Aktuelle Blog-Beiträge

Archiv

Weimarer Kulturexpress - Suchtprävention an der bbsmt

Am 28.04.22 waren zwei Schauspielerinnen des Weimarer Kulturexpress in der BBS Montabaur zu Gast, um das Stück „Alkohol – mir geht es gut“ aufzuführen. Das Stück zeigte exemplarisch den Verlauf vom ersten Konsum über einen (zu) sorglosen Umgang mit Alkohol bis in die Sucht. Dargestellt wurde das Ganze auf dem Hintergrund der Situation von Jugendlichen – den Kontakten in der Clique, dem ‚Dazugehören-wollen‘, Verliebtsein und Liebeskummer, Unsicherheiten bzgl. Schule und Berufswahl, sexuelle Orientierung und dem Verhältnis zu den Eltern.

Die beiden Schauspielerinnen haben es verstanden, ein schwieriges Thema kurzweilig darzustellen und die Aufmerksamkeit der Schüler zu fesseln. Im Anschluss war noch Zeit für Fragen an die Schauspielerinnen, die sich sowohl um deren Erfahrungen mit dem Schauspielerberuf als auch deren persönliche Situation drehten. Die Schauspieler gingen nochmals auf den Inhalt des Stückes ein, sprachen an, wie man Freunde bei Problemen mit dem Thema unterstützen kann und wo es Hilfe und Unterstützung gibt.

Unabhängig vom Thema war es für viele nach den Corona-bedingten Einschränkungen das erste Mal, überhaupt live ein Theaterstück zu erleben und damit eine besondere Erfahrung. Möglich gemacht wurde die Aufführung durch das Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona“ des Bundes in Verbindung mit der örtlichen Jugendhilfe.

Move – Suchtprävention in der BBS – wir tun was!

Move steht hierbei für ‚Motivierende Kurzintervention bei konsumierenden Jugendlichen‘ –die Fortbildung für Lehrer_innen und Schulsozialarbeit fand am 15. und 21. September 2021 in der BBS statt.
Hr. Kuhmann von der Fachstelle der Suchtprävention der Diakonie hat dies an der bbs als inhouse-Fortbildung angeboten, wodurch es möglich war, dass 12 Lehrkräfte gleichzeitig teilnehmen konnten. Am 14.04. fand bereits eine Online-Fortbildung bei Hr. Kuhmann über die verschiedenen Drogen mit Wirkweisen und Begleiterscheinungen statt; dabei ging es besonders um Drogen, die relativ neu auf dem Markt sind. Darauf aufbauend bot Hr. Kuhmann nun eine Fortbildung zur Gesprächsführung mit konsumierenden Jugendlichen an. Inhaltliche Schwerpunkte waren dabei das transtheoretische Modell nach Prochaska & Di Clemente sowie das „Motivational Interviewing“ nach Miller & Rollnick. Eine Umsetzung der Theorie in die Praxis wurde in konkreten Gesprächssequenzen eingeübt, außerdem bereicherte Hr. Kuhmann die Fortbildung durch viele (anonymisierte) Beispiele aus seiner Berufspraxis.
Alles in allem eine gelungene Fortbildung, die durch die vielen Praxisbeispiele nochmals verdeutlichte, dass das Thema nicht an Brisanz verliert.

Was hat eigentlich ein Brühwürfel mit Literatur zu tun?

Das und vieles andere haben die Schüler_innen der bbsmt vom 17.-19.01.2022 in Vorträgen und Lesungen erlebt.

Die Situationen, die Autor_innen zum Schreiben bringen, sind sehr unterschiedlich, haben die Schüler_innen erfahren. Bei Antje Wagner war es der vergessene Fotoapparat. Beim Studium in Manchester konnte sie daher keine Fotos machen und hat die fremdartigen Eindrücke in „kleinen Fotos aus Worten“ festgehalten. Manfred Theisen, Journalist und Autor, wurde bei einer Recherchereise von einer Gruppe von Kindern und Jugendlichen mit Kalaschnikows bedroht und sich dabei „vor Angst in die Hose geschissen“, was ihn zum Schreiben von Romanen gebracht hat.

Antje Wagner eröffnete die Literaturtage am 17.01. mit zwei interaktiven Workshops zur „Geheimschrift eines Textes“. An ausgewählten Textbeispielen aus der Allgemein- und Jugendliteratur hat sie verschiedene Kodierungsformen literarischer Texte aufgezeigt. Die Schüler_innen der Beruflichen Oberschule und des Beruflichen Gymnasiums konnten sich ein kleines Instrumentarium aneignen, mit dessen Hilfe sie literarische Texte entschlüsseln können. Als Abschluss hat sie aus einer ihrer Erzählungen vorgelesen und die Schüler_innen haben anders hingehört und gedeutet.

Die Begeisterung zeigte sich auch am 18.01., an dem Antje Wagner aus ihrem Roman „Schattengesicht“ gelesen hat. Die Geschichte von Milana und Polly, die harmlos wirken, aber ständig vom Tod begleitet werden, hat viele Schüler_innen gebannt. Auch weil Frau Wagner die Geschichte gestisch, mimisch und dem Spiel ihrer Stimme lebendig gemacht hat. „Sie wissen ja, dass ich freiwillig keine Bücher lese“, sagte eine Schülerin zu ihrer Deutschlehrerin, „aber das hat sich so gut angehört, das kaufe ich mir jetzt“. Das ist wohl eines der größten Komplimente für Autor_innen.

Weiter ging es am 19.01. mit zwei Lesungen von Manfred Theisen aus seinem Buch „Angst sollt ihr haben“, in dem die Geschichte von Felix, einem rechtsradikalen jungen Mann, erzählt wird. Die Schüler_innen aus unterschiedlichsten Schulformen konnten am bewegten Leben des Autoren teilhaben. Wenn es nach seinen Eltern gegangen wäre, wäre er heute Müllmann, aber da wäre uns etwas entgangen. Er berichtete, wie wichtig es ist, in die Gedankenwelt der Menschen einzutauchen, über die man schreiben möchte. Marcel zum Beispiel, ein junger Rechtsradikaler, war ihm richtig sympathisch. Bis zu dem Tag, an dem er mit einer abgerissenen Unterlippe im Einmachglas als Trophäe von einer Schlägerei zurückkam. Manfred Theisen begeisterte durch sein Buch, seine interessante Biografie und die Art, wie er immer wieder Kontakt mit den Schüler_innen aufnahm.

Wir verdanken diese eindrucksvollen Lesungen und Vorträge der Zusammenarbeit mit dem Friedrich-Bödecker-Kreis und der Förderung durch das Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz.

Und was war das jetzt mit dem Brühwürfel? Frau Wagner verglich die Verdichtung von Literatur, deren dichteste Form das Gedicht ist, mit einem Brühwürfel. Dieser entfaltet sich, wenn er in Wasser kommt, ebenso wie Literatur beim Lesen und Deuten. Ein Bild, das uns sicher im Gedächtnis bleibt.

Sonja Lang für das Team Schulbibliothek/-mediathek der bbsmt

Umfangreiche Förderung der keramischen Bildungseinrichtungen durch die Alexander Tutsek-Stiftung

HÖHR-GRENZHAUSEN. Die Alexander Tutsek-Stiftung unterstützt nachhaltig nun schon im sechsten Jahr vier Einrichtungen der Forschung und Lehre der Keramik in Höhr-Grenzhausen und Koblenz. Die finanzielle Unterstützung ermöglicht den Institutionen die Finanzierung von technischen Gerätschaften, die für die keramische Ausbildung in diesem Bereich benötigt werden. Zusätzlich werden Preisgelder für herausragende Leistungen in der Ausbildung, sowie Stipendien für besonders gute Leistungen während des Studiums und soziales Engagement vergeben. So konnten bisher fast 100 junge KeramikerInnen über alle Sparten hinweg profitieren. Die diesjährige feierliche Übergabe von Auszeichnungen und Stipendien fand im Beisein zahlreicher Vertreterinnen und Vertretern der lokalen Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Institutionen im Keramikmuseum Westerwald statt.

Neben dem Landrat Achim Schwickert dankte Prof. Dr. Peter Quirmbach von der Universität Koblenz-Landau im Namen aller geförderten Einrichtungen der Stiftung. Barbara Kunze nahm diesen Dank als Vertreterin der Alexander Tutsek-Stiftung entgegen und betonte noch einmal die Ziele der Kooperation: „Mit unserem Engagement in Bildung und Lehre in Höhr-Grenzhausen und Koblenz wollen wir junge begabte und sozial engagierte Persönlichkeiten in den verschiedenen Ausbildungsberufen und Studiengängen rund um die Keramik durch eine innovative Ausbildung stärken und nachhaltig fördern.“

Ebenso lobten auch Dr. Fabienne Köller-Marek, Kanzlerin der Hochschule Koblenz und Prof. Dr. Thomas Götz der Universität Koblenz-Landau das Engagement der Stiftung. Der feierlichen Preisverleihung wohnten zudem weitere Vertreterinnen und Vertreter bedachter Institutionen bei.

Prof. Dr. Olaf Krause von der Hochschule Koblenz, Klaus Lehnhäuser von der Fachschule Keramik sowie Heike Corcilius von der BBS Montabaur bedankten sich alle für die Bereitstellung der Stipendien bzw Preisgelder und für die Gelder zur Anschaffung neuer Gerätschaften.

Nach der Vergabe der diesjährigen Preisgelder und Stipendien durch die jeweiligen Institutionsleiter und Frau Kunze, fand die Veranstaltung ihren Ausklang bei vertiefenden Gesprächen in der schönen Atmosphäre des Keramikmuseums.

Die Alexander Tutsek-Stiftung wurde im Dezember 2000 von Alexander Tutsek und Dr. Eva-Maria Fahrner-Tutsek als gemeinnützige Stiftung in München gegründet. Die Stiftung engagiert sich für besondere, teils aus dem Focus geratene Bereiche in Kunst und Wissenschaft und möchte diese nachhaltig stärken.

In ihrem Förderschwerpunkt Wissenschaft ist es für die Alexander Tutsek-Stiftung ein wichtiges Anliegen, Forschung und Lehre in den Bereichen Material- und Ingenieurwissenschaften zu fördern. Der Fokus liegt auf der Grundlagen- und angewandten Forschung in den Fachgebieten Glas, Keramik, Steine und Erden. Diese Fächer liefern wichtiges Basiswissen für andere Teilgebiete der Ingenieurwissenschaften. Dennoch werden sie in der Förderung immer mehr zu Gunsten „moderner“ Fachgebiete, die mehr im Trend liegen, vernachlässigt. Damit sie kein Randgebiet an den Technischen Universitäten und Hochschulen werden und um diese Zweige für Studierende attraktiver zu machen, werden Universitäten, einzelne Forschungsprojekte sowie Nachwuchstalente finanziell gefördert.

Pressemitteilung der Hochschule Koblenz vom 7.10.2021

ICH auf dem Weg zur Selbstverbesserung

ICH- Einfach verbesserlich ist ein Kirchenraumprojekt, welches in der Pfarrkirche St. Peter in Ketten hier in Montabaur veranstaltet wurde. Vom 25.10 bis zum 29.10.2021 drehte sich in der Pfarrkirche St. Peter in Ketten in Montabaur alles um das sogenannte ,,Schubladendenken‘‘ und seine gewissen Vorurteile, welche jeder von uns schon einmal aufwies. Veranstaltet wurde das Kirchenraumprojekt zur Selbstverbesserung von der katholischen Fachstelle für Jugendarbeit (KFJ) Westerwald/ Rhein-Lahn. Inhaltlich konnte an verschiedenen Stationen das eigene Schubladendenken und deren Vorurteile kritisch beleuchtet werden. Der Kirchenraum wurde dabei in ungewohnter und besonderer Weise gestaltet. Auch mehrere Klassen der Berufsbildenden Schule in Montabaur (BBS) waren Teil dieses Kirchenprojekts mit dem Ziel der eigenen Selbstverbesserung. Jeder kennt das. Das ständige Schubladendenken, welches wir zum Teil unbewusst und ohne einen bösen Hintergedanken ausüben. ,,Der hat bestimmt auch ein schlechtes Benehmen, wenn er mit solchen Leuten abhängt.‘‘ oder auch Situationen wie ,,Frauen sind sowieso schlecht in Mathe.‘‘ All diese Sachen sind Dinge, die wir sagen und denken da es uns von der Gesellschaft so mitgegeben wird. Diese ständigen Vorurteile. Die katholische Fachstelle für Jugendarbeit wollte dem Ganzen ein Ende setzen und organisierte somit das Kirchenraumprojekt, mit dem Ziel sein eigenes Denken zu überdenken, um neue Perspektiven offen zu legen. Welche Eindrücke hatte ich selbst als Schülerin der 13. Klasse der Berufsbildenden Schule in Montabaur? Ehrlich gesagt war es schon sehr erschreckend festzustellen, wie viel wir eigentlich sagen, ohne vorher über unsere Worte nachzudenken und wie wenig wir uns eigentlich in die Lage von anderen Menschen hineinversetzen. Einen besonderen Eindruck hat bei mir definitiv die Station hinterlassen, in der wir einen Parkour in einem Rollstuhl meistern sollten, ohne unsere Beine als Hilfe zu verwenden. Erst dadurch ist mir und auch vielen meiner Mitschüler und Mitschülerinnen klar geworden wie schwierig es eigentlich für Menschen zum Teil sein muss, denen wirklich dieses Schicksal auferlegt wurde, immer im Rollstuhl sitzen zu müssen und schwierige Alltagssituationen meistern zu müssen, ohne immer auf fremde Hilfe hoffen zu können. Auch ein besonderer Eindruck hat bei mir hinterlassen, das gestellte Telefonat, welches wir Schüler uns anhören sollten zwischen zwei Männern, von denen einer ein Date mit einer dunkelpigmentierten Frau gehabt haben soll. Der Mann, der das Date gehabt haben sollte, sprach in allen Vorurteilen über sein Date die man sich nur vorstellen konnte. Ich und meine Mitschüler/innen wurden wütend darüber, wobei wir ja wussten, dass es sich hierbei um ein gespieltes Telefonat handelt. Zu sehen, welche Vorurteile es in der Welt immer noch gibt und wie versteift dieses Schubladendenken jedes einzelnen ist, hat mich wirklich erschüttert. Meine Mitschüler/innen und ich konnten sogar, anhand von Bildern von verschiedenen Personen und vorgegebenen Berufen teilweise erkennen, welcher Beruf von wem ausgeübt wird, wobei wir nur das Aussehen und den Beruf zur Auswahl hatten. Auch solche Vorurteile sind nicht gerade selten in unserer Welt vertreten. ,,Du siehst aus wie ein Mechaniker‘‘ oder ,,Du siehst aus wie ein Sänger‘‘. Es ist immer wieder erstaunlich, wie oberflächlich wir eingestellt sind. Insgesamt kann man jedoch sagen, dass meine Mitschüler/innen und ich wirklich viel aus dem Kirchenprojekt mitnehmen konnten und auch in Zukunft mitnehmen werden. Wir konnten unsere Sichtweise auf verschiedene Sachverhalte verändern und uns selbst verbessern, um in Zukunft nicht immer nach diesem Schubladen- Denken vorzugehen, sondern es strikt zu vermeiden. Abschließend kann ich sagen, dass das Kirchenraumprojekt allgemein sehr sinnvoll erscheint und ich von mir selbst sagen kann, dass ich nicht mehr so oberflächlich in meinem Denken vorgehe und ich jedem ein solches Programm wirklich ans Herz legen kann, um sich selbst zu verbessern.

 

Ein Bericht von Laura Weimer (BGYWGes19)

Bericht zum Volleyballturnier

Auch in diesem Jahr hatten wir, die Klassenstufe 13 des BGY, die Möglichkeit, das sich mittlerweile an unserer Schule etablierte Volleyballturnier zu organisieren.

Daraufhin hieß es für die Vollzeitschülerinnen und -schüler sowie für einige Lehrerinnen und Lehrer am Donnerstag, den 12.03.2020 nicht die Schultasche, sondern die Sporttasche zu packen. Somit bestand die Möglichkeit, sich in selbst ausgewählten Mannschaften von der Gruppenphase bis zum Finale gegeneinander zu beweisen. Der Tag, welcher einen sportlichen Ausgleich zum Schulalltag bot, endete mit einem spannenden Finale unserer beiden von der Klassenstufe 13 gestellten Mannschaften. Sowohl die Siegermannschaft „Sikici Boys“, als auch das Team „Leon und die anderen“ wurden jeweils mit einer Urkunde geehrt. Herzlichen Glückwusch!

Auch wenn an diesem Tag der Spaß an erster Stelle stehen sollte, verlangte dieser im Voraus viele helfende und organisierende Hände. Wir möchten uns somit vor allem bei dem Hallenwart und den Sportlehrerinnen und -lehrern, insbesondere bei Frau Pauly sowie für die Kuchenspenden und den Verkauf bedanken, dessen Erlös uns für die Organisation unseres Abiballs zur Verfügung gestellt wurde.

Letztendlich möchten wir uns auch bei allen Mannschaften bedanken und hoffen, dass ihr/Sie auch im nächsten Jahr wieder Lust habt/haben, an dem Volleyballturnier teilzunehmen und diese Tradition somit weiterleben kann!

Eure / Ihre Klassenstufe 13 des BGY 

IHK IT-Themennachmittag in Montabaur – Neuordnung der IT-Berufe

Das Internet der Dinge (kurz: IoT) prägt in einer smarten Welt zunehmend unseren Alltag. Schritthalten kann der Rahmenlehrplan von 1997 für die IT-Berufe nicht mehr. Neue Inhalte (wie z.B. IT-Security, die Konfiguration von Cloud-Anwendungen oder die Programmierung von IoT-Geräten) sind notwendig, um den künftigen Anforderungen gerecht zu werden.

Carsten Johnsen, CSR Territory Manger von Cisco Systems Berlin und Sachverständiger des Bundes der Rahmenlehrplankommission stellte am vergangenen Donnerstag die vier neuen IT-Berufe vor. Darunter sind zwei neue Ausbildungsgänge für den Fachinformatiker mit den Schwerpunkten Digitale Vernetzung und Daten- und Prozessanalyse und zwei neue kaufmännische Fachrichtungen (IT-Systemkaufmann und Kaufmann/frau für Digitalisierungsmanagement). In Summe wird es sechs unterschiedliche Ausbildungsgänge geben, welche die hohe Bedeutung an Fachkräften unterstreichen. Die beiden schon vorhandenen Fachrichtungen (Systemintegration und Anwendungsentwicklung) bleiben erhalten.

Neue Maßstäbe setzen die künftigen Lernfelder. Hier IT-Security, die Entwicklung von IoT-Applikationen oder die Auswertung und der Umgang mit großen Datenmengen werden darin eine bedeutende Rolle spielen. Eine erste Anlaufstelle bildet das umfangreiche Kursprogramm der Cisco Networking Academy. Johnsen hat in seinem Vortrag die neuen Lernfelder an das Kursprogramm angedockt, um den Einstieg in die veränderte Thematik zu erleichtern. Daniel Rath, Informatiklehrer an den BBS MT und Cisco-Instructor wies in seinem Vortrag darauf hin, wie der Unterricht (hier am Beispiel von vernetzten Systemen) mit Lernsituationen gestaltet werden könnte. Von zentraler Bedeutung wird das Academy Programm auch für die Lehrerfortbildung sein.

Daniel Rath

Deutscher Gründerpreis für Schüler 2020

Das Existenzgründer-Planspiel für Schüler startet in die neue Runde –  Sparkasse Westerwald-Sieg unterstützt 9 Schülerteams

 

Anfang Januar begann die neue Spielrunde des Wettbewerbs Deutscher Gründerpreis für Schüler. Dort gilt es, in Teams ein fiktives Unternehmen zu gründen und ein überzeugendes Geschäftskonzept zu präsentieren. Das Ziel der Initiatoren stern, Sparkassen, ZDF und Porsche ist es, jungen Menschen frühzeitig Mut zur Selbständigkeit zu machen. Unter diesem Vorsatz fördert auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie den Schülerwettbewerb.

 

Mehr als 83.000 Jugendliche ab 16 Jahren haben seit 1999 am DeutschenGründerpreis für Schüler teilgenommen. Die Teams der allgemein- oder berufsbildenden Schulen verwandeln in dem internetbasierten Wettbewerb ihre Ideen in fiktive Unternehmenskonzepte inklusive Businessplan und Marketingstrategie. Deutschlands größtes Existenzgründer-Planspiel ist neben den Kategorien StartUp, Aufsteiger und Lebenswerk eine Kategorie des Deutschen Gründerpreises. Ausgerufen von stern, Sparkassen, ZDF und Porsche, geht dieser Preis seit 1997 an herausragende Unternehmer in

Deutschland. Ziel ist es, das Gründungsklima im Land zu fördern und potenziellen Unternehmern Mut zur Selbstständigkeit zu machen.

 

Unterstützt von der Sparkasse Westerwald-Sieg auf regionaler Ebene gehen in diesem Jahr 9 Schülerteams des beruflichen Gymnasiums Montabaur an den Start. Während der Auftaktveranstaltung im Filmsaal der berufsbildenden Schule Montabaur wurden die Schülerinnen und Schüler von Kundenberaterin Bianca Speier, Unternehmenskundenberater Christof Quernes der Spielbetreuerin Sibylle Hölzemann-Gösel (alle Sparkasse Westerwald-Sieg) mit den wichtigsten Daten und Fakten versorgt. Christof Quernes bot den Schülern an, sein Know How in der Gründungsfinanzierung während des Wettbewerbs und darüber hinaus an sie weiterzugeben. Organisiert werden die Teams von ihren Kurslehrern Daniel Rath und Eberhard Kirchner.

Die Teams stellten vielversprechende Ideen zur Unternehmensgründung vor. Systeme zur Haustierreinigung, neue Rohstoffe als Zusatz zur Papierherstellung, Sicherheit bei der Gebäudereinigung und Möglichkeiten zur Speicherung erneuerbarer Energien sind nur einige Beispiele dessen, was nachhaltig geführte Firmen auszeichnet. Die interessanten Details werden nach der Wettbewerbsphase im Juni während der Siegerehrung verraten.

In der viermonatigen Spielphase von Januar bis Mai haben die Schülerteams Zeit, ihre fiktive Geschäftsidee zu entwickeln. Anhand von neun Aufgaben konzipieren die Unternehmerinnen und Unternehmer von morgen ihren Geschäftsplan –  inklusive Produktentwicklung, Vertriebs- und Marketingstrategie. Am Ende zählen vor allem der überzeugendste Geschäftsplan und ein kreatives Produkt.

Die Aufgaben sind an die Lehrpläne der Bundesländer angepasst und lassen sich in den Unterricht, beispielsweise der Fächer Wirtschaft, Politik und Mathematik, einbinden.

Befreiungsschlag - Stefan Gemmel liest

Stefan Gemmel stellte sein Buch Befreiungsschlag in drei Lesungen in der Schulbibliothek/-mediathek vor. Gelesen hat er dabei aber wenig, sondern erzählt, mit der Stimme, der Mimik, der Gestik. Sein Buch Befreiungsschlag dreht sich um jugendliche Straftäter, die an einem Anti-Gewalt-Training (AGT) teilnehmen.

Eine Übung aus dem AGT hat Stefan Gemmel gemeinsam mit Schüler_Innen aus dem Publikum demonstriert. Eine Übung, ganz einfach, aber sie öffnet die Augen für die Dynamik, aus der eine Gewaltspirale entsteht. Sie zeigt, wie aus Opfern auch Täter werden können, oder eben nicht. Das Publikum, Schüler_Innen quer durch alle Bildungsgänge, von dem Berufsvorbereitungsjahr bis zum Beruflichen Gymnasium, lauschte konzentriert. Hier ein Nicken, da ein Lachen, manche kennen diese Gewaltspirale selbst sehr genau. Auch die Schüler_Innen, denen das Medium Buch kaum vertraut ist, zeigten Interesse an der Geschichte und einige haben das Buch nach der Lesung ausgeliehen.

Wenn Stefan Gemmel erzählt, spürt man, wie wichtig ihm „seine“ Jugendlichen, über die er schreibt, und deren Lebensweg sind. Und dass er stolz darauf ist, die meisten auf dem Weg aus der Gewaltspirale hinausbegleiten zu dürfen. Sie kommen nicht mehr mit dem Gesetz in Konflikt, sondern haben Arbeit, Familie und sind froh „die Kurve bekommen“ zu haben.

Lösungswege aus der Gewaltspirale hat Stefan Gemmel auch aufgezeigt. Er sprach über die Rolle der Gleichaltrigen, die um nicht selbst Opfer zu werden, wegschauen oder diejenigen unterstützen, die mobben und gewalttätig sind. Aber auch die der Erwachsenen, zum Beispiel der Lehrer. Nicht weggucken, sondern hinhören. Oft suchen Jugendliche Hilfe, werden aber nicht immer ernst genommen.

Das Publikum der Lesung, Schüler_Innen und auch Lehrer_Innen zeigten sich sehr bewegt. Es war eine Lesung, die unter die Haut ging und sicher noch lang im Gedächtnis bleibt.

Sonja Lang für das Team Schulbibliothek/-mediathek

"Die Macht der Gefühle"

In der Schulbibliothek/-mediathek finden unsere Schüler_Innen nicht nur Medien, sondern auch wechselnde Ausstellungen. Im Januar 2020 ist die Ausstellung „Die Macht der Gefühle“ zu besichtigen. Im Jahr 2019 gab es zahlreiche Jahrestage in Deutschland, wie 100 Jahre Gründung der Weimarer Republik, 90 Jahre Weltwirtschaftskrise, 80 Jahre deutscher Überfall auf Polen, Beginn des zweiten Weltkriegs und viele mehr. In der Ausstellung „Die Macht der Gefühle“ wird ein besonderer Blickwinkel gewählt, nämlich die Kontinuität und Brüche der Gefühlswelten der vergangenen 100 Jahre. Im Mittelpunkt steht die emotionsgeschichtliche Perspektive und es werden politische und gesellschaftliche Wirkungsmacht wie Angst, Hoffnung, Liebe und Mut verdeutlicht.

Die Ausstellung wurde von Ute und Bettina Frevert entwickelt, herausgegeben von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, unter Schirmherrschaft von Bundesaußenminister Heiko Maas.

Leitet das drucken dieser Seite ein

Diese Webseite verwendet Cookies.

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren. Diese Cookies helfen uns dabei, Ihnen das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten und unsere Webseite ständig zu verbessern. Mit dem Klick auf den Button “Akzeptieren” erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Für weitere Informationen über die Nutzung von Cookies oder für die Änderung Ihrer Einstellungen klicken Sie bitte auf “Details”.

Außerdem geben wir mit Ihrer Zustimmung Informationen an unsere Partner für Soziale Netzwerke, externe Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben.

Sie geben Ihre Einwilligung, wenn Sie unsere Webseite weiterhin nutzen.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Datenschutz.

Impressum