Die Schülerinnen Maresa Dickopf und Lisa Reusch (IK13) zählen zu den Gewinnern des Europäischen Wettbewerbs

„Gemeinsam in Frieden leben“ – unter diesem Motto stand der 63. Europäische Wettbewerb „Europa in der Schule“. Bei diesem Wettstreit im Schuljahr 2015/2016, bei dem bundesweit mehr als 1000 Schulen teilnahmen, drehte sich in diesem Jahr alles um das friedliche Zusammenleben aller Menschen in Europa. In elf Aufgabenstellungen waren alle Jahrgänge und Schulformen aufgefordert, sich unter dem diesjährigen Motto mit europäischen Werten wie Vielfalt, Gleichberechtigung und Zivilcourage auseinanderzusetzen. Im Kreis haben sich neun Schulen von der Grundschule bis zur Berufsbildenden Schule beteiligt. Jetzt wurden die Preisträger auf Kreisebene von Landrat Achim Schwickert und Manfred Däuwel, dem Sprecher des Kreisverbandes Westerwald der Europa-Union, im Keramikmuseum Höhr-Grenzhausen mit Siegerurkunden ausgezeichnet.

Für Landrat Achim Schwickert, der die Schirmherrschaft des Wettbewerbes im Westerwaldkreis übernommen hatte, ist schon dann das Ziel dieser europäischen Bewegung erreicht, wenn sich Schüler mit dem Thema Europa auseinandergesetzt haben. Wenn dann die „Auseinandersetzung“ mit dem europäischen Gedanken auch noch zu einem Preis führe, sei das umso besser, sagte Schwickert, der bei der Urkundenverleihung gemeinsam mit Manfred Däuwel jede Menge Hände zu schütteln hatte.

Die Aufgabenstellung bei den Wettbewerben richtete sich an vier Altersgruppen. Die Themen behandelten unter anderem europäische Märchen, die zu einem guten Ende führen, Hilfe für Klassenkameraden aus anderen Nationen oder die Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich. Die Themen Mobbing und Zivilcourage standen ebenso im Fokus der Aufgaben wie Gewalt im Alltag und die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Es wurden bei der Auszeichnung erste, zweite und dritte Preise mit Urkunden und einem Geschenk belohnt. Auch Preisträger auf Landes- und Bundesebene wurden belobigt. Auf Kreisebene waren es insgesamt 65 Mädchen und Jungen.

Folgende Schulen hatten sich an dem 63. Europäischen Wettbewerb „Europa in der Schule“ in unterschiedlichen Klassen- und Altersstufen beteiligt: Grundschule Atzelgift /Streithausen, Geschwister-Scholl-Grundschule Neuwied, Grundschule Alpenroth, Grundschule Kaden, Martin-Butzer-Gymnasium Dierdorf, Gymnasium im Kannenbäckerland Höhr-Grenzhausen, Realschule plus Hachenburg, das private Gymnasium Marienstatt und die Berufsbildende Schule Montabaur.

Manfred Däuwel warf bei der Veranstaltung, die von David Lemle mit der Europahymne am Flügel eröffnet wurde und bei der in einem Film die besten Arbeiten deutschlandweit vorgestellt wurden, einen Blick zurück in die Nachkriegsgeschichte. „Anfang der 1950er-Jahre herrschte bei uns Hoffnungslosigkeit und Perspektivlosigkeit. Heute leben wir im Wohlstand. Lassen wir an diesem Wohlstand alle teilhaben, die in Europa einen Ausweg aus ihrer Hoffnungslosigkeit suchen“, sagte Däuwel, der den jungen Leuten den Rat mit auf den Weg gab: „Wir dürfen die Vergangenheit nicht aus den Augen verlieren, damit wir an der Zukunft in Europa bauen können.“

Westerwälder Zeitung vom Samstag, 21. Mai 2016, Seite 14

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