Ausflug ins Schloss Freudenberg, Haus der Sinne, in Wiesbaden

Am 28. November 2017 sind wir, die Klassen BGY Ges 17a und 17b, sowie drei Lehrpersonen, im Rahmen des Psychologie Unterrichts, nach Wiesbaden, in das Haus der Sinne gefahren. Dort empfing man uns, nach einer ca. einstündigen Busfahrt, sehr freundlich. Aufgrund der relativ großen Schülerzahl, teilten wir uns in drei Gruppen mit je etwa 20 Schülern und einer Lehrperson auf. Anschließend begann die Führung durch die verschiedenen Räume des Gebäudes. Wie der Name schon sagt, ging es in den Führungen darum, dass man bei den jeweiligen Stationen seine jeweiligen Sinne nutzt und erforscht. So konnte man in manchen Räumen Gegenstände erfühlen und sollte diese dann erraten, in anderen konnte man die Schwingungen von Tönen als Sandmuster sehen und in wieder einem anderen Raum, diese als Vibrationen spüren. Letzteres geschah im Klangraum.

Anders war es in der Dunkelbar. Während man in allen anderen Stationen seine Sinne bewusster wahrnahm, so musste man in der Dunkelbar auf einen Sinn komplett verzichten. Dadurch, dass einem der Sehsinn fehlte, hatte man die Gelegenheit sich auf all seine anderen Sinne (Hör-, Schmeck-, Riech- und Tastsinn) zu fokussieren.

Jeder von uns hatte die Möglichkeit sich, nach der Führung, mit den freundlichen Mitarbeitern auf dem Gelände aufzuhalten oder selbständig weitere Stationen zu besuchen und somit auch wirklich alle seine Sinne zu nutzen/ testen. So konnte man, im zweiten Stock des Hauses, unteranderem auch mal die Erfahrung gewinnen wie der Tod riecht.

Besonders gut zu wissen ist auch, dass es im Haus der Sinne nicht 365 Tage im Jahr dasselbe Angebot gibt, sondern diese sich den Jahreszeiten entsprechend ändern.

Unsere persönlichen Favoriten sind die Eiskammer, in der Temperaturen unter -20°C erreicht werden können und somit auch wunderschöne Eiskristalle zu beobachten sind, sowie die Dunkelbar, in der man auf sein Sehvermögen verzichten musste. Die Getränke und Snacks, welche man in der Dunkelbar kosten kann, sind ebenfalls Jahreszeiten basierend. Da wirklich nicht das geringste in der Dunkelbar zu sehen ist, geschieht das Bezahlen und Kosten der Getränke und Snacks in absoluter Dunkelheit. Angst über den Tisch gezogen zu werden braucht man aber nicht. Der Barkeeper selbst ist von Geburt an blind und wurde, laut eigener Aussage, bereits schon öfters „übers Ohr gehauen“ und würde daher niemals selber andere „übers Ohr hauen“ indem er zu wenig Geld zurückgibt.

Alles in allem war der Aufenthalt im Schloss Freudenberg eine spannende, positiv bereichernde Erfahrung und wirklich für jeden zu empfehlen.

Ein Bericht von: Emanuela Rollo, Leon Mühleisen und Zeynep Bicakci, BGY Ges. 17a

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