen Tür in der BBS Montabaur am Samstag, 21. November, geben.

Die fünf Schülerinnen kommen alle aus der Verbandsgemeinde Montabaur und besuchen die 13. Klasse des Wirtschaftsgymnasiums an der BBS. Die Ausgehmöglichkeiten für junge Leute in der Westerwälder Kreisstadt sehen sie eher kritisch. „Montabaur ist aus unserer Wochenendplanung schon längere Zeit komplett raus“, berichten sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Ab und zu entscheide sich die Gruppe mal für einen Kino-Besuch in der Stadt. Nach Ende des Films gebe es dann aber leider kaum eine Möglichkeit zum Feiern für junge Leute. Angesagte Kneipen seien entweder zu teuer oder reine Raucherlokale.

Dabei hätte Montabaur aus Sicht der fünf Frauen durchaus Potenzial für mehr. Durch das große Schulzentrum gebe es viele junge Menschen in der Region. Es mangele einzig an einem guten Konzept, meinen sie. Ihre Idee: Das Montabaurer Kino könnte Mottopartys zu den jeweils aktuellen Filmen anbieten, zum Beispiel eine Goethe-Party zum Streifen „Fuck You Goethe 2“. Aus dem großen Kinosaal 4 mit Bühne könnten überdies die festen Sitze entfernt und durch Sofas, Sessel und Sitzkissen ersetzt werden. Das käme bei jungen Leuten sehr gut an, sind die fünf Schülerinnen überzeugt.

Das Ganze ist im Übrigen mehr als eine fixe Idee: Die Schülerinnen stellten einen Business- und Finanzplan auf. Die Umsetzung des Konzepts rechneten sie betriebswirtschaftlich durch – wenn auch mit fiktiven Zahlen. Unter dem Namen „Diffriend“ bewarb sich die Gruppe schließlich im Wettbewerb des Bundeswirtschaftsministeriums.

Fast 80 Schülerteams nahmen an der bundesweiten Abstimmung im Internet teil. Die Montabaurer konnten sich schließlich den Sonderpreis in der Kategorie „Frauenpower“ sichern. Dazu gehörte unter anderem eine Reise nach Berlin, bei der auch Kontakt zu Unternehmerinnen und erfolgreichen Gründern geknüpft werden konnte.

Tatsächlich umsetzen können die fünf Frauen ihr eigenes Konzept aber vorerst nicht, erklären sie. Zunächst steht nun das Abitur am Wirtschaftsgymnasium an. Danach soll es voraussichtlich mit einem BWL- oder VWL-Studium weitergehen. Man bräuchte für die Verwirklichung zudem ein gewisses Startkapital, das 18- oder 19-jährige Schüler in der Regel nicht haben. Aber die jungen Frauen hoffen, dass ihre Idee vielleicht Interessenten findet.

Westerwälder Zeitung vom Mittwoch, 7. Oktober 2015

Erlebnistage im Gelbachtal

Zum Abschluss der Klassenphase besuchten die Gesundheitsklassen 11 des beruflichen Gymnasiums der BBS Montabaur zwei Tage lang die Jugendbegegnungsstätte Karlsheim in Kirchähr.
Um die Zeit ansprechend zu gestalten, boten verschiedene Lehrer ein umfangreiches Programm an. Am Mittwoch, den 22.07.15, startete die Reise nach Kirchähr. Schon zu Beginn des Schuljahres verbrachten die Klassen Zeit im Karlsheim. Man lernte sich kennen und eine Klassengemeinschaft entstand.
So wie das Abenteuer begann, sollte es auch enden.

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Die Waldschüler stellen die Welt auf den Kopf

Die Schüler des Beruflichen Gymnasiums sollten sich nach dem Willen ihrer Lehrerin Alexandra Jochens nicht nur mit gehandicapten Schülern auseinandersetzen, sondern auch mit bedeutend jüngeren Schülern. Diese Projektform hatte Jochens bei einer Fortbildung kennengelernt und setzte sie auch sofort mit ihrer Kollegin Paquita Merz von der Waldschule Horressen und deren Klasse 2b in die Tat um.

Seit Mai fuhren die Schüler der Stufe 12 des Beruflichen Gymnasiums alle zwei Wochen nach Horressen, um mit den Grundschülern gemeinsam zu malen. Aber nicht nur das: Auch ein gemeinsamer Besuch des Ludwig-Museums in Köln stand auf dem Programm des Projektes. Als Thema hatten sich die kleinen und großen Schüler die umgekehrten Bilder von Georg Baselitz ausgesucht. Die wurden aber nicht einfach kopiert, sondern es wurden dabei jede Menge eigene künstlerische Ideen verwirklicht.

„Während die Zweitklässler das gemeinsame Projekt gleich super fanden, mussten unsere Zwölfer erst überzeugt werden“, berichtet Jochens. „Aber sie haben sich dann auf die ungewöhnliche Vorgehensweise eingelassen und dabei sehr gute Erfahrungen gemacht. Beide Seiten haben von der Zusammenarbeit profitiert und gegenseitig voneinander gelernt. In zwei Jahren wird das Projekt wiederholt.“

Westerwälder Zeitung vom Mittwoch, 22. Juli 2015, Seite 17

Gedanken der Inklusion ganz bunt umgesetzt

Jeden Donnerstagnachmittag sind Schüler der Berufsbildenden Schule (BBS) Montabaur zu Gast in der Katharina-Kasper-Schule (KKS) des Caritasverbandes Westerwald/Rhein-Lahn in Wirges. „Unsere Schüler freuen sich schon immer sehr auf diese Unterrichtstunden und machen ganz viele wertvolle Erfahrungen dabei“, sagen deren Lehrerinnen. KKS-Schulleiter Volker Vieregg freut sich besonders darüber, dass sich die BBS-Schüler in „seiner“ Schule so wohlfühlen. Nicht zuletzt als passionierter Künstler zeichnet der Schulleiter für das inklusive Kunstprojekt hauptverantwortlich.

Die Schüler der Klasse 11 des Beruflichen Gymnasiums (Fachrichtung Gesundheit und Soziales) und die der Berufsorientierenden Stufe 1 lernen in zwei Unterrichtsstunden spannende Kunstschwerpunkte kennen. Das Projekt basiert auf der Idee, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen beider Schulen zusammenzubringen; die Schüler nehmen freiwillig daran teil. Im Rahmen der Unterrichtsstunden beschäftigten sich die Teilnehmer bislang mit den unterschiedlichsten Kunstformen und Themen und arbeiteten schon mit diversen Materialien. So wurden beispielsweise schon Keilrahmen gespachtelt, und es wurde mit Sand gearbeitet. Oder die Teilnehmer malten Bilder im Stil von Jackson Pollock. Auch Bilder mit den Logos der beiden Schulen haben die Schüler schon gemeinsam angefertigt. So entstanden bereits tolle Kunstwerke, von denen viele jetzt das erste Mal der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Volker Vieregg und seine Kolleginnen arbeiten bei dem Projekt vor allem mit BBS-Lehrerin Alexandra Jochens und ihren Kollegen zusammen. Allerdings haben die Lehrer in diesem Fall keinen klassischen Lehrauftrag: „Die Schüler stehen im Mittelpunkt, sie sind dazu aufgefordert, auch mal zu experimentieren, einfach etwas zu versuchen. Wir Lehrkräfte agieren dabei eher unterstützend – quasi als Beobachter“, erklärt Vieregg.

Die Gruppe habe sich bislang sehr positiv entwickelt, betont der KKS-Schulleiter. „Zwischen den Schülern sind im Unterricht bereits viele tolle Beziehungen entstanden, die beispielsweise auch ein Arbeiten in Zweiergruppen ermöglichen.“ Auch bei den Schülern kommt das Projekt sehr gut an. Es startete mit einer zweiwöchigen Probezeit, während der die BBS-Schüler die Chance gehabt hätten, doch noch abzuspringen. Alle sind geblieben. „Auch das unterstreicht den Erfolg des Projektes“, so Vieregg zufrieden.

„Es macht riesigen Spaß und bringt Abwechslung in den normalen Schulalltag“, sagt etwa KKS-Schülerin Yvonne. Die 16-Jährige kommt bestens mit den Schülern der BBS Montabaur klar: „Die sind alle total nett, lustig und unterstützen uns. Ich finde den Kunstunterricht mit den Schülern der BBS immer super spannend“, schwärmt Yvonne, für die die Schüler der Katharina-Kasper-Schule allerdings die besseren Künstler sind: „Wir haben ja schon viel länger Kunstunterricht und deshalb einen besseren Blick dafür. Daher zeigen wir den BBS-Schülern schon manchmal, wie was funktioniert“, sagt die Wirgeser Schülerin mit einem verschmitzten Lächeln.

Berührungsängste gab es eigentlich von Beginn an keine – weder auf der einen noch auf der anderen Seite. „Nein, Berührungsängste hatte ich keine“, betont Anastasia. Die BBS-Schülerin hatte keine Ahnung, was sie erwartet, als sie sich für das Projekt gemeldet hatte. „Ich habe bislang aber nur positive Erfahrungen gemacht und komme sehr gerne hierher“, sagt die 17-Jährige, die später gerne im sozialen Bereich arbeiten möchte. Auch Sarah (18) fühlt sich als Gast in der KKS pudelwohl: „Hier herrscht stets ein tolles Klima, das ist echt eine super Schule hier.“ Auch sie hat keinerlei Berührungsängste: „Die KKS-Schüler sind alle super nett; und alle sind immer am Lachen, das steckt an und muntert, wenn man selbst mal schlechter drauf ist, sofort auf.“ Ihre Namensvetterin Sarah (18) fügt außerdem hinzu: „Das Projekt macht riesigen Spaß, gerade durch den Umgang mit den KKS-Schülern lernen wir etwas fürs Leben.“

Das Projekt wird im kommenden Schuljahr fortgeführt. Dann allerdings zum Teil mit anderen Schülern, weil einige der KKS'ler schon die Schule verlassen haben und von der BBS die neuen Elfer in das Projekt nachrücken. 

Westerwälder Zeitung vom Mittwoch, 22. Juli 2015, Seite 17

Ausstellung zeigt Ergebnisse von Projekten

„Großes Ziel war es, irgendwann vielleicht auch mal eine gemeinsame Ausstellung zu veranstalten“, sagt Volker Vieregg. „Das ist uns jetzt relativ schnell gelungen“, freut sich der Schulleiter der Katharina-Kasper-Schule bei der Eröffnung der Ausstellung „bunt/frech/witzig/umgekehrt – ein inklusives Kunstprojekt“ im Foyer des Kreishauses in Montabaur.

Als Beispiel für die Farbenpracht präsentiert er zusammen mit Alexandra Jochens von der Berufsbildenden Schule Montabaur ein nach dem Vorbild von James Rizzi von den Schülern seiner Schule und der BBS Montabaur geschaffenes besonders farbenprächtiges Kunstwerk. Von der großen Ausstellung ist auch Landrat Achim Schwickert als Hausherr beeindruckt und freut sich über die vielen Gäste, die zur Ausstellungseröffnung ins Kreishaus gekommen sind.

Schüler Arnon Lahmpech beurteilt das Engagement der BBS-Schüler für das Projekt: „Es ist keine Bürde, sondern eine schöne Erfahrung“, unterstreicht der 25-Jährige, der so etwas wie der Oldie der Gruppe ist. Er absolvierte bereits ein Freiwilliges Soziales Jahr und sammelte dort viele Erfahrungen im Umgang mit Menschen mit Behinderung. Er hat sich bereits im Vorfeld auf das Projekt gefreut und war der Erste, der sich dafür gemeldet hat. Er mag den Austausch mit den KKS-Schülern und setzt sich auch im Rahmen seines Engagements in der Schülervertretung mit dem Thema Inklusion auseinander. Laura Herborn aus der Berufsorientierenden Stufe in Wirges ist ganz traurig, dass sie nach dem Verlassen der Schule nun nicht weiter an dem Projekt beteiligt ist. „Wir haben dabei nicht nur viel gelernt, sondern auch jede Menge Spaß.“

Julia Reise und Annabelle Scherb von der Klasse 12 des Beruflichen Gymnasiums streifen durch die sehenswerte Ausstellung. Zwischendurch werden sie immer wieder von ihren Malpartnern der Klasse 2b der Waldschule bestürmt, die sie zu ihren Bildern ziehen wollen. „Das Projekt mit den Zweitklässlern war eine interessante und gute Erfahrung – nicht nur wegen der gemeinsamen Zeit. Für uns, die wir bisher immer nur mit Wasserfarben gemalt hatten, war es besonders herausfordernd, das malen mit Acrylfarben zu testen.“ 

 

Westerwälder Zeitung vom Mittwoch, 22. Juli 2015, Seite 17

Religion praktisch: Alles koscher? Ein interkulturelles Buffet

Die Klasse NAG14b kocht und backt im Rahmen des Projektes "Alles koscher? - Planung eines interkulturellen Buffets" im Rahmen des Religionsunterrichts
Die Auszubildenden im ersten Lehrjahr (Hotelfach/Köche) informieren sich über die Speisevorschriften der fünf Weltreligionen und erstellen ein interkulturelles Buffet, an dem sich Mitglieder aller Religionen bedenkenlos bedienen können.

BBS-Schüler feiern ihr Abitur

68 Abiturienten der beiden Zweige des Beruflichen Gymnasiums an der Berufsbildenden Schule Montabaur haben erfolgreich ihre Schulzeit beendet und nahmen ihre Zeugnisse entgegen. Der Übergabe der Zeugnisse ging ein ökumenischer Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Antonius in Ransbach-Baumbach voran. Der anschließende Abi-Ball in der Stadthalle war der Höhepunkt der Feierlichkeiten.

Während der Feier wurden auch besondere Leistungen geehrt. Eine Urkunde des Landrats erhielt Jessica Schlosser für die beste Abiturprüfung des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft, sie hat den Notendurchschnitt 1,2. Für das Berufliche Gymnasium Gesundheit/Soziales erhielt Sabine Deutsch die Auszeichnung für die beste Abiturprüfung und durfte die Urkunde des Landrats in Empfang nehmen. Für ihr soziales Engagement erhielten Neslihan Yilmaz und Justin Wagner Auszeichnungen des Landes.

Folgende Schüler haben das Abitur erfolgreich bestanden: Jomana Abou Dib, Bad Marienberg; Klaus Aepkers, Horbach; Fatma Akgün, Girod; Bugra Altin, Siershahn; Christian Altmann, Niederelbert; Nasli-Canan Aygün, Wirges; Melina Bach, Ransbach-Baumbach; Caroline Bader, Ransbach-Baumbach; Rasham Baig, Höhr-Grenzhausen; Felix Böker, Montabaur; Maike Brengmann, Montabaur; Jan Niklas Creydt, Leuterod; Jaqueline D'Avis, Stahlhofen; Sabine Deutsch, Oberhaid; Anna-Lena Dielmann, Hahn; Stephanie Dietrich, Wallmerod; Tabea Drygalla, Weidenhahn; Laura Ebers, Heiligenroth; Olga Fangrat, Montabaur; Adrian Ferdinand, Horbach; Anna Fohr, Ransbach-Baumbach; Mara Gomber, Gackenbach; Alisa Häbel, Eitelborn; Jasmin Helbach, Montabaur; Daniel Hoffmann, Höhr-Grenzhausen; Michelle Hoffmann, Selters; Sophie Hofmann, Kemmenau; Yannick Höhn, Großholbach; Daniel Jünger, Montabaur; Derya Karpuz, Selters; Emre Kaya, Wirges; Konstantin Richard Keidel, Montabaur; Julia Keller, Montabaur; Steffen Klöckner, Hartenfels; Sebastian Krause, Helferskirchen; Sebastian Krupp, Hillscheid; Julia Kutscha, Wallmerod; Ronja Mackenberg, Ötzingen; Marius Martin, Krümmel; Valerie Minge, Gehlert; Jessica Minnig, Sessenhausen; Hagen Molls, Dernbach; Lukas Mrohs, Neuhäusel; Lukas Quirbach, Montabaur; Anna-Marie Quirmbach, Großholbach; Luisa Radermacher, Marienrachdorf; Michael Rem, Hundsangen; Anna Schinhofen, Herschbach b. Selters; Jessica Schlosser, Gackenbach; Michelle Schmidt, Montabaur; Lisa Schneider, Siershahn; Sofia Schreiner, Helferskirchen; Pascal Schumacher, Wirges; Yvonne Seifert, Ransbach-Baumbach; Lana Stein, Hundsdorf; Daniel Tarassenko, Horbach; Devran Tasdelen, Wirges; Erika Taube, Großholbach; Anna Aniela Thomas, Montabaur; Thi Minh Tam Tran, Montabaur; Kübra Üstünbostanci, Höhr-Grenzhausen; Leona Velten, Untershausen; Finn Wagner, Dernbach; Justin Wagner, Freirachdorf; Teresa Walter, Heiligenroth; Jessica Wirsdörfer, Kölbingen; Neslihan Yilmaz, Montabaur, und Peter Zöllner, Bad Marienberg.

Westerwälder Zeitung vom Donnerstag, 16. Juli 2015, Seite 14

Verkehrswacht veranstaltet Tag rund um die Sicherheit

Gurtschlitten rüttelt die Schüler durch

Einen Verkehrssicherheitstag hat die Bezirksverkehrswacht Montabaur veranstaltet. Seit 1996 wird dieses Projekt unter der Leitung von Werner Kraus unter anderem an der Berufsbildenden Schule in Montabaur (BBS) durchgeführt. Dort gab es Vorträge und Demonstrationen von Mitarbeitern der Verkehrswacht, der Polizei und vom Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (BADS) sowie durch Fachleute des TÜV Rheinland, von einem Abschleppdienstmitarbeiter und von Fahrlehrern.

„Unsere Einladung zum Verkehrssicherheitstag an Schulen richtete sich an alle Schüler der BBS Montabaur, denn es soll jedem die Möglichkeit eingeräumt werden, durch unsere Vorträge und Demonstrationen Erfahrungen zu sammeln und Informationen mit nach Hause zu nehmen“, sagte Werner Kraus von der Bezirksverkehrswacht. „Der Lehrer und Beauftragte für Verkehrssicherheit an der Berufsschule, Klaus Steudter, unterstützt unsere Maßnahme nach Kräften“, betonte Kraus, der mit seinen Kollegen und externen Referenten ein breit gefächertes Informationsprogramm zusammengestellt hatte.

Besonders einprägsam waren natürlich die Aktionen, bei denen die Schüler selbst mit einbezogen wurden. Volker Frink von der Polizei demonstrierte an einem Simulator, welche Defizite fürs Fahren bei Alkohol- oder Drogenkonsum auftreten. Wer sich traute, durfte bei Hans-Jürgen Strauß auf dem Gurtschlitten Platz nehmen oder mit der Drogenbrille einen Parcours durchlaufen. Hier erfuhren die Schüler im wahren Wortsinn am eigenen Leib, wie man schon bei 15 Kilometern pro Stunde im Aufprall durcheinander gerüttelt wird, und wie unsicher die Bewegungen unter Drogeneinfluss werden.

Axel Riebel vom Abschleppdienst Müller zeigte ein Unfallfahrzeug, Ralf Zimmermann von der Verkehrswacht informierte die Jugendlichen, wie man sicher Motorrad fährt. Bei Horst Müller vom BADS konnten die Jugendlichen in der Aula an einer sogenannten T-Wall ihre Reaktion mit und ohne optische Beeinträchtigung testen. Fahrlehrer Günther Klos demonstrierte, was ein Lkw-Fahrer im sogenannten toten Winkel alles nicht sehen kann.

Die Demonstrationen beim Sicherheitstag an der BBS fanden durch Vorträge eine Ergänzung. So erklärte Manfred Mang von der Verkehrswacht, welche Folgen Drogen und Alkohol haben, Sven Eikmeier vom TÜV Rheinland schilderte die Folgen durch Veränderungen am Fahrzeug, und Martin Düber von der Polizei wusste Interessantes über Drogenkonsum als Unfallursache zu berichten. Auch Marco Grosmann von der Polizei, Fahrlehrer Bernd Wild, Rettungssanitäter Manuel Schlünß und Angela Eberth von der Verkehrswacht fanden aufmerksame Zuhörer bei der Vorstellung des „Projektes 25“ der Polizei und bei Referaten über den Führerschein auf Probe, über Unfallursachen aus medizinischer Sicht und Aggressionen als Unfallursache.

Klaus Steudter resümierte am Ende des Informationstages: „Wir sind dankbar, dass die Bezirksverkehrswacht Montabaur den Verkehrssicherheitstag an unserer Schule mit so viel Kompetenz durchführt.“

Westerwälder Zeitung vom Donnerstag, 16. Juli 2015, Seite 15

Top Ergebnisse bei den Friseurinnen

Bei der Freisprechungsfeier der Friseur- und Kosmetik-Innung Rhein-Westerwald (Westerburg, Neuwied, Altenkirchen und Montabaur) mit Überreichung der Gesellenbriefe am 6.07.2015 in Ransbach-Baumbach wurden 2 Schülerinnen der FR 12 als Innungsbeste geehrt.

Annika Hügelmeier (rechts) und Stefanie Klevers (links) belegten im Gesamtfeld die Plätze eins und zwei. Beide sind somit auch qualifiziert für den Landesentscheid.

Einen hervorragenden 3. Platz im Gesamtfeld erzielte Frau Judith Hauke, ebenfalls Schülerin der FR 12 ( z.Zt. in Mutterschutz).

Insgesamt konnten sich 15 Schülerinnen über den erfolgreichen Abschluss freuen.

Der Obermeister der Innung, Gerd Schanz, verabschiedete Ulrike Scheuer-Wieser und dankte ihr für eine langjährige Tätigkeit als Vertreterin der BBS Montabaur in der Prüfungskommision.

Schüler setzen sich für europäische Idee ein

Beim 62. Europäischen Wettbewerb unter dem Motto „Europa hilft – Hilft Europa?“ erhielten jetzt 148 erstplatzierte Schüler aus Rheinland-Pfalz ihre Auszeichnungen. Erstmals wurden die Urkunden und Sachpreise bei einer landeszentralen Tagesveranstaltung im Keramikmuseum Westerwald in Höhr-Grenzhausen vergeben. Dabei stand der Westerwaldkreis zum fünften Mal an der Spitze aller rheinland-pfälzischen Stadt- und Landkreise.

In vier Modulen hatten den Schülern zwölf verschiedene Themen zur Auswahl gestanden. Bei der Beurteilung der Arbeiten wurden sowohl der künstlerisch-kreative Aspekt als auch die Verbindung zur europäischen Thematik bewertet. Übergeben wurden die Preise von Ministerialrat Dr. Klaus Sundermann vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur sowie von Manfred Däuwel aus Bad Marienberg, Ehrenmitglieder im Landesvorstand der Europa-Union. Sundermann bezeichnete den Wettbewerb als einen Baustein zur europäischen Integration. Zu der gebe es zwar Alternativen, aber keine vernünftigen, so der Ministerialrat. Mit den Sagen von Orpheus und Eurydike sowie vom Hirten von Ötzingen wollte er den Schülern, Eltern und Lehrern die Gemeinsamkeiten der Sagen und Mythen der Völker Europas verdeutlichen. Seine Botschaft: Europa ist nicht nur weit weg in Brüssel, sondern auch ganz nah bei uns zu Hause.

Bei der Begrüßung hatte bereits Sinan Beygo, Landesbeauftragter für den Europäischen Wettbewerb, die dunklen Wolken am europäischen Himmel der vergangenen Tage und Monate thematisiert. Beygo zeigte sich dabei optimistisch, dass die Verfechter eines friedlichen und freien Europas am Ende siegen würden. Auch Däuwel nutzte sein Schlusswort, um für die europäische Idee zu werben: „Ein Rückzug in die Nationalstaaten wäre und ist ein Irrweg. Ich appelliere an Sie, sich für Europa einzusetzen.“

Der Europäische Wettbewerb, den es seit 1953 gibt, ist der älteste Wettbewerb in Rheinland-Pfalz. Aus dem Land beteiligten sich insgesamt 5628 Schüler aus 83 Schulen mit ihren Beiträgen. Als Teil gelebter Partnerschaft werden in Rheinland-Pfalz als einzigem Bundesland auch 48 polnische Schulen in den Wettbewerb einbezogen. Aus dem Westerwaldkreis konnte die Grundschule Atzelgift sogar zwei erste Preise ergattern. Bei den weiterführenden Schulen ist das Gymnasium im Kannenbäckerland mit fünf ersten Landespreisen Wäller Spitze.

Westerwälder Zeitung vom Samstag, 11. Juli 2015, Seite 16

BBS entlässt 38 Schüler mit Fachhochschulreife

Nach einem Jahr Besuch der Berufsoberschule I an der Berufsbildenden Schule (BBS) Montabaur haben 38 Schüler die Prüfungen für die Fachhochschulreife bestanden.

An der Berufsoberschule I Technik: Julian Brast, Guckheim; Friedrich Brauer, Koblenz; Yanneck-Magnus Deller, Rennerod; Thomas Diehl, Großholbach; Thomas Enns, Raubach; André Eulberg, Boden; Christian Ferdinand, Simmern; Dennis Georgi, Girod; Marvin Hebgen, Oberahr; Lukas Klöckner, Hof; Benedikt Konrädi, Kemmenau; Pascal Krings, Bilkheim; Torben Kunz, Westernohe; Jannick Nußbaum, Hattert; Arnold Schaaf, Höhr-Grenzhausen; Samuel Schwarzkopf, Gückingen; Dominik Spohr, Ransbach-Baumbach und Alexander Vetter, Stahlhofen.

An der Berufsoberschule I Wirtschaft: Julian Aller, Maxsain; Matthias Bähr, Höhr-Grenzhausen; Christopher Baldus, Dreisbach; Vanessa Blum, Obererbach; Rico Brenner, Staudt; Saskia Brückner, Montabaur; Vanessa Duck, Neuhäusel; Mathieu Fritsch, Dreikirchen; Simon Gundlach, Hilgert; Daniel Hadjikolev, Montabaur; Chris Hannappel, Bilkheim; Fabian Hoffmann, Helferskirchen; Katharina Kirschmann, Nomborn; Pascal Merl, Girkenroth; Laura Päulgen, Montabaur; Jennifer Pehl, Ellenhausen; Julia Schildt, Montabaur; Sina Stotz, Neuhäusel; Moritz von Graevenitz, Herschbach (Oww.) und Felix Winkel, Roßbach.

Westerwälder Zeitung vom Freitag, 10. Juli 2015, Seite 13

Wirtschaftsförderer und Uni Siegen befragen Schüler der BBS

Ein großes Thema für die Wirtschaft ist der Fachkräftemangel im Kreis. Die große Frage lautet: Wie kann man junge Fachkräfte an den Westerwald binden? Um eine Antwort zu finden, hat die Wirtschaftsförderungsgesellschaft mit der Universität Siegen eine Umfrageaktion in drei Westerwälder Schulen gestartet. Mit einem Fragenkatalog will das Forschungsprojekt der „Zukunftswerkstatt am Lehrstuhl für Innovations- und Kompetenzmanagement“ ergründen, was Fachkräfte von einer Region erwarten, um sesshaft zu werden. Die Studenten führen Interviews mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen an der BBS Montabaur, der BBS Westerburg und am Evangelischen Gymnasium Bad Marienberg. „Wir sind mitten im Kampf um zukünftige Fachkräfte. Deshalb ist es wichtig für uns und die Politik zu wissen, wie wir die Verhältnisse gestalten müssen, um Fachkräftepotenzial an die Region zu binden“, erläutert WFG-Geschäftsführer Wilfried Noll. Ist es nur das gute Gehalt, das zum Hierbleiben bewegt, oder gehören Freizeitaktivitäten, kulturelle Angebote, Infrastruktur oder eine intakte Umwelt zu den Kriterien junger Menschen bei der Ausbildungs-, Studien- und Berufswahl? „Der Westerwaldkreis erwartet Antworten auf die Frage wie man dem Abwandern von jungen Menschen entgegenwirken und so die Ausbildungs- und Arbeitsplätze sowie die Lebensbedingungen attraktiv machen kann“, betont Landrat Achim Schwickert.

Westerwälder Zeitung vom Montag, 22. Juni 2015, Seite 17

21 Absolventen an der HBFOM

21 Schüler der Höheren Berufsfachschule Organisation und Officemanagement in Montabaur haben ihre Abschlusszeugnisse in der Tasche und sind „Assistenten für Organisation und Officemanagement“ in Verbindung mit dem schulischen Teil der Fachhochschulreife. Die Absolventen sind Mihriban Apaydin (Nentershausen), Melinda Bode (Krümmel), Sarah Bretschneider (Rückeroth), Laura Brohl (Hübingen), Antonio Brugnano (Wirges), Nicole Haas (Höhr-Grenzhausen), Louisa Henrici (Wirges), Theresa Hommrich (Bannberscheid), Hakan Kale (Selters), Seray Kavuk (Ransbach-Baumbach), Pascal Leovsky (Stahlhofen), Max Mantke (Sessenhausen), Sarah Matthes (Meudt), Emre Özen (Wirges), Yasin Özen (Wirges), Laura Naomi Rittig (Herschbach), Muhammed-Ali Sari (Hilgert), Alek Schneider (Montabaur), Cindy-Romana Schneider (Ebernhahn), Marek Spranzel (Bad Ems) und Dora Zyhrani (Holler). Die Höhere Berufsfachschule Organisation und Officemanagement etabliert sich zunehmend als Möglichkeit für Schüler mit qualifiziertem Sekundarabschluss I. Auch für das Schuljahr 2015/2016 verzeichne die BBS Montabaur hohe Anmeldezahlen.

Westerwälder Zeitung vom Dienstag, 14. Juli 2015, Seite 18

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