Wirtschaftsförderer und Uni Siegen befragen Schüler der BBS

Ein großes Thema für die Wirtschaft ist der Fachkräftemangel im Kreis. Die große Frage lautet: Wie kann man junge Fachkräfte an den Westerwald binden? Um eine Antwort zu finden, hat die Wirtschaftsförderungsgesellschaft mit der Universität Siegen eine Umfrageaktion in drei Westerwälder Schulen gestartet. Mit einem Fragenkatalog will das Forschungsprojekt der „Zukunftswerkstatt am Lehrstuhl für Innovations- und Kompetenzmanagement“ ergründen, was Fachkräfte von einer Region erwarten, um sesshaft zu werden. Die Studenten führen Interviews mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen an der BBS Montabaur, der BBS Westerburg und am Evangelischen Gymnasium Bad Marienberg. „Wir sind mitten im Kampf um zukünftige Fachkräfte. Deshalb ist es wichtig für uns und die Politik zu wissen, wie wir die Verhältnisse gestalten müssen, um Fachkräftepotenzial an die Region zu binden“, erläutert WFG-Geschäftsführer Wilfried Noll. Ist es nur das gute Gehalt, das zum Hierbleiben bewegt, oder gehören Freizeitaktivitäten, kulturelle Angebote, Infrastruktur oder eine intakte Umwelt zu den Kriterien junger Menschen bei der Ausbildungs-, Studien- und Berufswahl? „Der Westerwaldkreis erwartet Antworten auf die Frage wie man dem Abwandern von jungen Menschen entgegenwirken und so die Ausbildungs- und Arbeitsplätze sowie die Lebensbedingungen attraktiv machen kann“, betont Landrat Achim Schwickert.

Westerwälder Zeitung vom Montag, 22. Juni 2015, Seite 17

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