Verkehrswacht veranstaltet Tag rund um die Sicherheit

Gurtschlitten rüttelt die Schüler durch

Einen Verkehrssicherheitstag hat die Bezirksverkehrswacht Montabaur veranstaltet. Seit 1996 wird dieses Projekt unter der Leitung von Werner Kraus unter anderem an der Berufsbildenden Schule in Montabaur (BBS) durchgeführt. Dort gab es Vorträge und Demonstrationen von Mitarbeitern der Verkehrswacht, der Polizei und vom Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (BADS) sowie durch Fachleute des TÜV Rheinland, von einem Abschleppdienstmitarbeiter und von Fahrlehrern.

„Unsere Einladung zum Verkehrssicherheitstag an Schulen richtete sich an alle Schüler der BBS Montabaur, denn es soll jedem die Möglichkeit eingeräumt werden, durch unsere Vorträge und Demonstrationen Erfahrungen zu sammeln und Informationen mit nach Hause zu nehmen“, sagte Werner Kraus von der Bezirksverkehrswacht. „Der Lehrer und Beauftragte für Verkehrssicherheit an der Berufsschule, Klaus Steudter, unterstützt unsere Maßnahme nach Kräften“, betonte Kraus, der mit seinen Kollegen und externen Referenten ein breit gefächertes Informationsprogramm zusammengestellt hatte.

Besonders einprägsam waren natürlich die Aktionen, bei denen die Schüler selbst mit einbezogen wurden. Volker Frink von der Polizei demonstrierte an einem Simulator, welche Defizite fürs Fahren bei Alkohol- oder Drogenkonsum auftreten. Wer sich traute, durfte bei Hans-Jürgen Strauß auf dem Gurtschlitten Platz nehmen oder mit der Drogenbrille einen Parcours durchlaufen. Hier erfuhren die Schüler im wahren Wortsinn am eigenen Leib, wie man schon bei 15 Kilometern pro Stunde im Aufprall durcheinander gerüttelt wird, und wie unsicher die Bewegungen unter Drogeneinfluss werden.

Axel Riebel vom Abschleppdienst Müller zeigte ein Unfallfahrzeug, Ralf Zimmermann von der Verkehrswacht informierte die Jugendlichen, wie man sicher Motorrad fährt. Bei Horst Müller vom BADS konnten die Jugendlichen in der Aula an einer sogenannten T-Wall ihre Reaktion mit und ohne optische Beeinträchtigung testen. Fahrlehrer Günther Klos demonstrierte, was ein Lkw-Fahrer im sogenannten toten Winkel alles nicht sehen kann.

Die Demonstrationen beim Sicherheitstag an der BBS fanden durch Vorträge eine Ergänzung. So erklärte Manfred Mang von der Verkehrswacht, welche Folgen Drogen und Alkohol haben, Sven Eikmeier vom TÜV Rheinland schilderte die Folgen durch Veränderungen am Fahrzeug, und Martin Düber von der Polizei wusste Interessantes über Drogenkonsum als Unfallursache zu berichten. Auch Marco Grosmann von der Polizei, Fahrlehrer Bernd Wild, Rettungssanitäter Manuel Schlünß und Angela Eberth von der Verkehrswacht fanden aufmerksame Zuhörer bei der Vorstellung des „Projektes 25“ der Polizei und bei Referaten über den Führerschein auf Probe, über Unfallursachen aus medizinischer Sicht und Aggressionen als Unfallursache.

Klaus Steudter resümierte am Ende des Informationstages: „Wir sind dankbar, dass die Bezirksverkehrswacht Montabaur den Verkehrssicherheitstag an unserer Schule mit so viel Kompetenz durchführt.“

Westerwälder Zeitung vom Donnerstag, 16. Juli 2015, Seite 15

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