Schüler setzen sich für europäische Idee ein

Beim 62. Europäischen Wettbewerb unter dem Motto „Europa hilft – Hilft Europa?“ erhielten jetzt 148 erstplatzierte Schüler aus Rheinland-Pfalz ihre Auszeichnungen. Erstmals wurden die Urkunden und Sachpreise bei einer landeszentralen Tagesveranstaltung im Keramikmuseum Westerwald in Höhr-Grenzhausen vergeben. Dabei stand der Westerwaldkreis zum fünften Mal an der Spitze aller rheinland-pfälzischen Stadt- und Landkreise.

In vier Modulen hatten den Schülern zwölf verschiedene Themen zur Auswahl gestanden. Bei der Beurteilung der Arbeiten wurden sowohl der künstlerisch-kreative Aspekt als auch die Verbindung zur europäischen Thematik bewertet. Übergeben wurden die Preise von Ministerialrat Dr. Klaus Sundermann vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur sowie von Manfred Däuwel aus Bad Marienberg, Ehrenmitglieder im Landesvorstand der Europa-Union. Sundermann bezeichnete den Wettbewerb als einen Baustein zur europäischen Integration. Zu der gebe es zwar Alternativen, aber keine vernünftigen, so der Ministerialrat. Mit den Sagen von Orpheus und Eurydike sowie vom Hirten von Ötzingen wollte er den Schülern, Eltern und Lehrern die Gemeinsamkeiten der Sagen und Mythen der Völker Europas verdeutlichen. Seine Botschaft: Europa ist nicht nur weit weg in Brüssel, sondern auch ganz nah bei uns zu Hause.

Bei der Begrüßung hatte bereits Sinan Beygo, Landesbeauftragter für den Europäischen Wettbewerb, die dunklen Wolken am europäischen Himmel der vergangenen Tage und Monate thematisiert. Beygo zeigte sich dabei optimistisch, dass die Verfechter eines friedlichen und freien Europas am Ende siegen würden. Auch Däuwel nutzte sein Schlusswort, um für die europäische Idee zu werben: „Ein Rückzug in die Nationalstaaten wäre und ist ein Irrweg. Ich appelliere an Sie, sich für Europa einzusetzen.“

Der Europäische Wettbewerb, den es seit 1953 gibt, ist der älteste Wettbewerb in Rheinland-Pfalz. Aus dem Land beteiligten sich insgesamt 5628 Schüler aus 83 Schulen mit ihren Beiträgen. Als Teil gelebter Partnerschaft werden in Rheinland-Pfalz als einzigem Bundesland auch 48 polnische Schulen in den Wettbewerb einbezogen. Aus dem Westerwaldkreis konnte die Grundschule Atzelgift sogar zwei erste Preise ergattern. Bei den weiterführenden Schulen ist das Gymnasium im Kannenbäckerland mit fünf ersten Landespreisen Wäller Spitze.

Westerwälder Zeitung vom Samstag, 11. Juli 2015, Seite 16

Nach oben

Leitet das drucken dieser Seite ein