Die Waldschüler stellen die Welt auf den Kopf

Die Schüler des Beruflichen Gymnasiums sollten sich nach dem Willen ihrer Lehrerin Alexandra Jochens nicht nur mit gehandicapten Schülern auseinandersetzen, sondern auch mit bedeutend jüngeren Schülern. Diese Projektform hatte Jochens bei einer Fortbildung kennengelernt und setzte sie auch sofort mit ihrer Kollegin Paquita Merz von der Waldschule Horressen und deren Klasse 2b in die Tat um.

Seit Mai fuhren die Schüler der Stufe 12 des Beruflichen Gymnasiums alle zwei Wochen nach Horressen, um mit den Grundschülern gemeinsam zu malen. Aber nicht nur das: Auch ein gemeinsamer Besuch des Ludwig-Museums in Köln stand auf dem Programm des Projektes. Als Thema hatten sich die kleinen und großen Schüler die umgekehrten Bilder von Georg Baselitz ausgesucht. Die wurden aber nicht einfach kopiert, sondern es wurden dabei jede Menge eigene künstlerische Ideen verwirklicht.

„Während die Zweitklässler das gemeinsame Projekt gleich super fanden, mussten unsere Zwölfer erst überzeugt werden“, berichtet Jochens. „Aber sie haben sich dann auf die ungewöhnliche Vorgehensweise eingelassen und dabei sehr gute Erfahrungen gemacht. Beide Seiten haben von der Zusammenarbeit profitiert und gegenseitig voneinander gelernt. In zwei Jahren wird das Projekt wiederholt.“

Westerwälder Zeitung vom Mittwoch, 22. Juli 2015, Seite 17

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